Weltcup

Nach Silber nun auch Weltcup-Gold für Sonja Pfeilschifter

Nach Silber nun auch Weltcup-Gold für Sonja Pfeilschifter

18.05.2012 – Nach ihrer Silbermedaille mit dem Luftgewehr hat Sonja Pfeilschifter (Großhöhenrain/Foto) beim Weltcup in Mailand (Italien) auch die Goldmedaille mit dem Sportgewehr gewonnen. Mit 690,0 Ringen (Vorkampf 588/Finale 102,0) siegte die 41-jährige Sportsoldatin souverän vor Katerina Emmons (USA), die nach dem Titel mit dem Luftgewehr diesmal mit 684,2 Zählern (Vorkampf 585/Finale 99,2) Zweite wurde. Bronze ging an Peijing Li (China) mit 680,3 Ringen (Vorkampf 582/Finale 98,3).

Nach 197 Ringen im Liegend- und 193 Zählern im Stehendanschlag lag die vielfache Welt- und Europameisterin im Vorkampf vor den letzten 20 Schuss in kniender Position mit zwei Ringen hinter ihrer Dauerrivalin Katerina Emmons.

Das Kniendschießen geriet dann jedoch zu einer Demonstration der Stärke von Sonja Pfeilschifter. Mit 198 Ringen und damit 588 Zählern insgesamt zog die DSB-Schützin an die Spitze des Feldes und ließ vor dem Finale Katerina Emmons um drei sowie Anna Suschko (Russland) um fünf Ringe hinter sich.

Im Finale begann die beste deutsche Gewehrschützin der letzten Jahre mit 10,3, 10,6 und 10,2 sehr stark und brachte zwischen sich und Katerina Emmons gleich noch einmal fast zwei Ringe Differenz, weil die gebürtige Tschechin, die nach ihrer Heirat mit Matthew Emmons in den USA lebt, in den ersten drei Schüssen keine Zehn vor dem Komma hatte.

Durch das bis dahin beste Resultat aller acht Endrundenteilnehmerinnen schob sich Lisa Ungerank (Österreich) nach der Hälfte der abgegebenen Finalschüsse vom achten auf den dritten Rang vor. Über vier Ringe aber war Sonja Pfeilschifter bereits der Konkurrenz davon gezogen.

Die Bayerin ließ sich auch in der zweiten Hälfte des Finales nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen, stabilisierte die guten Leistungen und siegte am Ende ganz deutlich mit fast sechs Ringen Differenz auf Katerina Emmons.

Eva Friedel (Münstertal) war eine der schnellsten Schützinnen in diesem Feld. Die 27-jährige Sportsoldatin eröffnete den Vorkampf mit 197 Ringen liegend, schoss stehend 191 Zähler und fügte im Kniendschießen noch einmal 193 Ringe dazu.

Danach begann das Warten auf die Konkurrenz. Mit 581 Ringen insgesamt musste sie in die Verlängerung des Stechens, da auch Lisa Ungerank auf 581 Ringe kam. Nach den fünf Schüssen des Stechens hatte Eva Friedel das Finale knapp verpasst. Mit 48,4:51,4 unterlag sie der Österreicherin und wurde somit in der Gesamtwertung Neunte.

Yvonne Jaekel (Thumsenreuth), die dritte Starterin des Deutschen Schützenbundes in diesem Wettbewerb, begann mit 192 Ringen im Liegendschießen, erzielte 189 Zähler im Stehendanschlag und beendete ihren Vorkampf mit starken 196 Ringen in kniender Position. 577 Ringe bedeuteten Platz 19 in der Gesamtwertung.

Munkhbayar Dorjsuren (München/Foto) zeigte mit der Sportpistole drei Monate vor den Olympischen Spielen in London (Großbritannien) eine ausgezeichnete Leistung.

Die Bronzemedaillengewinnerin von Peking 2008 kam im Präzisionsschießen auf 291 und im Duellschießen auf 292. Mit 583 Ringen kam sie ins Finale, erzielte dort 203,3 Ringe und belegte am Ende mit insgesamt 786,3 Zählern den sechsten Rang.

Claudia Verdicchio-Krause (Buchheim) und Monika Karsch (Regensburg) erzielten jeweils 570 Ringe in der Qualifikation und belegten damit die Plätze 38 und 39.

Die Goldmedaille ging an Olena Kostevych (Ukraine) mit 795,5 Ringen (Vorkampf 589/Finale 206,5). Die Ukrainerin siegte vor Lenka Maruskova (Tschechien) mit 789,2 Zählern (Vorkampf 582/Finale 207,2) und Jasna Sekaric (Serbien) mit 788,2 Ringen (Vorkampf 583/Finale 205,2).

Alle Ergebnisse des Weltcups für Gewehr und Pistole in Mailand finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe über diesen Link.