Bundesliga

Halbfinalisten standen erst nach Extra-Stechen fest

Halbfinalisten standen erst nach Extra-Stechen fest

20.02.2016 – Das Bundesligafinale in Wiesbaden bot gleich zwei Premieren. Erstmals war der Dachverband Deutscher Schützenbund Ausrichter in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit und setzte damit neue Maßstäbe. Zum anderen musste zum ersten Mal ein Stechen von drei Mannschaften nach der Vorrunde entscheiden, welche beiden Teams aus der B-Gruppe den Einzug ins Halbfinale schafften. Herne gegen Welzheim und Berlin gegen Ebersberg lauteten die Halbfinalbegegnungen.

Der SV Querum, BSC BB Berlin und die SGi Welzheim hatten in den drei Vorrundengruppen jeweils zwei Siege erzielt. In den direkten Vergleichen hatte jedes Team einen Sieg und eine Niederlage zu verzeichnen. Erst nach dem Stechen standen mit Welzheim und Berlin, die beide 29 Ringe trafen, die Halbfinalisten fest, wobei Berlin aufgrund des besten Innenzehners den Gruppensieg sicherte. Querum musste hingegen nach 27 Ringen mit viel Pech ausscheiden, nachdem sich das Team um Nationalschütze Florian Floto (Foto) erst im letzten Wettkampf durch den 6:4-Erfolg über Welzheim die Teilnahme am Stechen gesichert hatte.

Ähnlich dramatisch fiel die Entscheidung in der Gruppe A. Der BSC Sherwood Herne mit Jan-Christopher Ginzel (Foto) fuhr drei Siege ein, doch gegen Östringen zum Auftakt und gegen Titelverteidiger SV Dauelsen brauchten die Westfalen das Stechen für den Sieg.

Das Glück Hernes war zugleich das Pech Dauelsens um Europameister Florian Kahllund. Die Norddeutschen verloren gegen Herne und zum Auftakt gegen Ebersberg erst im Stechen und schieden frustriert als Gruppenletzter aus. Den glücklichen Anfangserfolg über Dauelsen nutzten die Bayern aus Ebersberg, um mit einem weiteren Sieg gegen Östringen den überraschenden Halbfinaleinzug zu sichern.