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33. ISAS 2017: Dreimal Gold für Frankreich zum Auftakt des Juniorenwochenendes

33. ISAS 2017: Dreimal Gold für Frankreich zum Auftakt des Juniorenwochenendes

03.04.2017 – Beim 33. Internationalen Saisonauftakt der Sportschützen haben die Juniorinnen und Junioren ihre Wettkämpfe begonnen. Zu Beginn der zweiten ISAS-Hälfte im Bundesstützpunkt für Sportschießen in Dortmund gingen die Juniorinnen im 50m-Liegendschießen und mit der Luftpistole an den Start. Die Junioren maßen sich auf dem 25-Meter-Stand. Hier gab es mit der Olympischen Schnellfeuerpistole die erste Medaille für einen westfälischen Starter.

Melvin Beckers (Kamen-Methler) qualifizierte sich mit 511 Ringen aus dem Vorkampf für das Finale und gewann dort die Bronzemedaille. Gold ging an den Franzosen Laurent Cussigh, Silber an Richard Amend aus dem Rheinland, der im Vorkampf mit 525 Ringen das höchste Ergebnis erzielt hatte.

Im Liegendwettbewerb der Juniorinnen gewann lagen zwei Norwegerinnen an der Spitze. Ganz oben auf dem Siegertreppchen stand Tonje Engevik, die mit 620,7 Ringen das Höchstergebnis ablieferte. Den zweiten Platz belegte Karina Stette, die genau wie die Drittplatzierte Johann Tripp (Ernsthausen) 619,6 Ringe erzielt hatte. Beste westfälische Schützin war Lara Quickstern (Paderborn) mit 611,3 Ringen.

Das Finale der Juniorinnen mit der Luftpistole gewann die Französin Camille Jedrejewski, die vor drei Wochen in Maribor (Slowenien) Mannschaftseuropameisterin in dieser Disziplin geworden war. Camille, die mit 375 Ringen schon im Vorkampf das höchste Ergebnis erzielt hatte, kam im Finale auf 233,1 Ringe. Mit nur 0,9 Ringen Rückstand wurde Marieke Lehmann (NS) überraschend Zweite. Marieke war als Vorkampfachte nur knapp und mit großem Rückstand auf die Spitze in die Finalrunde gerutscht und hat sich dort von Beginn an in der Spitzengruppe festgesetzt. Bronze ging hier an Vanessa Seeger (NS). Als beste Westfälin kam Madita Bathe (Dalbke) auf den 14. Rang.

Es starteten fünf polnische Schützen im Finale mit der Freien Pistole der Junioren und am Ende belegten eben diese auch gleich die vorderen fünf Plätze der Tabelle. Man könnte fast von einer polnischen Vereinsmeisterschaft sprechen.  Dabei ließen sie den Schützen aus Deutschland und Frankreich wenig Chancen, an sie heran zu kommen. Ein ums andere Mal fielen dicke Zehner und Neuner für die Polen. Den Sieg holte sich schließlich Miliwek Oskar mit 221,0 Ringen vor seinem Landsmann Jakub Rabczuk mit 220,0 Ringen. Die Bronzemedaille ging an Kacper Jurasz mit 199,0 Ringen. Bester Deutscher und für die Fachschaft NRW startend wurde Jan-Hendrik Waldvogt mit 142,1 Ringen auf Platz sechs hinter den polnischen Schützen. Timon Cordes aus dem Landesverband Nord-West musste sich als Achter des Finals geschlagen geben. Der Münsteraner Manuel Trömer konnte seine bisherigen Leistungen nicht bestätigen und holte sich im Vorkampf mit 488 Ringen Platz elf.

Richtig „Action“ durften wir diesmal im Finale der Junioren mit dem Kleinkalibergewehr Dreistellung erleben. Die Fans aus Norwegen, Deutschland und Frankreich heizten ihren Schützen so richtig ein. Bei guten Schüssen wurde direkt gejubelt und die hohen Serien laut beklatscht. Zudem machten es die Schützen bis zum Schluss noch einmal richtig spannend, denn trotz der Start-Ziel-Führung von Emilien Chassat aus Frankreich holten Benjamin Karlsen, Kai Dembeck und Vegard Nordhagen immer wieder rasant auf. Letzten Endes schaffte es der Franzose dann aber mit 5,8 Ringen Vorsprung, sich den Sieg vor dem Norweger Benjamin Karlsen mit 452,8 Ringen zu sichern. Dritter wurde der Norweger Vegard Nordhagen mit 435,0 Ringen. Bester Deutscher wurde Kai Dembeck (Möhnesee) auf dem undankbaren vierten Platz mit 426,1 Ringen. Sein Landsmann David Koenders belegte mit 403.0 Ringen Platz sechs. Nach anstregenden Wettkämpfen und späten Finals durften es sich die Sportlerinnen und Sportler beim Westfälischen Abend gut gehen lassen und ordentlich feiern.

  

Silber für Kai Dembeck im Liegendkampf

Der vierte Platz reichte Kai Dembeck (Möhnesee) einfach nicht und genau deshalb kämpfte er  im Liegend-Finale der Junioren bis zum Schluss. Schon 622,3 Ringe im Vorkampf bedeuteten für ihn persönliche Bestleistung. Zu Anfang des Finals bewegte sich Kai noch im Mittelfeld und wurde vom Moderator Philipp Schulz nicht oft erwähnt, doch mit jedem Einzelschuss kämpfte er sich in die Top drei und führte sogar vor dem letzten Schuss mit einem Zehntel Ring vor seinem Nationalmannschaftskameraden David Koenders. Dieser holte sich im letzten Schuss mit einer bärenstarken 10,9 die Goldmedaille im KK-Liegendschießen vor Kai Dembeck mit einer fast ebenso starken 10,6. Dritter wurde Emilien Chassat aus Frankreich mit 227,4 Ringen. Schon wie beim Dreistellungs-Finale der Juniorinnen brannte die Halle. Die Fans aus Frankreich und Deutschland gaben sich nicht nur beim Finalklatschen, sondern auch beim Soundcheck keinen Millimeter Platz. Es wurde gejubelt und angefeuert, um jedes Zehntel herauszukitzeln.

Den Anfang machten Mittags noch die Juniorinnen mit der Sportpistole. Hier holte sich die Französin Camille Jedrejewski mit 25 Hits deutlich ihre zweite ISAS-Goldmedaille vor der Deutschen Sophia Kovacic mit 15 Hits. Dritte wurde die Französin Mathilde Venchi-Zham mit 11 Hits. Madita Bathe (Dalbke) aus Westfalen belegte den undankbaren vierten Platz mit 8 Hits.

Das Finale im Dreistellungskampf der Juniorinnen wurde für das deutsche Team ein reines Schützenfest. Nicht nur, dass sieben der acht Finalistinnen aus Deutschland kamen, sie holten auch direkt alle drei Medaillen. Die Französin Ines Niewada musste schon im ersten Schuss mit einer Fünf einen großen Rückstand hinnehmen. Sie konnte auch durch gute Liegendserien nicht mehr aufholen und belegte letztlich den achten Platz. Glückliche Gewinnerin wurde Anna Janshen für die Fachschaft NRW mit 450,7 Ringen vor Johanna Tripp mit 449,8 Ringen und Sara Lechner mit 438,3 Ringen. Beste Westfälin wurde in dieser Disziplin wurde Merle Baucke (Siegen) mit 568 Ringen auf Platz 23.

Beim letzten Finale des Tages fühlte man sich in das Finale mit der Freien Pistole zurückversetzt. Wieder einmal waren die polnischen Schützen in der Überzahl im Kampf um die Medaillen. Miliwek Oskar aus Polen zeigte über die ersten zwei Fünfer-Serien eine glanzvolle Vorstellung und setzte sich an die Spitze. In der Einzelschussphase jedoch kam der Schotte Aedan Evans immer näher und überholte den Polen schlussendlich sogar. Mit 1,9 Ringen Abstand gewann er das Finale mit der Luftpistole vor dem Polen Jakub Rabczuk, der sich ebenfalls in den letzen Schüssen vor seinen Landsmann Miliwek Oskar vorschob, der sich mit Bronze begnügen musste. Bester Deutscher und bester Westfale wurde Jan-Hendrik Waldvogt (Lothe) auf Rang sechs mit 153,5 Ringen. Im Vorkampf war Jan-Hendrik mit 566 Ringen um einen Ring an seiner persönlichen Bestleistung vorbeigeschrammt.

  

Triple für Deutschland zum Abschluss in Dortmund

Zum Abschluss des 33. Internationalen Saisonautakts der Sportschützen war die Halle einmal mehr mit Zuschauern, Trainern und Schützen gefüllt, sodass kaum ein Durchkommen war. Den Anfang machten die Junioren mit dem Luftgewehr. Für Kai Dembeck (Möhnesee) reichte es nach seinem Erfolg im Liegendkampf mit der Silbermedaille nicht für den Einzug ins Finale der besten Acht. Er belegte als bester Westfale mit 609,7 Ringen Platz 16. Im Finale setzte sich schon zu Beginn der Norweger Benjamin Karlsen an die Spitze der Finalisten und holte sich trotz zwei 9,9ern den Gesamtsieg mit 245,2 Ringen vor dem Nationalkaderathleten David Koenders mit 244,1 Ringen. Dritter wurde der Franzose Emilien Chassat mit 223,0 Ringen.

Trotz aller Spannung um die Ränge im Finale der Juniorinnen mit dem Luftgewehr konnte auch hier sich die Goldmedaillengewinnerin Anna Janshen von Beginn bis zum Ende des Finals an der Spitze der Tabelle halten. Die für NRW startende Fünfzehnjährige schoss schon im Vorkampf eine starke Leistung von 418,9 Ringen vor der Französin Ines Niewada mit 414,5 Ringen. Das rein deutsche Treppchen machten mit Sabrina Hößl und Selina Zimmermann aus Niedersachsen zum Abschluss der Wettbewerbe perfekt. Sabrina Hößl kämpfte sich im Laufe des Finals immer weiter unter die vorderen Ränge und holte sich so mit 247,9 Ringen die Silbermedaille vor Selina Zimmermann mit 226,2 Ringen. Beste Wesfälin war Marleen Borowski mit 409,6 Ringen auf Platz 20.

Wir sagen allen Gewinnerinnen und Gewinnern einen herzlichen Glückwunsch und bedanken uns bei unseren Partnern, allen voran dem Land NRW! Vielen Dank für die Unterstützung!

Ein Dank gebührt auch allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern, sowie den Schützinnen, Schützen und Trainern für die fairen und spannenden Wettkämpfe. Allen eine gute Heimreise. Wir freuen uns schon jetzt auf den 34. ISAS 2018 im Landesleistungszentrum Dortmund.