Bundesliga

Die Maspernhalle bebt

Die Maspernhalle bebt

05.02.2018 – Das Bundesligafinale Luftpistole und Luftgewehr am Wochenende in Paderborn hielt, was es versprach: Packende Duelle, Emotionen, lautstarke Zuschauer und zwei überglückliche Siegerteams.

  

Luftpistole: Glenz pusht sein Team zu Höchstleistungen

Mit Kriftel und Braunschweig trafen die beiden von Disziplintrainer Jan-Erik Aeply im Vorfeld als Favoriten bezeichneten Teams im Finale aufeinander. Bereits in der Qualifikationsphase war das Duell äußerst knapp und ausgeglichen ausgegangen (Braunschweig siegte 3:2), und auch in dieses Mal war der Verlauf nichts für schwache Nerven. Die Führung wechselte ständig, lediglich das Duell an Position fünf zwischen dem kränkelnden Oliver Geis (Kriftel) und Pierre Michel war frühzeitig zugunsten des Braunschweigers entschieden. Doch die Hessen kämpften und hatten in Detlef Glenz einen nimmermüden Chef-Trainer im Hintergrund. Der „Tiger von Paderborn“ lief die Stände der Reihe nach ab und bejubelte die immer rosigeren Aussichten seiner Athleten. So etwa, als Olympiasieger Christian Reitz seine dritte Serie makellos mit 100 Ringen abschloss oder Mathias Putzmann in der gleichen Serie die Vorentscheidung gelang. Braunschweig musste ausgerechnet im Finale die erste Saisonniederlage quittieren, das „Schnellfeuer-Team“ aus Kriftel bejubelte nach der Vizemeisterschaft aus dem Vorjahr den zweiten Mannschaftstitel nach 2013.
  

  

Luftgewehr: Freiheit schwebt auf Wolke sieben

Nach dem letzten Schuss von Michaela Thöle brachen alle Dämme beim SB Freiheit I. Erstmals sicherte sich das niedersächsische Team den Titel, nachdem es in den Vorjahren mit Platz zwei und drei bereits knapp am Thron geschnuppert hatte. Im Finale gegen Eichenlaub Saltendorf, das wie im Vorjahr „nur“ Platz zwei blieb, zeigte sich das Team von Trainer Christian Pinno auf den Punkt treffsicher. Die Athleten an Position eins bis vier schossen allesamt 395 Ringe und mehr - dem hatte der Finalgegner trotz ebenfalls starker Leistung nichts entgegen zu setzen. Und so brachte es Claudia Brunner vom unterlegenen Team auf den Punkt: „Freiheit war heute zu stark für uns!“

Wie eng es gerade im Gewehrbereich zugeht, verdeutlichen zwei Fakten: Saltendorf hatte sich erst am letzten Vorrunden-Wochenende für die Finalrunde qualifiziert und dann im Viertelfinale das favorisierte BSV Buer-Bülse I ausgeschaltet. In insgesamt drei der acht Duelle am Final-Wochenende musste ein einzelner Schuss im Stechen über das Weiterkommen entscheiden.
  

 

Stark verlief insgesamt das Bundesligafinale. Die Organisatoren um Markus Quickstern sorgten für hervorragende Bedingungen in Paderborn, die Zuschauer und verschiedenen Fangruppen für echtes Final-Feeling. Und ZDF-Reporter Tibor Meingast brachte - gemeinsam mit seinen Co-Kommentatoren Jan-Erik Aeply und Maik Eckhardt - die Stimmung fachkundig und emotional via Livestream in die Wohnzimmer der Republik.