Weltcup

Weltcup Mexiko: Ehepaar Reitz holt Silber im Mixed

Weltcup Mexiko: Ehepaar Reitz holt Silber im Mixed

06.03.2018 – Der Deutsche Schützenbund kann sich weiterhin auf das Ehepaar Reitz verlassen. Beim ISSF-Weltcup in Guadalajara sorgte das Ehepaar Sandra und Christian im Pistolen-Mixed-Wettbewerb für die zweite Silbermedaille in Mexiko. Dabei stellte es in der Qualifikation sogar einen Weltrekord auf.

Ganz starke 777 Ringe schossen die Eheleute (386 Sandra, 391 Christian) und qualifizierten sich somit souverän als Erste für das Finale der besten fünf Duos. „Wir sind total happy“, übermittelte Sandra Reitz direkt nach der Qualifikation, und Disziplintrainer Jan-Erik Aeply meinte: „Beide haben aus einem Guss geschossen, wie in einer Familie! Technisch und taktisch unglaublich brillant!“

Auch im Finale lief es gut, „auch wenn sie in der ersten Serie viele 10,0-er geschossen haben. Ich glaube, das lag auch am Vorkampf, der viel Kraft und Nerven gekostet hat. Aber es war insgesamt ein sehr gutes Finale und eine super Leistung, wir sind sehr zufrieden und die Ergebnisse stimmen für die Zukunft sehr positiv“, sagte Aeply. Am Ende fehlten 0,9 Zehntel auf die Inder Mitharval/Bhaker, die sich nach den Einzelsiegen auch im Mixed-Wettbewerb Gold sicherten.

Das zweite deutsche Mixed-Team, Julia Hochmuth und Michael Schwald, schoss in der Qualifikation 754 Ringe, belegte Platz acht  und verfehlte das Finale um vier Ringe.

Gewehrteams verpassen das Finale

Auch beim Luftgewehr-Mixed gaben die starken Inder den Ton in der Qualifikation an. Die deutschen Duos, Jolyn Beer/Maximilian Wolf (824,4,) und Selina Gschwandtner/Andreas Geuther (823,6) verfehlten nach jeweils 80 Schuss pro Team als Elfte bzw. 14. das Finale der besten fünf Teams deutlich. „Heute war nicht unser bester Tag. Wir haben leider viele 9-er geschossen, die sich schwer wieder ausbügeln lassen“, kommentierte Beer.

Es folgen in den nächsten Tagen (8. und 10. März) die Kleinkaliber-Wettbewerbe, auf die Bundestrainer Claus-Dieter Roth sein Hauptaugenmerk in Mexiko richtet.

Trap-Schützen mit Luft nach oben

Im Trap-Wettbewerb der Frauen mussten sich Christiane Göhring 25. Platz, 102 Treffer) und Bettina Valdorf (28. Platz, 101 Treffer) deutlich geschlagen geben. Das lag zum einen am enorm hohen Niveau, zum anderen an den eigenen Leistungen, wie auch Bundestrainer Uwe Möller meinte: „Wir hatten mit der Entscheidung heute überhaupt nichts zu tun. Zum Finaleingang fehlten bei Christiane 14 Scheiben, bei Bettina 15 Scheiben. Es lief in keiner Serie heute bei den Beiden richtig rund. Beiden fehlte der Rhythmus, zu viele Fehler bei der Annahme der Scheibe, ungenügende Fehlerverarbeitung, Doppelfehler – es gibt in den nächsten Woche viele Baustellen zu bearbeiten!“

Marco Kroß (32. Platz, 45 Scheiben) und Philipp Hermes (51. Platz, 39 Scheiben) mussten am ersten Tag des Trap-Wettbewerbs der Männer auch etwas Lehrgeld zahlen. Für beide Athleten ist es der erste Weltcup-Auftritt, am zweiten Tag gilt es nun, die Trainingsleistungen auch im Wettkampf umzusetzen.

  

Das deutsche Team in Mexiko

  • Pistole: Sandra Reitz, Michelle Skeries, Julia Hochmuth, Doreen Vennekamp, Michael Schwald, Philipp Grimm, Christian Reitz
  • Schnellfeuerpistole: Christian Reitz, Oliver Geis, Aaron Sauter, Christian Freckmann
  • Gewehr: Andreas Geuther, Maximilian Wolf, Jolyn Beer, Selina Gschwandtner, Beate Köstel, Eva Rösken
  • Trap: Philipp Hermes, Marco Kroß, Christiane Göhring, Bettina Valdorf
  • Skeet: Vincent Haaga, Felix Haase, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer

Trainer & Betreuer

Jan-Erik Aeply (Pistole)
Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole)
Claus-Dieter Roth (Gewehr)
Uwe Möller (Trap)
Axel Krämer (Skeet)
Eberhard Nixdorf (Leistungsdiagnostiker)
Felix Rinke (Physiotherapeut)