Bundeskönigschießen

Das Königschießen gehört zu den ältesten Bestandteilen des Schützenwesens und traditionell zu den zentralen Veranstaltungen im Jahresprogramm der Schützen. Nahezu jede Schützengesellschaft kürt jährlich einen Schützenkönig oder eine Schützenkönigin.

Seit dem 22. Deutschen Bundesschießen 1955 in Hannover, dem ersten nach dem Zweiten Weltkrieg, schreibt auch der Bundesverband einen Wettkampf um die Würde des Bundesschützenkönigs aus. Zunächst nur anlässlich der Deutschen Bundesschießen durchgeführt, findet das Bundeskönigschießen seit 1976 in Baden-Baden jährlich im Rahmen der Deutschen Schützentage statt.

Teilnameberechtigt sind die Schützenkönige oder Schützenköniginnen der Landesverbände, die mit dem Luftgewehr jeweils 20 Schuss auf 10 m abgeben. Lediglich der beste Tiefschuss jedes Teilnehmers wird gewertet (Blattlwertung). Dieser eine Schuss wird mit seinem Abstand zur Scheibenmitte vermessen und in Tausendstel Millimetern, genannt Teilern, in die Rangliste aufgenommen. Der Schütze mit dem niedrigsten Teiler hat gewonnen und wird im Rahmen des Schützenballs zum neuen Bundesschützenkönig proklamiert.

 

Bundesschützenkönig 1955: Fritz Zimmermann

   

Bundesschützenkönige/innen ab 1955

   

Jahr

Name

Wohnort / Verein

Landesverband

Teiler*

1955 Fritz Zimmermann Rheinfelden Baden /
1961 Horst Rümmelin Tailfingen Württemberg /
1965 Hugo Dreger Hannover Niedersachsen /
1976 Erwin Weiß Lorch Württemberg 41,1
1977 Josef Forster Wackersdorf Oberpfalz 10,8
1978 Gertrud Steinheimer Dreieich Hessen 40
1979 Thomas Simonis Horbach Pfalz 27
1980 Rudi Gölzer Neuenkirchen Saar 37,4
1981 Hans Sattel Offenburg Südbaden 32
1982 Willi Eckermann Bad Überkingen Württemberg 26
1983 Jürgen Roth Queichheim Pfalz 39,5
1984 Georg Deimann Velen Westfalen 26,0
1985 Joachim Zimmermann Freiburg Südbaden 12
1986 Michael Fuchs Kehl-Odelsheim Südbaden 29
1987 Kirsten Fritz Landau-Nußdorf Pfalz 39,0
1988 Kurt Hillenbrand Kronau Baden 27,6
1989 Gerhard Strauß Oberndorf Württemberg 40,5
1990 Thomas Pfeifer Ergeshausen Rheinland 6,5
1991 Sibylle Plötz Bruchmühlbach Pfalz 42,9
1992 Ludwig Rettinger Wolfratshausen Bayern 20,5
1993 Walter Arndt Neunkirchen Saar 34,0
1994 Ulrike Siora Leipzig Sachsen 26,6
1995 Jan Theuerkauf Neubrandenburg Meckl.-Vorpommern 16,9
1996 Oliver Gottschalk Dietzenbach Hessen 14,2
1997 Anja Kuhbander / Oberpfalz 18,2
1998 Oliver Maier Bösingen Württemberg 9,9
1999 Armin Schmidt Ellrichshausen Württemberg 32,5
2000 Michael Meyer Rinnthal Pfalz 19,8
2001 Sabine Prochazka Blockwinkel Nordwest 3
2002 Markus Rudolph / Bayern 10,8
2003 Arno Sauer / Rheinland 25,5
2004 Thomas Reiter / Oberpfalz 20,4
2005 Karl-Heinrich Hühne / Niedersachsen 25,0
2006 Marina Bliss Eichenbarleben Sachsen-Anhalt 11,6
2007 Markus Rief Isny im Allgäu Württemberg 11,2
2008 Ute Hasslöver Venne Nordwest 11,5
2009 Laura-Ann Becker Bruchsal Baden 19,4
2010 Pierre Niebel Kalbe (Milde) Sachsen-Anhalt 25,0
2011 Christine Fuhr Idar-Oberstein Rheinland 53,0
2012 Jürgen Singer Reutlingen Württemberg 13,0
2013 Rüdiger Pletsch Laatzen Niedersachsen 31,4
2014 Saskia Gablenz Kahla Thüringen 30,6
2015 Natalie Enßlin Nördlingen Bayern 3,6
2016 Dörte Schirmag Aerzen-Groß Berkel Niedersachsen 8,0

 *abweichendes Wertungsverfahren 1955-1965

  

Bundesjugendschützenkönige/innen ab 2001

 

Jahr

Name

Wohnort / Verein

Landesverband

Teiler*

2001 Stefan Aichinger Perlbach Trasching Oberpfalz 17
2002 Dirk Simon / Südbaden 23,4
2003 René Haenel / Sachsen 26,5
2004 Ulrike Cohrt / Norddeutschland 28,1
2005 Tobias Ruf / Brandenburg 14,0
2006 Kathrin Böcherer Freiamt Südbaden 9,8
2007 André Ribbeck Neubrandenburg Meckl.-Vorpommern 18,1
2008 Hendrik Hartzmann Winsen/Luhe Hamburg und Umgegend 21,3
2009 Katja Müller Kastl Oberpfalz 29,4
2010 Laura Grüßing Lastrup Nordwestdeutschland 13,1
2011 Maria Große Everswinkel Westfalen 33,5
2012 Nathalie Zier Kehl Südbaden 12,0
2013 Lea Nitschke Hamburg Saarland 23,4
2014 Oswald-Christian Hentschel Bad Muskau Sachsen 21,1
2015 Celina Hambuch Leipzig Sachsen 11
2016 Lena Breuer Stockelsdorf Norddeutschland 8,6