Weltcup

Weltcup Al Ain: Quooß scheitert erneut im Shoot-off

08.04.2019 15:12

Das war ein ganz bitterer Wettkampf für Katrin Quooß: Deutschlands beste Trap-Schützin stand schon mit einem Bein im Finale des Weltcups von Al Ain/Vereinigte Arabische Emirate und hätte damit riesige Chancen auf den Quotenplatz für Tokio 2020 gehabt. Doch dann scheiterte die 32-Jährige wie schon beim Weltcup in Acapulco im Shoot-off.

„Heute hatten wir es selbst in der Hand, hier um einen Quotenplatz mitzukämpfen. Katrin schoss in der letzten Runde drei Fehler, bei ihr waren irgendwie die Körner alle. Ich kann ihr keinen Vorwurf machen, sie kämpfte um jede Scheibe, aber die große Hitze und der immense Wettkampfdruck forderten Tribut.“

Quooß hatte in den ersten vier Serien der Qualifikation für Furore gesorgt: 25, 24, 25, 24 zeigte das Tableau an, auf dem Quooß von ganz oben grüßte. Aber ein Wettkampf besteht aus fünf Durchgängen, und der letzte sollte es in sich haben: Quooß traf von den ersten elf Scheiben drei nicht und drohte somit am sicher geglaubten Finaleingang zu scheitern. Doch sie kämpfte, traf danach jede Scheibe und verbesserte ihre erst zwei Wochen alte Bestmarke von 119 Treffern um einen Treffer. Im Shoot-off musste sich Quooß dann jedoch der Britin Barr und der Italienerin Rossi geschlagen geben. Statt Finaleingang und Quotenplatz hieß es Frust. Doch Möller zeigte sich unmittelbar danach wieder kämpferisch: „Der Kopf wird nicht in den Sand gesteckt, zum nächsten Weltcup in Changwon wird wieder angegriffen und diesmal wird das Finale direkt angestrebt.Wir sind trotzdem auf dem richtigen Weg!"

Sarah Bindrich schoss ebenfalls einen starken Wettkampf und landete mit der persönlichen Bestleistung von 115 Treffern auf Platz 29. Eine schwächere 21 in der zweiten Serie verhinderte ein noch besseres Resultat. Sonja Scheibl wurde 41. (110), dabei wurde ihr die zweite Serie (19) zum Verhängnis.

Trap Männer: Starkes deutsches Trio

Das deutsche Männer-Trio hat nach dem ersten von zwei Qualifikationstagen noch alle Chancen: Paul Pigorsch und Marco Kroß schossen „voll“, d.h. alle 50 Scheiben wurden getroffen. Andreas Löw ist mit 49 Treffern ebenfalls noch im Rennen. „Das Niveau ist auch hier wieder extrem hoch, es zählen nur volle Serien. Letztlich entscheidet der morgige Tag", so Möller.

Die Finals bei Sportdeutschland.TV (deutsche Zeiten)

09.04.: Finale Trap Männer (14.15 Uhr)

10.04.: Finale Trap Mixed (14.30 Uhr)

14.04.: Finale Skeet Frauen (14.45 Uhr)

15.04.: Finale Skeet Männer (14.45 Uhr)

Das deutsche Team in Al Ain

Trap: Katrin Quooß, Sonja Scheibl, Sarah Bindrich, Paul Pigorsch, Andreas Löw, Marco Kross

Uwe Möller (Bundestrainer), Karsten Bindrich (Assistenztrainer)

Skeet: Vanessa Hauff, Nadine Messerschmidt, Katrin Wieslhuber, Laura Quooß (MQS), Tilo Schreier, Sven Korte, Felix Haase

Axel Krämer (Bundestrainer), Frank Günther (Assistenztrainer)