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Stefanie Thurmann holt überraschend Bronze

Stefanie Thurmann holt überraschend Bronze

13.04.2009 – Der Trip der deutschen Pistolenschützen nach Südkorea zum Weltcup in Changwon hat sich gelohnt. Stefanie Thurmann gewann mit der Sportpistole überraschend Bronze, mit Hans-Jörg Meyer war bis zum Ostersonntag ein weiterer Schütze aus dem Kader von Pistolen-Bundestrainer Peter Kraneis im Finale, und die anderen deutschen Teilnehmer warteten mit überwiegend guten Ergebnissen auf.

Stefanie Thurmann erwischte in Südkorea einen glänzenden Tag. Nach 582 Ringen, als sie durch ihre Ausgeglichenheit durch 290 Ringe im Präzisions- und 292 Ringe im Duellschießen bestach, ging sie als Fünfte ins Finale. Dort galt es, noch einmal 20 Schüsse im Duellmodus abzugeben. Die Frankfurterin von der Oder steigerte sich noch einmal, ragte mit 205,2 Ringen im Finale der besten Acht heraus – nur die serbische Olympiasiegerin Jasna Sekaric war um fünf Zehntel etwas besser – und arbeitete sich mit insgesamt 787,2 Ringen auf den dritten Rang vor.

Während sie Sekaric aufgrund des Vorkampfvorsprungs von einem Ring auf Platz vier verwies, war der Vorsprung der Kasachin Julia Bondarewa, die 589 Ringe im Vorkampf getroffen hatte, und der Chinesin Yan Wu mit 586 Ringen zu groß. Yu drehte die Reihenfolge an der Spitze im Finale dank 204,5 Ringen und einem Gesamtergebnis von 790,5 Ringen noch für sich, während sich Bondarewa nach 199,9 Ringen im Endkampf mit Platz zwei nach insgesamt 788,9 Ringen begnügen musste.

Etwas Pech hatte die Bronzemedaillengewinnerin von Peking in dieser Disziplin, Munkhbayar Dorjsuren. Die Münchenerin verfehlte als Neunte nach 579 Ringen denkbar knapp um einen Ring die Finalteilnahme. Auch Monika Martin aus Kobbermoor schlug sich achtbar und landete mit 573 Ringen auf Platz 20.

Ein innerdeutsches Duell im Kampf um den Einzug ins Finale gab es mit der Freien Pistole. Nach jeweils 555 Ringen war der Wolfenbütteler Hans-Jörg Meyer im Stechen über fünf Schüsse mit 48,6 Ringen der Glücklichere im Ringen der deutschen Olympiateilnehmer mit Florian Schmidt aus Frankfurt an der Oder, der 47,3 Ringe traf. Im Finale konnte sich Meyer trotz guter 95,5 Ringe nicht weiter nach vorn schieben. Es siegte der Südkoreaner Jong Oh Jin mit 674,6 Ringen, 575 Ringen im Vorkampf und 99,6 Ringen im Finale, vor dem Russen Leonid Ekimow mit 665,0 Ringen (573 und 92,0) und dessen aus der Bundesliga und von der SSGi Bremen-Bassum bekanntem Landsmann Michail Nestrujew mit 662,2 Ringen (567 und 95,2).

Mit der Luftpistole hatte Leonid Ekimow das bessere Ende für sich. Obwohl der zweifache Peking-Medaillengewinner Jong Oh Jin im Vorkampf mit phantastischen 594 Ringen Weltrekord schoss, gewann Ekimow nach 587 Ringen im Vorkampf und seinerseits wiederum überragenden 104,0 Ringen im Finale den Weltcup. Der Südkoreaner traf im Endkampf nur noch 95,7 Ringe und wurde mit 689,7 Ringen und 1,3 Ringen Rückstand auf Ekimow Zweiter. Bronze ging an den Chinesen Xinglon Shi nach 685,9 Ringen (584 / 101,9).
Die beiden deutschen Starter mussten beim Endkampf zuschauen. Hans-Jörg Meyer hatte sich 578 Ringen auf den elften Rang vorgearbeitet, ihm fehlten drei Ringe zur Endkampfteilnahme. Florian Schmidt erreichte mit 577 Ringen den 16. Platz.

Die Luftgewehrentscheidungen – der Deutsche Schützenbund verzichtete auf die Entsendung einer Gewehrmannschaft in den Fernen Osten – waren fest in asiatischer Hand. Bei den Frauen gewannen die Chinesinnen Wen Yin mit 500,6 Ringen (396 und 104,6) und Jieqiong Xie mit 500,5 Ringen (398 und 102,5) vor der Südkoreanerin Da Hye Lee mit 499,7 Ringen (398 und 101,7).

Auch bei den Männern gab es einen chinesischen Doppelsieg. Qinan Zhu gewann mit 700,3 Ringen (597 und 103,3) vor Yifei Cao mit 698,6 Ringen (595 und 103,5). Der indische Olympianeunte von Peking in dieser Disziplin, Gagan Narang, erreichte mit 696,7 Ringen (594 und 102,7) Bronze.

Im Liegendkampf triumphierte mit genau 700,0 Ringen (596 und 104,0) der australische Routinier Warren Potent. Der Franzose Josselin Henry gewann mit dem minimalen Vorsprung von einem Zehntelring nach 699,4 Ringen (596 und 103,4) Silber vor dem Norweger Ole Magnus Bakken, dem mit 699,3 Ringen (597 und 102,3 ) Bronze blieb.

  
Bericht: Harald Strier


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