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Ehemaliger Bundestrainer Franz Baum verstorben

Ehemaliger Bundestrainer Franz Baum verstorben

18.02.2010 – Der ehemalige Bundestrainer der Bogenschützen Franz Baum ist am 17. Februar im Alter von 83 Jahren verstorben. Er wurde 1927 in Groß Czernosek im heutigen Tschechien geboren. Von 1972 bis 1991 war der erfolgreiche Trainer verantwortlich für die Nationalmannschaft des Deutschen Schützenbundes in dieser olympischen Sportart.

Nach kurzer Kriegsgefangenschaft kam Franz Baum 1945 in die Gemeinde Alfdorf bei Welzheim. Sein Eintritt in die dortige Schützengilde im Jahre 1960 war ein absoluter Glücksfall für diesen Verein, denn Franz Baum erwies sich bald als umtriebiger, ehrenamtlich hoch engagierter Funktionär, der schon vier Jahre später den Vorsitz des württembergischen Clubs übernahm. 

In diesem Jahr der Vorstandsübernahme übertrug Franz Baum seine ganze Leidenschaft vom Gewehr- hin zum Bogenschießen. Diese Disziplin wurde für ihn zur Herzenssache, die sein zukünftiges Leben bestimmte. 

Aufgrund vieler nationaler Erfolge wurde ihm 1972 der Posten des Bundestrainers der deutschen Nationalmannschaft angeboten, den er bis 1980 zunächst ehrenamtlich, dann bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1991 hauptamtlich bekleidete. Bis 1997 war er beim Württembergischen Schützenverband Referent für Bogenschießen. 

In seiner Zeit als verantwortlicher Betreuer des Nationalteams errangen die deutschen Bogenschützen viele Erfolge, die durch mehrere Welt- und Europameistertitel gekrönt wurden. 

Franz Baum kümmerte sich im Ruhestand als Vereinstrainer und –vorstand bei der SGI Welzheim um die Bundesligamannschaft, die unter seiner Verantwortung mehrfach Deutscher Meister wurde, sowie um den Nachwuchs, der bei der Schützengilde Welzheim einen herausragenden Stellenwert hat. Viele international erfolgreiche Schützen waren „Eigengewächse“ des Vereins. 

Für seine großen Erfolge wurde Franz Baum vielfach ausgezeichnet. Er war Träger der Goldenen Ehrenmedaille am grünen Band des DSB sowie des Großen Verdienstehrenzeichens des Württembergischen Schützenverbandes in Silber, der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und des Bundesverdienstkreuzes.  Darüber hinaus erhielt er die selten verliehene Bronzeplakette des Internationalen Bogensportverbandes (FITA).

FITA-Präsident Ugur Erdener würdigte den Verstorbenen: "Wir haben einen unserer wichtigsten Freunde verloren. Er war ein großer Mensch, nicht nur für das deutsche Bogenschießen, sondern auch für den internationalen Bogensport."

FITA-Generalsekretär Tom Dielen: "Er war ein echter Perfektionist und als Trainer und Vereinspräsident stets seinen Bogenschützen verpflichtet.
Viele der deutschen Erfolge sind das Ergebnis seines Engagements für den Sport."

Die Beisetzung von Franz Baum findet am Dienstag, den 23. Februar 2010, um 13.00 Uhr auf dem Tannwald-Friedhof in Welzheim statt.