Olympische Spiele

Julian Justus zielt knapp am olympischen Luftgewehrfinale vorbei

Julian Justus zielt knapp am olympischen Luftgewehrfinale vorbei

30.07.2012 – Julian Justus (Homberg/Ohm/Foto) hat das Finale mit dem Luftgewehr bei den Olympischen Spielen in London (Großbritannien) nur um einen Ring verpasst. Mit 595 Ringen belegte der 24-jährige Industriemechaniker am Ende den 12. Platz. Tino Mohaupt (Suhl), der zweite Teilnehmer des Deutschen Schützenbundes, wurde mit 592 Ringen 25. im Gesamtklassement.

Julian Justus lag bis zum drittletzten Schuss auf Finalkurs. 567 Ringe und Platz sieben waren bis dahin der Lohn für die gute Leistung des jungen Oberhessen. Doch im drittletzten Schuss erzielte er eine Neun, nun hätte er vielleicht in einem Stechen noch die Medaillenchance im Finale gehabt, doch auch diese Hoffnung platzte, als er im allerletzten Schuss eine weitere Neun schoss und damit die Endrunde verfehlte.

Nach 99 Ringen im Eröffnungsdurchgang, folgten zwei Serien zu 100 Ringen die Julian Justus unter die ersten Zehn der Rangliste brachten. 98 Ringe im vierten Durchgang ließen ihn zwar wieder etwas zurückfallen, doch eine weitere optimale 100er-Serie führten den Deutschen wieder in die Nähe des Finales, dass erst auf den letzten Metern in weite Ferne rückte.

„Ich habe natürlich gemerkt, dass ich auf einem 97er-Kurs lag und damit das Finale bei Olympischen Spielen für mich zum Greifen nah war“, so Julian Justus direkt nach seinem Wettkampf, „da wurde die Anspannung und auch die Nervosität größer. Schade, dass es nicht geklappt hat, denn nach etwas holprigem Beginn hatte ich wirklich sehr gute Phasen heute.“

„Der Schluss war bitter, aber Julian hat super abgeschnitten und sein bestes Ergebnis erzielt. Wir haben gezeigt, dass wir in unserer früheren Problemdisziplin Luftgewehr wieder auf Tuchfühlung mit der Weltspitze sind“, sagte DSB-Sportdirektor Heiner Gabelmann.

Für Tino Mohaupt, der mit 100, 99 und 98 Ringen startete, war die vierte Serie entscheidend, als er mit 96 Ringen nach Hause kam. Dieser Rückstand war in einem olympischen Klassefeld nicht mehr wettzumachen.

Alin George Moldoveanu (Rumänien) gewann mit 702,1 Ringen (Vorkampf 599/Finale 103,1) die Goldmedaille vor Niccolo Campriani (Italien), der mit 701,5 Zählern (Vorkampf 599/Finale 102,5) Zweiter wurde. Beide hatten im Vorkampf den Olympischen Rekord eingestellt. Die Bronzemedaille ging in diesem Wettbewerb an Gagan Narang (Indien) mit 701,1 Ringen (Vorkampf 598/Finale 103,1).

Nach dem ersten Tag im Skeetwettbewerb der Herren liegt Ralf Buchheim (Lebus) mit 68 Treffern auf Rang 25 im hinteren Mittelfeld. Morgen finden zwei weitere Durchgänge des Vorkampfs statt.

Alle Ergebnisse der olympischen Schießwettbewerbe finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe über diesen Link.