Bundesliga

Meister SV Querum mit erfolgreicher Titelverteidigung

Meister SV Querum mit erfolgreicher Titelverteidigung

16.02.2013 – Titelverteidiger SV Querum ist wiederum Deutscher Mannschaftsmeister der Bogenschützen. Die Schützlinge von Trainerin Petra Kastellan bezwangen im Finale um Gold Sherwood BSC Herne mit 6:1. Im kleinen Finale um Platz drei setzte sich der BSC BB-Berlin mit 6:0 gegen den SV Zierenberg durch.

Im Finale gegen die Schützen aus dem Ruhrgebiet ging der Meister des vergangenen Jahres nach der ersten Passe mit 58:57 in Führung, musste sich dann aber nach einer Sieben von Michael Frankenberg (Foto) im zweiten Durchgang mit einem 57:57-Remis begnügen.

Die rund 400 Zuschauer in der gut gefüllten Halle sahen ein spannendes Ringen um den Meisterspiegel des Deutschen Schützenbundes. Mit einer konstant starken Leistung erhöhten die Braunschweiger nach einem 58:56 in der dritten Serie auf 5:1.

Auch in der vierten Passe standen sich die beiden Kontrahenten in nichts nach. Wiederum entschied ein einziger Ring. Unter ohrenbetäubendem Jubel sicherte sich der SV Querum mit einem 57:56 endgültig die Titelverteidigung und darf den Spiegel zum zweiten Mal in seiner Geschichte ein weiteres Jahr im Vereinsheim aufbewahren.

Der Präsident des SV Querum Jürgen Wendt war nach der Begegnung ziemlich aufgeregt: „Das kostet Nerven, auch wenn man nur draußen steht. Ich bin jetzt einfach nur happy, dass unser Team den Titel verteidigt hat.“

Aber auch die unterlegene Mannschaft zeigte sich nicht traurig. Nationalmannschaftsschütze Rafael Poppenborg: „Wir hatten nie damit gerechnet, ins Goldfinale vorzustoßen. Jetzt sind wir alle doch über unse-ren Erfolg sehr glücklich.“

Zwei knappe Durchgänge von 57:56 und 54:53 verschafften dem BSC BB-Berlin im Kampf um den dritten Platz in der Anfangsphase der Partie einen soliden Vorsprung von 4:0 Satzpunkten. Die Überraschungsmannschaft aus Hessen, die sich bis dahin so gut präsentiert hatte, geriet somit schnell unter Druck.

Schon die dritte Passe brachte die Entscheidung. Abermals siegten die Schützinnen aus der Hauptstadt mit 57:56 und sicherten sich damit einen Platz auf dem Medaillenpodest. Nach Silber 2012 bringen die drei Nationalmannschaftsschützinnen Elena Richter, Lisa Unruh und Karina Winter nun Bronze in die Heimat zurück, während es für die wackeren Zierenberger nur zum undankbaren vierten Rang reicht.

Trotzdem war man bei den Hessen zufrieden. Der erfahrene Burkhard Gauding: „Wir sind überglücklich. Durch das Erreichen des Finales in Braunschweig hatten wir schon unser Soll erreicht, aber dann wollten wir uns nicht hängen lassen. Das war bisher unsere beste Saison.“

In den Halbfinals, die wegen der anfänglichen Zeitverzögerung parallel geschossen wurden, zeigte der SV Zierenberg gegen Titelverteidiger SV Querum wiederum eine starke Leistung und ging mit 3:1 nach zwei Passen in Führung. Nach 59:59 in der Auftaktpasse folgte ein optimaler Durchgang von 60 Ringen bei den Hessen, dem die Heimmannschaft mit 56 Zählern nichts Gleichwertiges entgegensetzen konnte.

Mit 58:55 ging auch die dritte Serie an den SV Zierenberg, bei dem Dominik Rennert auftrumpfte. Doch der SV Querum gab sich in eigener Halle zur Freude des Publikums nicht geschlagen. Das Team kämpfte sich in der vierten Serie mit 58:56 und einem Rückstand von 3:5 in den Wettkampf zurück. Mit 59:56 war der fünfte Durchgang eine klare Sache für die Niedersachsen.

Die andere Begegnung der Vorschlussrunde zwischen BSC BB-Berlin und Sherwood BSC Herne stand nach zwei Passen unentschieden 2:2. Einem klaren 57:53 für Herne folgte postwendend ein knappes 57:56 für den Vizemeister des vergangenen Jahres. Nach 58:58-Remis im dritten Durchgang ging Berlin mit einer makellosen 60er-Passe 5:3 in Führung, doch schon in der nächsten Serie machte Herne durch ein 58:57 diesen Vorsprung wieder wett.

In beiden Begegnungen musste also ein Stechen entscheiden. Titelverteidiger SV Querum und Sherwood BSC Herne ließen in diesem Shoot-off mit jeweils optimalen 30 Ringen ihren Kontrahenten aus Zierenberg und Berlin, die jeweils 28 Ringe erzielten, keine Chance und erreichten das Finale, während sich Berlin und Zierenberg um Rang drei zu streiten hatten.

Der Präsident des SV Querum Jürgen Wendt war nach der Begegnung ziemlich aufgeregt: „Das kostet Nerven, auch wenn man nur draußen steht. Ich bin jetzt einfach nur happy, dass unser Team wieder das Finale geschafft hat.“

Alle Ergebnisse vom Bundesligafinale in Braunschweig finden Sie über diesen Link.