Weltcup

Weltcup Mexiko: Reitz und Hochmuth mit TTT-Status

Weltcup Mexiko: Reitz und Hochmuth mit TTT-Status

04.03.2018 – Auch am zweiten Finaltag des ISSF Weltcups in Guadalajara/MEX lieferte die Pistolenfraktion die positiven Schlagzeilen aus deutscher Sicht: Sandra Reitz und Julia Hochmuth erreichten im Luftpistolen-Wettbewerb jeweils das Finale und belegten dort die Plätze sechs und sieben. Damit sicherten sie sich frühzeitig den Top Team Tokio-Status (TTT) für diese Disziplin, der sie an der internen Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 berechtigt.

Reitz begann das Finale stark (50,2), „patzte“ dann aber in der zweiten Fünferserie mit zwei Achter-Wertungen. Zwei weitere Achter im Ko-Verlauf verdarben ihr eine noch bessere Platzierung, dennoch war die Regensburgerin einverstanden mit ihrem Wettkampf. „Ich bin zufrieden, auch wenn es ein bisschen mehr hätte sein können. Aber für mein erstes Finale bei einem Weltcup war das gut.“ Die Chance auf eine noch bessere Platzierung vergab Hochmuth gleich zu Beginn, als sie im Finale eine schwache Auftaktserie (45,0) schoss. Die Ludwigsburgerin steigerte sich und kämpfte, zu mehr als Platz sieben reichte es jedoch nicht.  „Die Freude, dass sich beide den Top Team Tokio-Status gesichert haben, war sehr groß. Die Qualifikation war sehr anstrengend und hat viel Kraft gekostet, diese hat im Finale vielleicht gefehlt. Es überwiegt aber ganz eindeutig die Freude, dass wir zwei Mädels im Finale hatten“, bilanzierte Disziplintrainer Jan-Erik Aeply zufrieden.

Die Qualifikation hatten Hochmuth (573, Vierte) und Reitz (571, Sechste) souverän erreicht, „dabei kam ihnen ihre Routine zugute“, wie Aeply meinte. Michelle Skeries (552, 28.) hatte keine Finalteilnahmen-Chance, sammelte aber wichtige internationale Erfahrung.

Gewehrschützen verpassen das Finale

Nach den deutschen Frauen verpassten auch die deutschen Männer das Luftgewehr-Finale. Maximilian Wolf hatte eine schwache Serie (101,4), die ihm das Vordringen unter die besten acht Schützen verbaute – seine 621,4 Ringe reichten nur zu Platz 15. Andreas Geuther (25. Platz, 618,3) schoss gleich zwei niedrige Serien. Gewehr-Bundestrainer Claus-Dieter Roth hatte bereits vor Mexiko gesagt: „Dieser Weltcup liegt unmittelbar nach der Luftgewehr-EM. In Mexiko liegt  der Fokus klar auf den Kleinkaliber-Disziplinen.“

Trap-Frauen müssen sich steigern

Wenn sich Christiane Göhring und Bettina Valdorf im Trap-Wettbewerb der Frauen für das Finale qualifizieren wollen, müssen sich beide steigern. Nach den ersten drei 25-er Serien rangiert das DSB-Duo auf den Plätzen 18 (Göhring, 65) und 25 (62), wobei sich vor allem Göhring kontinuierlich (19, 22, 24) steigerte.

Am 5. März folgen die Entscheidungen in den Mixed-Wettbewerben der Druckluftwaffen sowie das Finale im Trap der Frauen.

 

Das deutsche Team in Mexiko

  • Pistole: Sandra Reitz, Michelle Skeries, Julia Hochmuth, Doreen Vennekamp, Michael Schwald, Philipp Grimm, Christian Reitz
  • Schnellfeuerpistole: Christian Reitz, Oliver Geis, Aaron Sauter, Christian Freckmann
  • Gewehr: Andreas Geuther, Maximilian Wolf, Jolyn Beer, Selina Gschwandtner, Beate Köstel, Eva Rösken
  • Trap: Philipp Hermes, Marco Kroß, Christiane Göhring, Bettina Valdorf
  • Skeet: Vincent Haaga, Felix Haase, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer

Trainer & Betreuer

Jan-Erik Aeply (Pistole)
Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole)
Claus-Dieter Roth (Gewehr)
Uwe Möller (Trap)
Axel Krämer (Skeet)
Eberhard Nixdorf (Leistungsdiagnostiker)
Felix Rinke (Physiotherapeut)