Weltcup

Weltcup Changwon: Die Ziele in Korea

Weltcup Changwon: Die Ziele in Korea

18.04.2018 – Zum Auftakt der Weltcup-Saison konnten die deutschen Kugel-Schützen im mexikanischen Guadalajara vier Medaillen (3x Silber, 1x Bronze) gewinnen. In Changwon/Korea (20. bis 30. April) folgt der zweite Weltcup, der die nächsten Glanzleistungen bringen soll.

Diese klare Vorgabe nennt zumindest Schnellfeuerpistolen-Bundestrainer Detlef Glenz: "Wir wollen, wie bisher auch, bei jedem Weltcup mit mindestens einem Sportler im Finale, d.h. unter den Top 6 vertreten sein und möglichst auch gewinnen oder auf dem Treppchen stehen." Erster Kandidat dafür ist sicherlich Top-Star und Olympiasieger Christian Reitz, der in Mexiko allein für drei der vier Medaillen gesorgt hatte. Aber auch "Oliver Geis hat erneut die Chance, sich ins TTT zu schießen", wie Glenz betont. Mit TTT meint der Bundestrainer das Top Team Tokio und damit die Qualifikation für die interne Ausscheidung der Olympia-Startplätze, für die sich neben Reitz auch schon Aaron Sauter einen Platz gesichert hat. Um den Status zu erlangen, ist mindestens Platz acht erforderlich.

Jan-Erik Aeply, Disziplintrainer Pistole, war nach dem Weltcup in Mexiko hoch zufrieden, schließlich glänzten vor allem die Pistolen-Schützinnen und -Schützen. Deswegen ist sein Wunsch für Korea plausibel: "Wir wollen den super Eindruck von Mexiko fortsetzen. Dabei geht es auch um Weltranglistenpunkte und Positionen. Derzeit sind drei Frauen in den Top Ten mit der Sportpistole und zwei Sportlerinnen unter den ersten elf mit der Luftpistole." In der Tat ist vor allem das "schwache" Geschlecht extrem gut positioniert, wie die Plätze fünf (Doreen Vennekamp), sechs (Monika Karsch) und acht (Michelle Skeries, alle Sportpistole) sowie zehn (Sandra Reitz) und elf (Julia Hochmuth, beide Luftpistole) belegen.

Während die Pistolen-Schützen stark aus der Winterpause kamen, hielten sich die Gewehrschützinnen und -schützen noch zurück, zumindest was das Edelmetall angeht. Der erfahrene Bundestrainer Claus-Dieter Roth möchte den Wettkampf in Korea vor allem dazu nutzen, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Schließlich findet vier Monate nach dem Weltcup die WM am gleichen Stand statt, und dann soll die Top-Leistung abgerufen werden.

Gleiches gilt natürlich auch für die Flintensportler, die es von allen DSB-Schützinnen und -Schützen in Mexiko am schwersten hatten. Aus deutscher Kälte und mit geringen Schusszahlen ging es in das heiße Mittelamerika, nun glauben die Bundestrainer Axel Krämer (Skeet) und Uwe Möller (Trap) besser vorbereitet zu sein: "Wir streben auf alle Fälle eine Verbesserung zu Mexiko an. Wir hatten bessere Trainingsbedingungen und hohe Schusszahlen. In Korea erhoffe ich mir um die 121 Treffer bei den Männern und um die 117 bei den Frauen", sagt Krämer. Und Möller meint: "In Changwon habe ich jetzt die erste Reihe am Start - es ist die WM-Mannschaft vom vergangenen Jahr. Es geht um gute Leistungen und um eine Standortbestimmung im internationalen Vergleich!"

 

Das deutsche Team in Changwon

  • Pistole: Josefin Eder (LP, SP), Monika Karsch (LP, SP, Mixed), Sandra Reitz, (LP, SP, Mixed), Michelle Skeries (LP, SP), Stefanie Thurmann (LP, SP), Michael Schwald (LP), Michael Heise (LP), Philipp Grimm, Christian Reitz (LP, Mixed)
  • Schnellfeuerpistole: Christian Reitz, Oliver Geis, Aaron Sauter, Christian Freckmann
  • Gewehr: Daniel Brodmeier (LG, KK), Maximilian Dallinger (LG, KK), Julian Justus (LG), Jolyn Beer (LG, KK), Selina Gschwandtner (LG, KK), Beate Köstel (KK), Eva Rösken (KK), Jana Erstfeld (LG), Julia Simon (LG)
  • Flinte Trap: Andreas Löw, Paul Pigorsch, Philipp Seidel, Katrin Quooß, Sonja Scheibl, Sarah Bindrich
    Flinte Skeet: Vincent Haaga, Felix Haase, Lucas Ehrlich, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer, Vanessa Hauff
     
  • Trainer & Betreuer
    Heiner Gabelmann (Delegationsleiter)
    Jan-Erik Aeply (Pistole)
    Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole)
    Claus-Dieter Roth (Gewehr)
    Achim Veelmann (Gewehr)
    Uwe Möller (Trap)
    Karsten Beth (Trap)
    Axel Krämer (Skeet)
    Jürgen Raabe (Skeet)
    Stefan Nolte (Teamarzt)
    Felix Rinke (Physiotherapeut)