Weltcup

Weltcup Changwon: Finalteilnahme verpasst

Weltcup Changwon: Finalteilnahme verpasst

24.04.2018 – Ohne eine weitere deutsche Finalteilnahme ging der dritte Wettkampftag beim Weltcup in Changwon/Korea zu Ende. Hoffnung auf das Finale können sich nach dem ersten Qualifikationstag der Schnellfeuerpistole Oliver Geis und Christian Reitz machen.

Flinte: Löw gut, aber nicht gut genug

Am Ende hatte Andreas Löw 117 von 125 Scheiben getroffen. Das war gut, aber nicht gut genug und reichte nur zu Platz 23. Denn der Trap-Wettkampf hatte hohes Niveau, der letzte Finalplatz ging mit 121 Scheiben weg. Bei zum Teil widrigen Bedingungen, in Changwon regnete es bei kühlen Temperaturen (Löw: "Am ersten Tag hat es Hunde und Katzen geregnet!", zeigte Löw eine konstante Leistung (23, 25, 22, 24, 23), die jedoch nicht mit dem Finale oder dem Top Team Tokio-Status belohnt wurden.

Löw meinte: "Ich dachte nicht, dass so hoch geschossen wird. Mit 121 der Finaleingang ist schon echt eine Schippe. Leider hat es bei mir nicht gereicht! Mit meiner 117 bin ich noch etwas weg vom Einzug ins Finale, eine 119 hätte zumindest schon mal für die EM-Qualifikation gereicht. Meinte Teamkameradin Katrin Quooß hat es besser erwischt und sich mit ihrem 8. Platz schon mal qualifiziert. Das wollen wir beide morgen noch einmal zusammen versuchen und im Mixed-Event unser Glück probieren."

Die beiden anderen deutschen Starter, Paul Pigorsch und Philipp Seidel, steigerten sich nach einem schwachen ersten Durchgang (19 bzw. 18 Scheiben) kontinuierlich und belegten am Ende mit 112 bzw. 110 getroffenen Scheiben die Plätze 50 und 61.

Pistole: Geis mit starkem ersten Tag

Am ersten Qualifikationstag der Schnellfeuerpistole zeigte Oliver Geis sein großes Potenzial. 293 Ringe erzielte der Vize-Weltmeister von 2014 und darf - bei einer Bestätigung dieser Leistung - sich Hoffnungen auf den Finaleinzug und den Status Top Team Tokio machen. Ebenfalls noch Aussichten auf das Finale hat Olympiasieger Christian Reitz als 13. mit 289 Ringen. Aaron Sauter verbaute sich eine noch bessere Platzierung (21. Platz mit 287 Ringen) mit einer 91 in der 4-Sekunden-Serie. Christian Freckmann trat die Reise nach Changwon krankheitsbedingt nicht an. Bundestrainer Detlef Glenz meinte: "Kurz gesagt: Mit dem Wetter wurden auch die Ergebnisse besser. Christian und Aaron schossen früh bei Dauerregen und 10-12°C, Olli fand bessere Bedingungen vor und hat sie voll genutzt. Ich hatte ihm zuvor gesagt: Die Besten schießen zum Schluss! Und so war es dann auch!"

Vor der Qualifikation mit der Schnellfeuerpistole hatte Christian Reitz bereits mit der Luftpistole sein Können gezeigt und im MQS 584 Ringe erzielt. Das hätte zur Finalteilnahme gereicht. Michael Heise (41. Platz, 574 Ringe), Philipp Grimm (46. Platz, 574 Ringe) und Michael Schwald (64. Platz, 568 Ringe) waren dagegen weit von einem Ergebnis entfernt, das zur Finalteilnahme (581 Ringe) berechtigt hätte. Diziplintrainer Jan-Erik Aeply sagte: "Christian hat sich hervorragend präsentiert. Er schießt noch Schnellfeuer und Mixed mit seiner Frau, deswegen war es richtig und sinnvoll, dass er den Stand kennengelernt hat. Bei den anderen Drei hatte ich gehofft, dass einer über 580 schießt, aber auch die Trainingsleistungen hatten dies nicht angedeutet. Wir haben noch ein halbes Jahr Zeit, um in diesen Bereich hineinzukommen. Denn wir wollen konkurrenzfähig bleiben!"

  

Das deutsche Team in Changwon

  • Pistole: Josefin Eder (LP, SP), Monika Karsch (LP, SP, Mixed), Sandra Reitz, (LP, SP, Mixed), Michelle Skeries (LP, SP), Stefanie Thurmann (LP, SP), Michael Schwald (LP), Michael Heise (LP), Philipp Grimm, Christian Reitz (LP, Mixed)
  • Schnellfeuerpistole: Christian Reitz, Oliver Geis, Aaron Sauter, Christian Freckmann
  • Gewehr: Daniel Brodmeier (LG, KK), Maximilian Dallinger (LG, KK), Julian Justus (LG), Jolyn Beer (LG, KK), Selina Gschwandtner (LG, KK), Beate Köstel (KK), Eva Rösken (KK), Jana Erstfeld (LG), Julia Simon (LG)
  • Flinte Trap: Andreas Löw, Paul Pigorsch, Philipp Seidel, Katrin Quooß, Sonja Scheibl, Sarah Bindrich
    Flinte Skeet: Vincent Haaga, Felix Haase, Lucas Ehrlich, Katrin Wieslhuber, Nele Wißmer, Vanessa Hauff
     
  • Trainer & Betreuer
    Heiner Gabelmann (Delegationsleiter)
    Jan-Erik Aeply (Pistole)
    Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole)
    Claus-Dieter Roth (Gewehr)
    Achim Veelmann (Gewehr)
    Uwe Möller (Trap)
    Karsten Beth (Trap)
    Axel Krämer (Skeet)
    Jürgen Raabe (Skeet)
    Stefan Nolte (Teamarzt)
    Felix Rinke (Physiotherapeut)