Weltcup

Weltcup Siggiewi: Chancenlos bei abartigen Bedingungen

Weltcup Siggiewi: Chancenlos bei abartigen Bedingungen

14.06.2018 – Das hatten sich Paul Pigorsch und auch die drei Junioren ganz anders vorgestellt: Beim Flinten-Weltcup in Siggiewi/Malta wurden die Hoffnungen der Trap-Männer auf gute Ergebnisse vom Sturm verweht, irreguläre Bedingungen sorgten für kuriose Szenen. Auch im Mixed-Wettbewerb blieb das DSB-Duo chancenlos.

  

Chaos im Männer-Wettbewerb

So musste die Qualifikation um anderthalb Stunden unterbrochen werden, weil die Sicherheitsnetze wegen des Sturms eingefahren wurden. Dadurch musste die dahinter liegende Straße von der Polizei vollgesperrt werden, um keine Risiken einzugehen. Für die Sportler kam hinzu, dass sich die Sicht total veränderte, "Paul Pigorsch hat es in seiner letzten Runde voll erwischt. Dort, wo es vorher grün war, war nun der helle Himmel zu sehen und er fing mit einem Dreifachfehler an", so Trainer Karsten Bindrich. Pigorsch wurde mit 109 Treffern 48., der Sieg ging letztlich an den Briten Aaron Heading.

Bindrich sprach von abartigen Bedingungen, die eigentlich zum Abbruch hätten führen müssen, "es hat alles auf dem Kopf gestanden, der Sturm traf uns noch härter als die Skeeter in den Tagen zuvor, das habe ich so noch nicht erlebt. Doch die Jury hat trotz diverser Proteste entschieden durchzuschießen!"

Und so wird der Wettkampf auf Malta vor allem den Junioren Jeremy Schulz (86., 100 Treffer), Johannes Kulzer (91., 100 Treffer) und Jonas Bindrich (MQS, 87 Treffer) nachhaltig in Erinnerung bleiben. Das Trio, bereits für die EM in Österreich qualifiziert, durfte als Bonus erstmals bei einem Weltcup bei den Großen "schnuppern" und dürfte diesen so schnell nicht vergessen. "Sie haben Kampfgeist gezeigt und das Beste daraus gemacht. Aber es waren einfach nicht faire Bedingungen", so Bindrich.

Im Mixed sind die Hoffnungen schnell begraben

Bereits nach der ersten von drei Runden von Paul Pigorsch im Mixed-Wettbewerb mit Katrin Quooß war klar, dass das DSB-Duo chancenlos auf eine vordere Platzierung ist. Nur 18 Scheiben platzten beim Anschlag von Pigorsch, da halfen auch die guten 23 Treffer von Quooß nichts. Am Ende hatte das Duo 126 (Quooß 66, Pigorsch 60) von 150 Scheiben getroffen und verfehlte das Finale der besten sechs Teams um vier Treffer.

   

Das deutsche Team

  • Skeet: Vincent Haaga, Felix Haase, Tilo Fritze, Katrin Wieslhuber, Nele Wissmer, Valentina Umhöfer
  • Trap: Katrin Quooß, Sonja Scheibl, Paul Pigorsch, Johannes Kulzer, Jeremy Schulz, Jonas Bindrich (MQS)
  • Trainer: Axel Krämer (Skeet), Karsten Bindrich (Trap)