Bundesliga

Bundesliga Luftgewehr: Von A wie Abstiegssorgen bis Z wie Zitterpartien

Bundesliga Luftgewehr: Von A wie Abstiegssorgen bis Z wie Zitterpartien

29.11.2018 – Mit flinkem Schritte geht es am Samstag und Sonntag (1./2. Dezember) in Richtung Bundesliga-Finale in Paderborn (2./3. Februar), denn bereits das vorletzte Wochenende in der Bundesliga Luftgewehr steht an. Auf Finalanwärter Mengshausen und Königsbach warten starke Teams, die den Traum vom Finale noch gefährden könnten, und für Buch schlägt gegen Kempten die Stunde der Wahrheit im Abstiegskampf.

Bundesliga Nord: Behält Mengshausen das Finalticket?

Wenn Platz zwei, drei und vier der Liga an einem Wochenende gegeneinander antreten, dann ist Spannung pur vorprogrammiert. Denn auf die SG Mengshausen (10:4-Punkte, Platz 3) wartet vor heimischen Publikum sowohl der starke BSV Buer-Bülse (10:4-Punkte, Platz 2), rund um 400er-Schütze István Péni, als auch die Tiger aus Kevelaer (10:4-Punkte, Platz 4), die zuletzt mit Spitzenergebnissen auftrumpften. „Als Underdog lässt es sich bekanntlich leichter auftreten und so erhoffen wir uns doch den ein oder anderen Überraschungserfolg“, schätzt Manuela Schmermund, 1. Vorsitzende der SG Mengshausen, deren Chancen ein. Währenddessen setzt Schützin Jaqueline Orth auf die Unterstützung vor Ort: „Die Saison hat gezeigt, dass unsere kommenden Gegner sehr stark sind und gerade Kevelaer sehr gute Unterstützung aus dem Nachwuchsbereich bekommen hat. Aber wir sind bekannt für unsere Fans und deren Unterstützung und auf die hoffen wir natürlich insbesondere bei unserem Heimwettkampf.“ Und eins ist für die Schützin klar: „Es werden keine Punkte verschenkt.“
Punkte verschenken wird auch der SV Wissen (02:12 Punkte) nicht, der sich mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten SV Olympia Börm/Dörpstedt (00:14 Punkte) ein Stück weiter von den Abstiegssorgen befreien könnte. Für den Deutschen Meister Freiheit (08:06 Punkte) hingegen wird es gegen den bisher ungeschlagenen ST Hubertus Elsen und den SV Gölzau die voraussichtlich letzte Chance sein, noch auf den Finalzug aufzuspringen.

Bundesliga Süd: Hartes Wochenende für Königsbach

Alles offen ist weiterhin im Süden. Immer noch haben neun Mannschaften die Chance auf ein Finalticket, auch wenn es für den Bund München (6:8-Punkte) und Dynamit Fürth (6:8-Punkte) bereits schwer werden wird. Die KKS Königsbach liegt noch auf einem dieser begehrten Plätze (10:4-Punkte), doch das könnte sich an diesem Wochenende schnell ändern, denn mit Prittlbach (Ringschnitt: 394,6) und Saltendorf (Ringschnitt: 393,4) warten zwei der stärksten Mannschaften der gesamten Liga auf die Königsbacher. Ähnlich sieht es Jens Müller, Trainer der Königsbacher, der aber auch Selbstbewusstsein ausstrahlt: „Wir haben hier wohl die stärksten Mannschaften der Südliga vor der Brust, aber niemand ist unschlagbar. Natürlich gibt es eine Chance für uns gegen Saltendorf und Prittlbach. Wir haben allen Grund, selbstbewusst in diese Matches zu gehen, denn unter Zugzwang stehen unsere Gegner. Unser Saisonziel war ein Mittelfeldplatz.  Wir haben jetzt eine komfortable Tabellensituation und mit etwas Glück und Mut ist hier auch mehr drin - also keine schlechte Ausgangsposition für uns.“
Für Prittlbach (8:6-Punkte) hingegen ist ein Sieg gegen Königsbach und den Tabellenzweiten Petersaurach (10:4-Punkte) ein Muss, wenn es den Anschluss an die Spitzengruppe schaffen will. 
Für den punktlosen SV Buch ist derweil das Finale in weiter Ferne, vielmehr geht es für den Klub um den Klassenerhalt. Ein Sieg gegen die FSG Kempten (4:10-Punkte) könnte der letzte rettende Anker für Buch sein, vorausgesetzt ein weiterer Sieg folgt und Kempten bleibt in den letzten Matches punktlos. „Die Mannschaft wird in den letzten beiden Wettkamp-Wochenenden alles geben, um das Ruder doch noch herumzureißen zu können. Der Wettkampf gegen Kempten ist wie ein Sechs-Punkte-Spiel im Fußball“, so Mannschaftsführer Köppel, der sich dennoch optimistisch zeigt: „Nach den letzten Wettkämpfen ist Kempten klarer Favorit gegen uns. Wir können aber zum ersten Mal in der Saison sehr wahrscheinlich auf alle Schützen im Kader zurückgreifen.“