Europameisterschaften

Para Druckluft-EM in Belgrad: Gold und Silber für deutsches Team

Para Druckluft-EM in Belgrad: Gold und Silber für deutsches Team

06.12.2018 – Fünf Finalteilnahmen und als Krönung Team-Gold für Natascha Hiltrop, Elke Seeliger und Bernhard Fendt sowie Einzel-Silber für Hiltrop im Liegendschießen. Die Bilanz der deutschen Mannschaft bei der Para Druckluft-EM in Belgrad kann sich sehen lassen.

So sah es auch Cheftrainer Rudi Krenn: „Das war wieder eine beeindruckende Darbietung von Natascha Hiltrop. Sie hat ihre Stellung unter den ganz großen im Para-Sportschießen hier bei der EM in Belgrad erneut untermauert. Auch Elke Seeliger konnte mit einer starken Leistung im Qualifikationswettkampf Luftgewehr liegend überzeugen. Wir sind mit der Erfolgsbilanz von je einmal Gold und Silber sowie insgesamt fünf Finalplatzierungen überaus zufrieden“.

Starkes Trio im Liegendanschlag

Seeliger und Hiltrop standen jeweils im Finale im Liegend- und Stehendschießen, Fendt verpasste das Liegend-Finale der besten acht Schützen um 1,2 Ringe – und das mit einem Ergebnis von 629,4 Ringen. Noch besser waren die beiden Frauen, die sich als Zweite (Hiltrop) bzw. Dritte (Seeliger) souverän durchsetzten. Seeliger schoss mit 634,1 Ringen eine persönliche Bestleistung und meinte: „Ich habe heute in der Qualifikation meine persönliche Bestleistung überhaupt in dieser Disziplin geschossen. Ein überwältigendes Gefühl. Da es das erste Finale in dieser Disziplin war, bin ich dennoch mit Rang sechs nicht unzufrieden. Aber es geht noch mehr“. So, wie bei Hiltrop, die dennoch nicht zu 100 Prozent mit ihrer Leistung einverstanden war: „Wie in der Qualifikation habe ich auch im Finale am Anfang etwas geschwächelt. Glücklicherweise bin ich nach hinten hin stärker geworden und konnte mich mit hohen Zehnern immer wieder vor dem Finalaustritt retten. Schade, dass ich meinen Titel von der letzten EM nicht verteidigen konnte, aber mit Silber kann ich durchaus zufrieden sein.“ In Addition der drei Qualifikationsergebnisse gab es zudem Gold mit dem komfortablen Vorsprung von 7,2 Ringen vor der Ukraine.

Drei Finalteilnahmen im Stehend-Anschlag

Im Stehend-Finale mussten sich die beiden Frauen mit den Plätzen vier und fünf zufrieden geben, wobei Hiltrop eine bessere Platzierung in der zweiten Serie mit vier Neuner-Wertungen in Folge vergab. „Im Finale hatte ich einen guten Start, jedoch ist mein Anschlag nach der ersten 5-er Serie wie im Vorkampf etwas schwammig geworden. Zum Schluss hin wurde es aber zum Glück wieder besser. Meine Leistung ist noch ausbaufähig, aber ein vierter Platz ist auch in Ordnung“, meinte sie.

Norbert Gau belegte im Stehend-Anschlag bei den Männern Platz sieben, weil er sich mit der ersten Finalserie alles verbaute: „In der ersten Serie (47,6 Ringe, Anm. d. Red.) habe ich alle guten Vorsätze vergessen, da hat auch nicht mehr die sehr gute zweite Fünf-Schuss-Serie (52,6 Ringe, Anm. d. Red.) geholfen. Einfach zu spät aufgewacht“.