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DSB: Drei Fragen an die Bundestrainer

DSB: Drei Fragen an die Bundestrainer

12.12.2018 – Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen, Zeit um Bilanz zu ziehen und einen kleinen Ausblick zu wagen. „Drei Fragen an die Bundestrainer“ haben wir Barbara Georgi (Pistole), Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole), Uwe Möller (Trap), Axel Krämer (Skeet), Oliver Haidn (Bogen) und Claus-Dieter Roth (Gewehr) gestellt, die für den Erwachsenenbereich geantwortet haben. Die Antworten für den Nachwuchsbereich folgen später.

Wie fällt die Bilanz 2018 aus?
Uwe Möller (Trap): „Die Bilanz fällt durchwachsen aus. Wir waren oft nur eine Scheibe vom Finaleingang entfernt, das betrifft die Damen, aber auch die Herren. Die Zielstellung Quotenplatzgewinn konnten wir in diesem Jahr (noch)nicht realisieren.“
Oliver Haidn (Bogen): „Die Erfolge in 2018 entsprachen insgesamt den Erwartungen, wenngleich bei der EM in Polen deutlich mehr hätte rauskommen müssen. Wir nehmen dies aber auch als Anlass, um individuell noch besser zu trainieren und Prozesse zu optimieren. Sehr erfreulich ist die gelungene Einbindung von Marc Dellenbach in unser Trainerteam, wie dies auch die Erfolge im Nachwuchsbereich unterstreichen.“
Claus-Dieter Roth (Gewehr): „Wir haben eine olympische Einzelmedaille und einen Quotenplatz bei der WM geholt, vor vier Jahren sah es besser aus mit mehr Medaillen und drei Quotenplätzen. Gut war die mannschaftliche Geschlossenheit mit drei Mannschaftsmedaillen, dazu noch der Großkaliberbereich. Es war klasse, was die Mädels geschossen haben. Die Frauen sind besser in der Weltspitze etabliert.“
Axel Krämer (Skeet): „Mit vier Top Team Tokio-Kadern, einen Olympiakader, einer EM-Einzelmedaille, drei EM-Teammedaillen und insgesamt fünf Finalteilnahmen bei WM und EM haben wir eine solide Basis für den Start in die Quotenplatzsaison gelegt.“
Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole): „Es war ein tolles Jahr mit einer sehr guten Entwicklung des gesamten Schnellfeuerpistolen-Kaders. Leider gab es keine Einzelmedaille bei der WM in Korea.“
Barbara Georgi (Pistole): „In der Weltspitze mischen die Damen mit der Sportpistole, Familie Reitz im  Mixwettbewerb und Christian Reitz mit der Luftpiste mit. Die Frauen haben die Umstellung auf 60 Schuss gut gemeistert, aber im Laufe der Saison nicht zulegen können. Die Luftpistolenspezialisten (Herren) haben noch viel Luft nach oben.“

Was war das/die Higlight(s)?
Uwe Möller (Trap): „Die Highlights in diesem Jahr waren der 2. Platz von Katrin Quooß zum Weltcup in Siggiewi bei den Damen und die Teammedaille zur EM in Leobersdorf mit Silber bei den Damen.“
Oliver Haidn (Bogen): „Es gab einige wirklich tolle Ergebnisse und Platzierungen: Bereits bei den Hallen-Weltcups und der Hallen-WM waren die deutschen Damen das Maß aller Dinge. Lisa Unruh hat den Weltrekord auf 18m eingestellt und das Weltcupfinale gewonnen. Anschließend wurde Elena Richter Hallenweltmeisterin und zusammen mit Michelle Kroppen holten sich die drei Damen auch den Hallenweltmeistertitel im Team. Bei den Weltcups im Freien konnten wir jeweils mindestens eine Medaille holen, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Besonders schön war das natürlich in Berlin. An dieser Stelle ein Dankeschön an unseren Verband für die Top-Organisation und die vielen freiwilligen Helfer und Fans, die in Berlin vor Ort waren und uns unterstützt haben.“
Claus-Dieter Roth (Gewehr): „Isabella Straub war das Highlight, sie hat mich positiv überrascht. Sie war immer ganz nah dran, jetzt hat sie es gepackt.“
Axel Krämer (Skeet): „Mit Vanessa Hauff (120) und Sven Korte (124) gehen zwei Sportler mit dem besten Qualifikationsergebnis bei Weltcup bzw. EM in das Finale. Dort haben beide leider nach tollem Kampf nur Platz sechs belegt. Prima ist, dass die IDA, die Datenerfassung des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft, nun auch in den Flintendisziplinen funktioniert.“
Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole): „Jeweils zwei Weltcupmedaillen (Silber und Bronze) von Christian Reitz und Oliver Geis sowie die 591 Ringe, was persönliche Bestleistung bedeutete, für Geis bei der WM in Korea.“
Barbara Georgi (Pistole): „Das Sportpistolenfinale bei den Weltmeisterschaften mit zwei deutschen Sportlerinnen. Bronzemedaille mit Quotenplatz für Doreen Vennekamp und Platz fünf für Monika Karsch waren die erfreuliche Ausbeute.“

Was sind 2019 die Ziele?
Uwe Möller (Trap): „Die Ziele für 2019 sind im Erwachsenenbereich mit dem Erringen von Quotenplätzen zu den Weltcups, Europaspielen in Minsk/BLR und zur EM in Lonato/ITA klar definiert. Außerdem wollen wir bei den Weltmeisterschaften, die von der ISSF nach Lonato/ITA vergeben worden sind, Platzierungen unter den besten Zehn erreichen.“
Oliver Haidn (Bogen): „Die Schießtechnik muss bei allen Athleten weiter optimiert und stabilisiert sowie deren Athletik mitunter noch verbessert werden. Zudem sollten psychologische Konzepte nun greifen. Hier erfolgt nur mehr Feinschliff. Alle Blicke und alles Tun sind natürlich auf die Weltmeisterschaften in Hertogenbosch ausgerichtet. Hier wollen wir uns bereits einige Quotenplätze für Tokio 2020 sichern. Alles andere ist sportlich gesehen in 2019 sekundär.“
Claus-Dieter Roth (Gewehr): „Quotenplätze!“
Axel Krämer (Skeet): „Wir haben vier Weltcups, eine EM, die European Games und eine WM. Wir wollen den Quotenplatz gewinnen.“
Detlef Glenz (Schnellfeuerpistole): „Die Ziele bleiben die gleichen wie bisher auch: bei allen Wettkämpfen wollen wir mindestens einen Sportler im Finale und dann auch noch auf dem Treppchen stehen haben.“
Barbara Georgi (Pistole): „Mit Spaß und Selbstbewusstsein so viel Finals wie möglich erreichen und die persönlichen Zielstellung erfüllen.“