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DSB-Gesamtvorstand: Wichtige Themen intensiv behandelt

DSB-Gesamtvorstand: Wichtige Themen intensiv behandelt

20.03.2019 – Die turnusmäßige Gesamtvorstandssitzung im März eines jeden Jahres fand auch dieses Mal wieder in Wiesbaden am Sitz der Bundesgeschäftsstelle statt. DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels führte durch die intensive und sehr konstruktive Sitzung, die u.a. die Themen Bundesleistungszentrum, EU-Feuerwaffenrichtlinie und Satzungsänderungen, die sich aus der Leistungssportreform ergeben, beinhaltete. Er schloss die Sitzung mit den Worten: „Ich bin froh, dass wir mit der heutigen Sitzung wichtige Weichenstellungen in Vorbereitung auf die Delegiertenversammlung in Wernigerode vornehmen konnten und freue mich auf unser Wiedersehen beim Deutschen Schützentag in wenigen Wochen, meinem ersten Schützentag als DSB-Präsident.“

Präsident: Drei Themen bewegen den Verband

Der Präsident behandelte in seinem Bericht drei der vordergründigsten und wichtigsten Themen: Den Bau des Bundesleistungszentrums an der Bundesgeschäftsstelle, die Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie sowie die Agenda 2025.
Von Schönfels sagte, dass es durch die schwierige Lage auf dem Bausektor sowie die Verpflichtung, die Gewerke öffentlich auszuschreiben, zu Zeitverzug gekommen sei. „Das ist zwar bedauerlich, wichtiger ist aber, dass wir in dem finanziellen Rahmen bleiben, den wir uns gesteckt haben.“ Im Anschluss an die Sitzung wurden die interessierten Delegierten durch den Bau geführt, zu dem Gerd Hamm, Vizepräsident Finanzen, sagte: „Es entsteht ein hochmodernes Leistungszentrum – wir können uns darauf freuen!“
Im zweiten Hauptteil seines Berichtes skizzierte von Schönfels zunächst den zeitlichen Ablauf bei der Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie, bei der das Bundesministerium des Inneren (BMI) dem DSB am Ende ganze drei Wochen zur Stellungnahme ermöglichte. Anschließend machte er deutlich, dass das Ziel der Novellierung der EU-Feuerwaffenrichtlinie und der Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht die Bekämpfung des Terrors und des illegalen Waffenhandels war. Die vorgelegten Änderungen am Waffenrecht könnten dieses Ziel jedoch nicht erreichen; sie wären vielmehr eine weitere Beschränkung für den legalen Waffenbesitzer, also Sportschützen, Jäger und Sammler. Explizit ging von Schönfels auf vier Themenschwerpunkte ein: " Es geht um die angedachte Verschärfung des Bedürfnisses, die wir entschieden ablehnen. Zudem um die Anmeldepflicht für Vorderlader, die völlig abwegig ist. Drittens, die "Wiederbelebung" des anerkannten Schießstandsachverständigen, die den Interessen unserer Schießsportvereine deutlich entgegen käme, sowie viertens, die Neuregelung der Magazine, die wir nachdrücklich kritisiert haben." Zusammenfassend sagte er: „Der DSB folgt nur einem Interesse: Unseren Mitgliedern in den Vereinen die weitere Ausübung ihres Sports ohne viel Bürokratie und dabei kostengünstig zu ermöglichen!“ (Link zur DSB-Stellungnahme)
Abschließend ging von Schönfels auf die Agenda 2025 ein, bei der die erste Etappe erfolgreich bewältigt wurde. Der eingesetzten Strukturkommission mit externen Beratern und Experten unter Führung von Florian Scheibe, Direktor der Führungsakademie, und Prof. Markus Stumpf, DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung/Ethik, bescheinigte der DSB-Präsident hervorragende Arbeit, „die nun vom Präsidium gesichtet wird, um anschließend die Landesverbände in die Diskussion einzubeziehen.“

Sport: Quotenplätze sind das große Ziel

Den Sport beleuchteten DSB-Vizepräsident Sport Gerhard Furnier sowie Sportdirektor Heiner Gabelmann. Gabelmann fasste zunächst nochmals das Jahr 2018 zusammen: „Wir zählen weiterhin zur Weltspitze. 14 Weltcup-Einzelmedaillen im Schießsport sowie bei jedem der vier Bogen-Weltcups eine Medaille verdeutlichen dies.“ 2019 soll sich diese Qualität in Quotenplätzen für Tokio 2020 niederschlagen. Dazu werden alle Quotenplatz relevanten Weltcups und Europameisterschaften beschickt.
Um den steigenden Anforderungen im Zuge der Leistungssportreform gerecht zu werden, stockt der DSB das Leistungssport-Personal auf: „Drei neue Bundesstützpunkttrainer sind aktuell ausgeschrieben, zwei Bundesstützpunktleiter werden demnächst folgen“, so Gabelmann. Diese werden seitens des BMI bzw. der Länder voll finanziert.

Öffentlichkeitsarbeit: Service für die Mitglieder

Service für die Mitglieder! Dieser Aspekt stand vor allem im Fokus des Berichts von Pressereferent Thilo von Hagen, der den krankheitsbedingt fehlenden Wolfgang Kink, Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit, vertrat. Er stellte das TV- und Streamingangebot für die kommenden Top-Events vor und appellierte an die Landesverbände, den Partnerkanal www.Sportdeutschland.TV mehr zu bewerben. „Die Druckluft-EM in Osijek am 23./24. März wird live und kostenfrei gestreamt. Es wäre auch für die Außenwirkung wichtig, dass viele Mitglieder und Schießsport-Interessierte einschalten“, so von Hagen. Im Anschluss stellte er das angedachte Seminarangebot für den Herbst vor, das u.a. das Thema „Social Media“ behandelt sowie erneut einen Seminarblock im Rahmen der DM in München vorsieht. Abschließend ging er auf den Relaunch der DSB-Homepage ein, der während des Deutschen Schützentages erfolgen soll.

Deutscher Schützentag: Korzenek informiert über Wernigerode

Damit leitete er über in den Bericht von Eduard Korzenek, Präsident des Landesschützenverbandes Sachsen-Anhalt und damit Gastgeber des Deutschen Schützentages in Wernigerode (25. bis 28. April). Dieser teilte den Delegierten die aktuellen Informationen mit: Empfänge von Ministerpräsident Reiner Haseloff sowie von Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert, Bundeskönigsschießen, Großer Zapfenstreich auf dem Marktplatz, Delegiertenversammlung, Schützenumzug, Bundesschützenball sowie eine Überraschung.

Bildung: Digitalisierung schreitet voran

Bildungsreferent Stefan Hoffmann stellte in Abwesenheit der verhinderten Vizepräsidentin Bildung, Susanne Mittag, das digitale Trainerportal vor, welches der DSB gemeinsam mit den Verbänden Basketball, Golf und Hockey vorantreibt. Das Portal soll allen lizenzierten Trainern zur Verfügung stehen inklusive App, „damit die Trainer auch am Schießstand darauf zugreifen können“, so Hoffmann.

Jugend: Dreifaches Jubiläum in diesem Jahr

Stefan Rinke, Vizepräsident Jugend, bestätigte den Weg der Deutschen Schützenjugend beim Lichtschießen. Neben der schießsportlichen Leistung werden auch weiter koordinative, kognitive und athletische Dinge von den jüngsten Schützen im DSB in das Ergebnis einfließen, was auch Gerhard Furnier so sieht: „Das Wichtigste ist, dass die Kinder auch Freude daran haben!“ Die wird die DSJ in diesem Jahr zu genüge haben, schließlich gibt es drei Silber-Jubiläen zu feiern: Maskottchen Shooty wird 25, der Junioren-Weltcup in Suhl findet ebenso zum 25. Mal statt wie der Shooty-Cup bei der DM in München.