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DSB-Themenwoche: Wobei Sport im beruflichen Alltag hilft

18.11.2020 08:38

Beinahe jeder zwei Deutsche würde sich heute als Sportmuffel bezeichnen, denn viel lieber verbringen die Menschen inzwischen Zeit mit ihrem Smartphone oder schauen anderen Leuten im TV beim Sport zu. Zwei von drei Befragten kommen nicht mal auf eine Stunde Alltagsbewegung pro Tag. Dabei könnte Sport so gut tun!

Bild: DSB / Aktive Entspannung wirkt sich in jedem Alter positiv auf die Gesundheit aus.
Bild: DSB / Aktive Entspannung wirkt sich in jedem Alter positiv auf die Gesundheit aus.

Denn Bewegung ist die beste Vorsorge für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder Rückenschmerzen. Schon dreimal zehn Minuten Laufen am Tag können das Herzinfarkt- und Krebsrisiko um 30 Prozent senken. In einer Welt, in der immer mehr erwartet wird, man immer mehr leisten muss, sind Menschen auch schneller gestresst. Sport baut Stress ab und minimiert damit das Risiko eines Burnouts. Sport bietet also den idealen Ausklang eines stressigen Arbeitstages. Wer abends noch eine Runde auf dem Bogenplatz dreht, kann hier seine Gedanken sortieren, frische Luft tanken, sich die Beine vertreten und überschüssige Energie loswerden. Und ganz nebenbei stärkt das Training das Immunsystem. Sport hat bei der ganzen Sache aber nicht nur eine entspannende Wirkung, sondern hebt auch allgemein die positive Stimmung. So gibt es inzwischen viele Bewegungsprogramme, die auch bei Depressionen helfen.

Sport spielt übrigens bei den Jüngeren eine größere Rolle als bei den Älteren: Zwischen 18 und 39 Jahren sind es 60 Prozent, die ihre Stressenergie in Bewegung umsetzen, zwischen 40 und 59 Jahren neigt nur noch jeder Zweite dazu, und jenseits der 60 sind es lediglich vier von zehn. Unterm Strich ist das jedoch zu wenig aktive Entspannung in allen Altersgruppen – gerade vor dem Hintergrund, dass ein Großteil der Erwerbstätigen im Sitzen tätig ist (40 Prozent). Wer sitzend arbeitet und dann auch noch sitzend entspannt, für den wird es schwierig, das von der Weltge­sundheitsorganisation empfohlene Mindestpensum von 150 Minuten moderater Bewegung in der Woche zu erreichen. Dabei wären diese Minuten so wichtig, denn 22 Minuten täglich genügen, um das Risiko eines vorzeitigen Todes um zehn Prozent zu reduzieren. Genutzt werden kann dabei z.B. der Arbeitsweg. Warum nicht einfach mal mit dem Rad zur Arbeit fahren? Oder statt mit dem Bus zum Bahnhof zu fahren, einfach die Chance nutzen, sich die Beine zu vertreten. Auch ein Spaziergang in der Mittagspause kann das Bewegungs-Soll schon erfüllen. Und wer abends sich noch am Schießstand tummelt, der kann ganz einfach noch ein kleines Workout ans Schießtraining dranhängen. Auf die zehn Minuten kommt es zwar zeitlich nicht an, aber der Körper wird es danken. Und sich Zeit für sich selbst zu nehmen, sollte niemals verschwendete Zeit sein.

Zudem: Wer wünscht sich nicht, von morgens bis abends durchpowern zu können? Sport könnte da ein guter Anfang sein, denn wer Sport treibt, der fühlt sich auch belastbarer und hat den Eindruck, dass er leistungsfähiger ist. Das hilft wiederum im Hinblick auf das Schießtraining, denn eine bessere Konzentrationsfähigkeit hilft auch im Schießsport vorwärts zu kommen. Und auch im Job wirkt sich das positiv aus, denn nicht umsonst nehmen sich Top-Manager trotz des streng getakteten Tages Zeit für Sport. Wer regelmäßig trainiert, entwickelt dabei genau die Eigenschaften, die auch im Job wichtig sind: Disziplin, Ehrgeiz, Umgang mit Erwartungen und Druck sowie ein gutes Selbstwertgefühl.

Wer sich nur schwer zum Sport überwinden kann, für den kann es eine Hilfe sein, den Sport zur täglichen Routine werden zu lassen. Am besten ist es, gleich am Morgen nach dem Aufstehen ein kleines Workout zu machen, oder die Sporttasche gleich ins Auto zu packen, um nach der Arbeit eine Runde zu trainieren. Wenn man sich einmal an die tägliche Routine gewöhnt hat, fällt es auch viel einfacher, sich zu motivieren. Wer allerdings  drei oder mehr Tage zwischen den Trainingseinheiten verstreichen lässt, dem wird es am Ende auch schwerer fallen, wieder anzufangen.

Quelle:

Frehner, M. (2020). Sport und Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren: So klappt’s. Zuletzt aufgerufen am 11.11.2020 unter https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/sport-und-bewegung-im-arbeitsalltag-in-4-schritten-gesuender-leben/150/22776/364801

Lagé, L. (2017). Sport hilft zu mehr Erfolg im Beruf. Zuletzt aufgerufen am 11.11.2020 unter https://www.wiwo.de/erfolg/koerperliche-fitness-sport-verhilft-zu-mehr-erfolg-im-beruf/19761730.html

Technische Krankenkassse (2016). Entspann dich, Deutschland. TK-Stressstudie 2016. Zuletzt aufgerufen am 11.11.2020 unter https://www.tk.de/resource/blob/2026630/9154e4c71766c410dc859916aa798217/tk-stressstudie-2016-data.pdf

World Health Organization, Physical activity to stayhealthy. Zuletzt aufgerufen am 11.11.2020 unter https://www.euro.who.int/en/health-topics/disease-prevention/physical-activity/data-and-statistics/physical-activity-to-stay-healthy.

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