Regelwerk

Sommerbiathlon ist ein internationaler Wettkampfsport, der zwei Sportarten miteinander kombiniert. Bei den Wettkämpfen des DSB werden hier vorrangig aus Cross-Laufen und Schießen mit dem Kleinkalibergewehr (KK) oder dem Luftgewehr (LG) miteinander kombiniert. Andere Kombinationsmöglichkeiten sind für Wettkämpfe ebenfalls zugelassen, werden jedoch nicht als „Deutsche Meisterschaften“ ausgetragen. Diese können neben dem Cross-Laufen und Schießen unter anderem auch Rollerski und Schießen (=Roller Biathlon), Inlinern/Cross-Skater (Skike) und Schießen, Mountainbike fahren und Schießen sein, wobei das Schießen mit dem Kleinkalibergewehr (KK) oder dem Luftgewehr (LG) auch durch Schießen mit dem Laser-Gewehr als Wettkampfvariante, speziell bei Schnupper- oder City-Veranstaltungen zur Anwendung kommen kann. Näheres zu diesen verschiedenen mit Sommerbiathlon verbundenen Sportvarianten ist in den Sommerbiathlon Wettkampfregeln festgelegt.
  

Gewehre und Munition

  • Luftgewehre: handelsübliche Einzel- und Mehrlader, Luftdruck-, Pressluft- und CO2-Gewehre, bei Mehrladern beträgt das Abzugsgewicht 500 g, Munition (Diabolokugeln) Kaliber 4,5 mm (.177).
      
  • Kleinkaliber: handelsübliche Einzel- und Mehrlader, bei Mehrladern beträgt das Abzugsgewicht 500 g, Munition Randfeuerpatronen 5,6 mm (.22 lfb/lr)
      
  • Lasergewehr: beide eingesetzten Waffenvarianten (LG & KK) können durch entsprechende Laser-Gewehr-Modelle (für 10 und 50 m Wettkämpfe) ersetzt werden
     
  • Magazine: Die Magazine dürfen nicht mehr als fünf Patronen/Diabolokugeln fassen.

Schießstand und Scheiben

  • Luftgewehr: Scheibenentfernung 10 m, Trefferfläche liegend 15 mm, stehend 35 mm Durchmesser
  • Kleinkaliber: Scheibenentfernung 50 m, Trefferfläche liegend 45 mm, stehend 115 mm Durchmesser

Beim Einsatz des Lasergewehrs (für 10 und 50 m Wettkämpfe) sollen Scheibenentfernung sowie Ziel- und Trefferflächen gleich sein.

Anschläge

  • Liegend: Das Gewehr darf nur Hände, Schulter und Wange berühren. Das Gewehr muss deutlich vom Boden abgehoben sein.
  • Stehend: Der Biathlet muss frei und ohne Unterstützung stehen.

In beiden Anschlägen ist ein Schießriemen von 40 mm Breite gestattet.

Strafen/Strafrunden

Der Biathlet bekommt, je nach Wettkampfart, für jeden Fehlschuss entweder 30 Sekunden Strafe oder er muss jeweils eine Strafrunde von 70 m laufen.

Wettkampfarten im Sommerbiathlon

Einzel-, Sprint-, Supersprint-, Massenstart- und Verfolgungswettkampf als Individualsportart, sowie Staffelwettkampf und „Gemischte Staffel“ als Teamwettkampf.
  

Bedingungen für Landes- und Deutsche Meisterschaften

Wettkampspezifikationen – Laufen und Schießen Luftgewehr und Kleinkaliber

 

  

Breitensportveranstaltung DSB – Cup

Seit Jahren wird durch den DSB neben der Deutschen Meisterschaft der DSB-Cup als Spitzenveranstaltung auf höchstem Niveau speziell für den Breitensportbereich durchgeführt. Der Deutschland-Cup wird für Schüler, Jugend, Junioren und für vier Damen- und fünf Herrenklassen ausgeschrieben. Er ist am Breitensport orientiert, entsprechend sind die Laufstrecken (2,5 - 5 km) und die Schießeinlagen (Schüler zwei/alle anderen Klassen drei) ausgelegt.

Zeitgutschrift

Bei dieser Veranstaltungsvariante gibt es eine Zeitgutschrift von 20 Sekunden für jede Schießeinlage für Sportler die mit Seitenspannern schießen.

Bedingungen

Die Qualifikationskriterien für den DSB-Cup werden durch die Landesverbände individuell festgelegt.