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Haase und Korte verpassen Finale denkbar knapp

Haase und Korte verpassen Finale denkbar knapp

28.03.2015 – Die deutschen Skeetschützen stehen in dieser Saison offensichtlich kurz vor dem Sprung in die absolute Weltspitze. Einen Tag, nachdem beim Flintenweltcup in Al Ain Christine Wenzel bei den Frauen nur eine Scheibe zum Erreichen des Finals gefehlt hatte, hatte bei den Männern auch Felix Hasse aus Oerlingshausen in den Vereinigten Arabischen Emiraten dieses Pech. Sven Korte aus Ibbenbüren stellte mit zwei Treffern unter Finalniveau ebenfalls Tuchfühlung zur absoluten Elite her.

Felix Haase zeigte eine Klasseleistung. Eine „volle“ Runde mit 25, vier Runden mit 24 Treffern absolvierte er unter schwierigen Bedingungen im Wüstenstaat. Mit 121 Scheiben belegte der 20-Jährige Platz elf. Fünf Sportler trafen 122 Scheiben, über das Stechen sicherten sich drei von ihnen einen Platz im Endkampf. Sven Korte kam mit 120 Scheiben auf Platz 24. Der Schützling von Bundestrainer Axel Krämer hatte nach einer 24er-, 23er- und zwei vollen 25er-Runden noch die Chance, sich unter die besten Sechs zu schieben, doch eine Schlusspasse mit zwei Fehlschüssen machte diese Hoffnung zunichte. Ralf Buchheim aus Potsdam, der Erfahrenste im deutschen Skeettrio, fand diesmal nicht zu seiner Normalform und wurde mit 112 Treffern 83.

Der Franzose Anthony Terras, Vizeweltmeister von Granada, gewann das Finale gegen den Dänen Jesper Hansen mit 15:13. Neben Silber hatte Hansen damit einen der beiden Quoten-Startplätze für Rio 2016 für sein Land gewonnen. Den zweiten Quotenplatz holte, da Terras schon in Granada für Frankreich erfolgreich war, Andreas Chasikos für sein Land. Der Zyprer gewann durch den 15:14-Sieg gegen Vincent Hancock Bronze. Der Amerikaner, zweimaliger Olympiasieger, hatte den USA durch seinen Erfolg beim ersten Saisonweltcup in Acapulco ebenfalls schon einen Quotenplatz gesichert.

  

Bericht: Harald Strier

Fotos: Förderkreis Wurfscheibe

  

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