Deutsche Meisterschaften

Isabella Straub schwimmt auf einer Welle zum Titel

Isabella Straub schwimmt auf einer Welle zum Titel

29.08.2015 – Isabella Straub (Foto) von der HSG München hat den prestigeträchtigsten Titel bei den Deutschen Meisterschaften im Sportschießen gewonnen. Im Finale mit dem Luftgewehr setzte sich die Nationalschützin auf der Olympia-Schießanlage von 1972 in Garching-Hochbrück mit 206,1 Ringen im Finale vor „vollem Haus“ durch. Alle Sitz- und Stehplätze in der Finalhalle waren belegt. „Es ist schön, wenn die Halle so voll ist“, sagte Julia Simon aus Thumsenreuth, die mit 204, 6 Ringen Zweite wurde. Bronze ging mit 184,2 Ringen an Constanze Rotzsch aus Bothfeld.

Isabella Straub, die schon den Vorkampf mit 398 Ringen gewonnen hatte, war glücklich über ihren ersten Titelgewinn in der Damenklasse. „Es ist immer toll, eine DM zu schießen“, sagte die 24-Jährige. „Ich war besonders mit dem Luftgewehr gut drauf.“ Zu Saisonbeginn hatte die Studentin nach einer Handgelenksverletzung lange versucht, den Trainingsrückstand aufzuholen. „Aber seit meinem guten Abschneiden bei der Universiade bin ich auf einer Erfolgswelle geschwommen.“

Hobbyschütze Karl bezwingt die deutsche Elite

Der niedersächsische Hobbyschütze Henning Karl gewann auf der Olympia-Schießanlage von 1972 in Garching-Hochbrück das Liegendschießen. Mit 597 Ringen im Vorkampf und einer souveränen Finalleistung von 209,2 Ringen – nur einer seiner Schüsse landete in der Neun – bezwang der Schütze vom Bundesligisten SB Freiheit die gesamte deutsche Elite und gewann zusätzlich mit Sebastian Höfs und Christian Stautmeister die Bronzemedaille in der Teamentscheidung.

„Ich wollte eigentlich nur nicht den Plan versauen, diese Mannschaftsmedaille zu gewinnen“, sagte Henning Karl.

Das ist ihm nachdrücklich gelungen. Nahezu das gesamte Finale über lieferte er sich ein Duell mit Michael Klein vom SV Fenken, ebenfalls eher ein Außenseiter. Vor dem letzten Schuss lagen beide gleichauf, Karl erzwang die Entscheidung mit einer 10,4 gegenüber einer 9,7 Kleins für sich. Der Württemberger hatte im Vorkampf 597 Ringe und im Finale 208,5 Ringe erzielt. Bronze ging an den „Weltschützen des Jahres 2013“, Henri Junghänel, mit 599 und 187,9 Ringen. Im Vorkampf stellte Christin Butz aus Bruchmühlen mit optimalen 600 Ringen den Deutschen Rekord ein.

Eine äußerst spannende Entscheidung erlebten die wieder zahlreichen Zuschauer beim Juniorenfinale. Lange Zeit wechselte die Führung zwischen Bernd Fränkle aus Pfärrich und Ferdinand Rudingsdorfer aus Hesselberg ständig, bis sich Fränkle leicht absetzte. Schließlich landete der Württemberger einen Doppelsieg: Erst hatte er die Qualifikation mit 597 vor Rudingsdorfer mit 592 Ringen gewonnen, jetzt das Finale mit 205,5 gegenüber 203,2 Ringen. Bronze sicherte sich Lukas Fischer aus Kirberg, der 591 Ringen im Vorkampf im Finale 182,8 Ringe folgen ließ.