Bundesliga

Die Einzelpunkte machen im Finalkampf den Unterschied

Die Einzelpunkte machen im Finalkampf den Unterschied

09.01.2017 – Am seidenen Faden hing wie erwartet in der Bundesliga Luftgewehr Gruppe Süd, wer sich letztlich hinter Spitzenreiter und Gruppensieger SV Germania Prittlbach die übrigen Finalplätze sichern würde. Über den vierten Platz mussten letztlich die Einzelpunkte entscheiden, bei gleich vier an Mannschaftszählern gleichen Teams um diesen begehrten Rang hatte die HSG München hauchdünn die Nase vorn.

Auf der anderen Seite müssen die SG Waldkraiburg und der SV Affalterbach den Weg in die Zweite Liga antreten, andererseits rettete sich „Der Bund“ München um Olympiasiegerin Barbara Engleder. Ausschlaggebend war dafür der Samstag, als „Der Bund“ in Brigachtal das direkte Duell mit Affalterbach recht klar mit 4:1 gewann und parallel Waldkraiburg mit 2:3 Aufsteiger SV Niederlauterbach unterlag. Die Entscheidung hierbei fiel erst im Stechen, in dem Olympiateilnehmer Michael Janker (Foto) die Waldkraiburgerin Franziska Schiller mit 9:7 bezwang. Dieses Stechen besiegelte Waldkraiburgs Schicksal, obwohl das Team mit 24 einen Einzelpunkt mehr in der Saison als die Münchener gewann.

Die Niederlauterbacher landeten am Sonntag, völlig befreit aufschießend, den nächsten Coup. Sie fügten beim 4:1 dem SV Germania Prittlbach die erste und damit einzige Saisonniederlage zu. Prittlbach blieb jedoch Erster und wird damit im Schlager des Viertelfinales am 4. Februar in Paderborn auf Gastgeber und Titelverteidiger SV Elsen treffen.

Fünf Mannschaften rechneten sich vor dem letzten Wettkampfwochenende noch gute Chancen auf einen der verbliebenen drei Finalplätze aus, auch Niederlauterbach stieß mit seinen beiden unerwarteten Siegen noch in diesen erlauchten Kreis hinein. Aufsteiger Eichenlaub Saltendorf, dem KKS Königsbach und der HSG München gelang der Erfolg. Auf der anderen Seite musste besonders die SG Coburg enttäuscht die Heimreise aus Brigachtal antreten. Denn die Nordbayern hatten mit zwei Zählern Vorsprung auf die „jagende Meute“ die beste Ausgangsposition, doch mit recht schwachen Leistungen und zwei Niederlagen mussten sie die Segel streichen. Gegen die direkten Konkurrenten Königsbach und Saltendorf setzte es jeweils ein 1:4.

Königsbach sicherte sich zwei weitere entscheidende Zähler am Sonntag durch das 3:2 über „Der Bund“ München. Saltendorf hatte am Samstag bereits Gastgeber Brigachtal mit 3:2 geschlagen, musste dafür aber mächtig zittern. Erst das 10:9 im Stechen nach 395:395-Remis an Position drei von Claudia Brunner über Olympiateilnehmerin Eva Rösken sicherte dem Aufsteiger die beiden Punkte, so dass er sogar Tabellenzweiter wurde.

Für die HSG München schien nach dem 2:3 am Samstag in und gegen Mitkonkurrent Fürth schon alles vorbei. Die Franken sicherten sich im Stechen gegen die Bayern durch das 10:9 von Patrick Müller über Theresa Schwendner den dritten Zähler. Doch auch der große Kampf des Russen Nazar Louginets an Position drei um den letzten Einzelpunkt gegen Elania Nardelli war wichtig, den Louginets durch das 10,1:9,7 im vierten Stechschuss für die HSG sicherte. Denn am nächsten Tag gewann die HSG mit 3:2 gegen den SV Petersaurach, und diesmal waren die Münchener im Stechen die Glücklichen.Mario Nittel gewann mit 10:9 an Position zwei gegen Verena Schmid und holte so den wichtigen dritten Punkt. Durch die parallele Niederlage Coburgs gegen Saltendorf hatte die HSG zwei Einzelpunkte Vorsprung auf die die SG.

Während der Schlussspurt des SV Niederlauterbach zu spät kam – mit 12:10-Punkten wie die HSG landete sie mit vier Einzelpunkten Rückstand auf Rang sechs – vergab die SSG Dynamit Fürth seine Finalchance zum Abschluss durch das überraschende 2:3 gegen die zu diesem Zeitpunkt schon als Absteiger feststehende SG Waldkraiburg. Elania Nardelli hatte beim 395:396 gegen Bernhard Pickl wieder Pech, während Patrick Müller bei 379 Ringen nicht an seine gute Form vom Vortag anknüpfen konnte – die erwartungsvolle Stimmung im Sportzentrum Greuther Fürth sank damit auf den Nullpunkt.