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Beste Platzierungen für weibliche Nachwuchsteams

Beste Platzierungen für weibliche Nachwuchsteams

16.07.2017 – Die beiden Halbfinalteilnahmen der Juniorinnen und Kadetten weiblich mit dem Recurvebogen waren die besten Ergebnisse des deutschen Bogen-Nachwuchsteams beim Junior Cup im kroatischen Porec. Der Gewinn der Bronzemedaille durch die Juniorinnen wurde zur Krönung. Der gut besetzte Wettkampf war eine gute Möglichkeit, um sich auch in Hinblick auf mögliche höhere Aufgaben zu empfehlen.

Die Recurve-Juniorinnen Lisa Incerti (Oberasbach, Foto rechts), Elisa Tartler (Oberthulba, Foto Mitte) und Celine Wlecke (Hunteburg, Foto links) schafften im Achtelfinale einen glatten 6:0-Sieg über Estland. Auch die Italienerinnen, die in der Vorrunde über Hundert Ringe mehr geschossen hatten, bezwangen sie nahezu sensationell mit 6:0. Erst gegen die extrem stark schießende Ukraine kam nach den Sätzen 51:56, 52:54 und 53:56 das Aus. Doch gegen Russland gewann das deutsche Trio unter den Augen von Bundestrainer Oliver Haidn nach großem Kampf knapp mit 5:3 und feierte den größten Erfolg des DSB in Porec.

Im Einzel war Elisa Tartler bis ins Viertelfinale vorgestoßen, unterlag dort jedoch trotz guter Leistung Bryony Pitman (Großbritannien) glatt mit 0:6. Sie hatte nach einem anfänglichen Freilos zwei Siege in der Direktausscheidung gefeiert. Celina Wlecke besiegte zunächst die Türkin Fatma Buket Aycan mit 6:0, bevor in Runde zwei die Russin Swetlana Gombojewa beim 2:6 zu stark war. Lisa Incerti scheiterte direkt mit 4:6 an der Polin Marlena Kocaj.

Ebenfalls bis ins Viertelfinale schaffte es bei den Junioren Hauke Kuhlmann (Obernkirchen). Der Niedersachse musste sich knapp mit 4:6 und 25:30, 30:26, 29:27, 27:28 und 26:27 dem Russen Erdem Irdinejew geschlagen geben. Kuhlmann hatte zuvor nach einem Freilos drei 6:0-Siege eingefahren. Sein Kollege Nils Schwertmann (Bad Rothenfelde) überstand die erste Runde durch ein Freilos, in Runde zwei unterlag er dem Ukrainer Boris Bukatewitsch mit 2:6. Konrad Komischke (Jena) verlor mit 4:6 Jack Alex Masefield (Großbritannien). Als Team erreichte das Trio nach einem 5:3 über die Ukraine das Viertelfinale, wo es aber den Niederlanden mit 3:5 unterlag. Im Mixed scheiterten Kuhlmann und Tartler bereits im Achtelfinale mit 4:5 nach einem 16:18 im Stechen an Weißrussland.

Die weiblichen Recurvekadetten Marlene Fernitz (Altlandsberg), Charline Schwarz (Feucht) und Lea Marie Schweer (Hagenburg) drangen bis ins Viertelfinale vor und scheiterten dann knapp im Kampf um Bronze. Gegen Moldawien und Italien erreichte das Team zwei 5:3-Siege, bevor es mit dem gleichen Resultat Frankreich im Halbfinale unterlag. Auch im Kampf um Bronze gab es ein 3:5, diesmal gegen Russland.

Auch im Einzel schlugen sich die drei Mädchen stark. Lisa Marie Schweer bekam nach einem Freilos mit Nazrin Zamanowa (Aserbaidschan) beim 6:0 keine Probleme, hatte dann beim 9:7 im Stechen zum 6:5 über die Ukrainerin Oleksandra Komarowa das Glück, dass sie im Achtelfinale beim 8:10 im Stechen gegen Lisa Barbelin (Frankreich) verließ. Auch Marlene Fernitz drang nach einem Freilos und einem glücklichen 10:8 im Stechen über die Slowakin Denisa Barankova sowie ein glattes 6:0 gegen Elodie Kaczmareck bis ins Achtelfinale vor. Dort musste sie sich knapp der Italienerin Karen Hervat mit 4:6 beugen. Charlene Schwarz hingegen verlor nach zwei Freilosen gegen Irina Rusin (Ukraine) mit 3:7.

Auch Jonathan Vetter bei den männlichen Kollegen drang bis ins Achtelfinale vor, wo er dem Russen Nabill Ruchulla mit 4:6 unterlag. Nach einem Freilos hatte er zunächst den Ukrainer Viktor Ruban 7:1 bezwungen, danach dem Slowaken Ondrej Francu mit 6:0 keine Chance gelassen. Matthias Potrafke (Oyten) gewann nach einem Freilos gegen Vasko Todorow (Bulgarien) mit 7:1, unterlag danach aber Pantsiru Oleksander (Ukraine) mit 0:6. Auch Moritz Wieser (Trostberg) gewann nach einem Freilos einmal, gegen Federico Fabrizzi (Italien) mit 6:2. Danach erwies sich der Franzose Clement Jacquey beim 6:4 jedoch als der Stärkere.

Im Team scheiterten die Jungen hauchdünn in der ersten Runde an den Niederlande. Beim 27:27 im Stechen gab der nächstliegende Pfeil zur Mitte den Ausschlag für das 6:5 des Teams aus dem Nachbarland. Das Kadetten-Mixedteam mit Charline Schwarz und Jonathan Vetter unterlag Moldawien in der ersten Runde mit 1:5.

Im Compoundbereich gelang in der Ausscheidung nur Junior Leon Hollas (Döbeln) beim 145:143 gegen Stas Modic (Slowenien) ein Sieg, danach kam gegen Alex Boggiatto (Italien) mit 137:139 das Aus. Tim Krippendorf (Döhlau) unterlag wegen des besseren Pfeils im Stechen beim 10:10 nach 144:144-Remis gegen Stefan Heincz aus Österreich. Tobias Benz (Bad Wildbad) scheiterte in Runde eins mit 143:146 an Pavel Krilow (Russland). Als Team unterlag das Trio in Runde eins Italien mit 218:226.
Jennifer Wenzl (Weil) war als einzige deutsche Juniorin am Start und verlor gegen Lisell Jaatma (Estland) mit 139:146). Gemeinsam mit Leon Hollas trat sie zudem im Mixedwettbewerb an, verlor jedoch gleich gegen Großbritannien mit 148:151.