Europameisterschaften

Jolyn Beer holt trotz Handicap Bronze

Jolyn Beer holt trotz Handicap Bronze

27.07.2017 – Jolyn Beer (Foto) ist einer der größten Erfolge in ihrer Laufbahn gelungen. Die Hannoveranerin gewann mit dem Sportgewehr bei den Europameisterschaft in Baku (Aserbaidschan) Bronze. „Das ist der krönende Abschluss dieser Saison, in der ich in allen Finals vertreten war.“ Bei erneut windigen Verhältnissen, die von Position zu Position unterschiedlich wirkten, schaffte sie mit 578 Ringen die Qualifikation. Olympiafahrerin Eva Rösken hingegen hatte großes Pech, denn nach 577 Ringen und damit Gleichheit zur Achten verpasste sie das Finale aufgrund der geringeren Anzahl an Innenzehnern und wurde Zehnte.

Silvia Rachl landete mit 565 Ringen auf Platz 43, auch die Mannschaft hatte Pech und verpasste als Vierte um einen Ring eine Medaille.

Jolyn Beer ging wie gewohnt selbstbewusst das Finale an und arbeitete sich in den drei Liegendserien an die Spitze. Doch in der Umbauphase zum abschließenden Stehendschießen riss ihr der Reißverschluss des rechten hinteren Hosenbeines ab.

„Ich habe noch irgendwie versucht, die Hose zuzubekommen, doch sie war kaputt.“ Trotz der jetzt geringeren Standfestigkeit behauptete sie sich in den beiden Fünferserien zunächst an der Spitze, fiel aber bei den Einzelschüssen zurück, freute sich nach 444,5 Ringen hinter der Engländerin Seonaid Mc Intosh und der Österreicherin Franziska Peer aber sehr über Bronze.

Die Juniorinnen konnten nicht in den Kampf um die Finalplätze eingreifen. Johanna Tripp kam als 18. nach 566 auf wenigstens drei Ringe heran. Selina Zimmermann, wenige Tage zuvor Silbermedaillengewinnerin im Liegendkampf, und Hannah Steffen erreichten mit 565 und 556 Ringen die Plätze 21 und 43.

Im Trap der Männer und Junioren wiesen die Deutschen große Abstände zu den Finalplätzen aus. Andreas Löw, erst vor wenigen Monaten vom Doppeltrap zum Trap gewechselt, war mit 107 Scheiben als 55. noch bester Deutscher, doch auch er wies schon zwölf Treffer Rückstand zum Finalniveau auf. Stefan Veit mit 106 und Philipp Hermes mit 100 Ringen landeten auf den Rängen 60 und 75.

Bei den Junioren schob sich Jeremy Schulz als Zwölfter mit 107 Scheiben immerhin in die Nähe der Finalränge. Dafür fehlten ihm vier Treffer. Jonas Bindrich und Johannes Kulzer erzielten jeweils 100 Scheiben und landeten einträchtig hintereinander auf den Plätzen 23 und 24.