Deutsche Meisterschaften

Dembeck belohnt sich für seine Aufholjagd mit Gold

Dembeck belohnt sich für seine Aufholjagd mit Gold

25.08.2017 – Die Entscheidung mit dem Freien Gewehr sorgte im Nachwuchsbereich für den Höhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften im Sportschießen. Auf der Olympiaschießanlage von 1972 in München-Hochbrück belohnte sich Kai Dembeck (Foto) für eine herausragende Aufholjagd.

Eine dramatische Aufholjagd erlebten die Zuschauer in der Junioren-Königsdisziplin über dreimal 40 Schuss. Kai Dembeck lag nach dem Kniend- und Liegendschießen scheinbar aussichtslos zurück, über fünf Ringe auf den Ersten. „Eigentlich hatte ich aufgegeben und mir gesagt, na ja, nee, das wird nichts“, meinte der Deiringser Nationalmannschaftsschütze. Vorn lieferten sich sein Nationalmannschaftskollege David Koenders (Neukirchen) und Rene Wempen (Wiefelstede) ein heißes Duell um die Führung.

Doch während Dembeck hervorragend im Stehend-Anschlag schoss, reihten die beiden Führenden Fehler an Fehler aneinander. Erst musste sich Koenders mit Bronze nach 434,3 Ringen zufrieden geben, dann konnte nur noch Wempen den Vormarsch Dembecks aufhalten. Einen Ring Vorsprung hatte er vor dem letzten Schuss, Dembeck legte vor, eine 9,8, und dann versagten Wempen mit einem Schuss in die Sechs die Nerven, so dass der Sieg Dembecks, der schon den Vorkampf vor Wempen klar dominiert hatte, mit 445,6 zu Wempens 442,9 sogar scheinbar deutlich ausfiel.

In der ersten Nachwuchsentscheidung gewann nach einem spannenden Finale mit vielen Führungswechseln am Ende die Favoritin, Cora Dörr, die bei den Europameisterschaften in Baku vor vier Wochen Siebte mit der Sportpistole geworden war. Sie verwies mit 228,0 Ringen Marion Stein und Johanna Lorenz, die ebenfalls zwischenzeitlich geführt hatten, mit 226,1 und 206,5 Ringen auf die Plätze zwei und drei.

Bei den Junioren sorgte Nikolas Heiko Braun für eine faustdicke Überraschung. Der Erfurter gewann das Luftpistolenfinale mit dem riesigen Vorsprung von 8,7 Ringen. Braun erzielte 241,2 Ringe und verwies damit die gesamte Konkurrenz einschließlich der komplett vertretenen Nationalmannschaftsschützen auf die Plätze. Glenn-Niklas Simmank (Frankfurt/Oder) gewann mit 232,5 Ringen Silber, Bronze ging an Paul Fröhlich (Hitzhofen) mit 211,7 Ringen.

Mit der Schnellfeuerpistole gewann André Miklis aus Leingarten mit 22 Treffern das Finale. Er ließ Christoph Schneider (Raunheim) und Philip Heyer (Klein-Welkzheim), der den Vorkampf mit 564 Ringen gewonnen hatte, klar hinter sich. Schneider gewann mit 17 Treffern Silber, Heyer mit 14 Treffern Bronze.