Europameisterschaften

Vorderladerschützen wieder mit guter EM-Bilanz

Vorderladerschützen wieder mit guter EM-Bilanz

11.09.2017 – Die deutschen Vorderladerschützen haben bei den Europameisterschaften im spanischen Granada wieder reichlich Medaillen gesammelt, trotzdem waren sie angesichts zahlreicher knapp verfehlter Podiumsplätze nicht ganz zufrieden. Die Langwaffenschützen waren gewohnt stark und trugen überwiegend zu den Medaillengewinnen bei.

Auf 50 Meter erreichten Peter Käpernick und Walter Massing mit dem Luntenschlossgewehr im Hizadai Replika mit 99 und 98 Ringen einen Doppelsieg. Michael Sturm holte mit 97 Ringen im Tanegashima Replika mit dem Luntenschlossgewehr Silber. Gold gewannen Käpernick, Sturm und Massing im Teamwettbewerb Nagashino mit 288 Ringen. Dieses Trio siegte auch mit der Replika mit 294 Ringen.

Ebenfalls Silber gewann Sturm mit 97 Ringen im Lamarmora Replika mit dem Perkussions-Dienstgewehr. Mit der Originalwaffe gab es für Peter Käpernick und Christian Trumpf nach 97 und 94 Ringen einen Doppelsieg. Das Team Sturm, Alfred Bailer und Thomas Klaner holte für den DSB Bronze im Enfield.
In den 100-Meter-Wettbewerben holte Tania Heber den einzigen deutschen Einzelsieg an den Schlusstagen. Mit 97 Ringen siegte sie im Walkyrie Replika mit dem Perkussions-Freigewehr. Im Amazons-Teamwettkampf siegte Heber zusammen mit Carolin Wägeli und Barbara Ukas klar mit 281 Ringen. Im Maximilian Replika mit dem Steinschlossgewehr gewannen Günter Bitzer und Peter Käpernick mit 95 und 94 Ringen Silber und Bronze. Reiner Holla, Christian Trumpf und Alfred Bailer siegten im Teamwettbewerb Lucca mit der Replika nach 264 Ringen. Holla, Massing und Heber sicherten sich im Alhambra mit 227 Ringen Silber. Gold und Silber gewannen Holla und Heber im Granada Replika mit 91 und 89 Ringen.

„Bei den Kurzwaffendisziplinen war viel Pech im Spiel“, bilanzierte Vorderladerreferent Gerhard Lang. Mattias Dreisbach gewann im Wettbewerb Cominazzo Original mit der Steinschlosspistole nach 86 Ringen Silber, während Hans Zipperer als Vierter mit 84 Ringen ein Ring zu Bronze fehlte. Dreisbach, Valentin und Zipperer gewannen allerdings den Teamwettbewerb Egg deutlich mit 251 Ringen. Einen ungefährdeten Doppelsieg gab es auch durch Volker Valentin und Hans Zipperer im Tanzutsu Original mit der Luntenschlosspistole nach 87 und 85 Ringen. Und das Team Valentin, Zipperer und Hans-Michael Würdinger siegte im Boutet mit der Perkussionspistole mit 274 Ringen.

Mit dem Perkussionsrevolver im Remington Replika gab es Bronze durch Jörg Klock mit 173 Ringen, im Originalwettbewerb Silber durch Mattias Dreisbach mit 172 Ringen. Das Pech jedoch zeigt sich in den vierten Plätzen: Die Deutschen belegten mit den Kurzwaffen gleich sechsmal diesen Rang.

Auch bei den Flintenschützen lief es nicht optimal. Franz Lotspeich gewann zum Abschluss allerdings mit 48 Treffern den Lorenzoni Replika mit der Perkussionsflinte. Im Team wurde er allerdings mit Martin Huber und Roland Robben nach 131 Scheiben nur Vierter, ein Treffer fehlte zu Bronze.