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Herta Burghardt geht in den Ruhestand

Herta Burghardt geht in den Ruhestand

30.11.2017 – Herta Burghardt wurde mit Worten des Dankes, liebevoll gestalteten Geschenken und einem Blumenstrauß von Geschäftsführer Jörg Brokamp offiziell verabschiedet. Bei einer kleinen Feierlichkeit in der Bundesgeschäftsstelle im Kreise der Kolleginnen und Kollegen sowie langjähriger Wegbegleiter fielen beiden Anekdoten und Meilensteine aus 23 gemeinsamen Berufsjahren beim DSB ein (v. l. Jörg Brokamp, Irmgard Stittrich, Herta Burghardt, Klaus Lindau, Otfried Schweiker, Claudia Hess. Foto: DSB).

„Hut, Fastnacht und Stricken“ – fragt man die Kolleginnen und Kollegen beim Deutschen Schützenbund (DSB), welche Stichworte ihnen bei Herta Burghardt spontan einfallen, so bekommt man häufig diese Antwort. Als Sachbearbeiterin für Breitensport, Jedermann-Lehrgänge und nationale Veranstaltungen wurde die gelernte Buchhändlerin 1994 eingestellt. Aber wer so lange dabei ist, kennt sich im Haus aus. „Hier wird man mit allen Bereichen des Lebens konfrontiert: Recht, Politik, Presse, Buchhaltung, Vereinswesen, Geschichte und natürlich mit dem Sport – auch wenn Herta Burghardt das Sportschießen oder den Bogensport in der Praxis nicht für sich entdecken konnte.

Bei Geschäftsführer Jörg Brokamp bleibt Herta Burghardt als „Miss DM und Bogensport im DSB“ in Erinnerung. Diesen Titel hat sie sich mit ihrer Arbeit mehr als verdient. Die administrative Vorbereitung der nationalen, insbesondere der Deutschen Meisterschaften oblag ihr und viele Vorschläge für einen reibungslosen Wettkampfablauf – z. B. die Entwicklung eines Ausrichtervertrages für Vereine – gehen auf ihr Konto.

 Allzu ruhig wird es im so genannten Ruhestand aber nicht werden. Herta Burghardt hat begonnen Spanisch zu lernen und angefangene Patchworkdecken warten darauf, endlich fertig gestellt zu werden. Das „Material“ – unzählige Krawatten (Foto) – dazu erhielt sie von vielen Ehrenamtlichen aus den Schützenvereinen und –verbänden.
Noch ist aber „Schreibtisch aufräumen“ beim DSB angesagt. Neben einem kleinen Fotoarchiv – analog und digital – kommen einige Pins und Pokale zum Vorschein und natürlich Erinnerungen. Zum Beispiel wie sie sich dafür stark gemacht hat, dass Sport- und Bogenschießen als Bestandteil des Deutschen Sportabzeichens anerkannt wird. Viele Jahre schlummerte diese Idee bei ihr und im Verband. Gemeinsam schaffte man es, dass seit 2005 das Leistungsabzeichen des DSB in Gold in der Disziplinkategorie „Koordination“ einfließen kann. 

Vor gut zwei Jahren schloss sich für die Literaturliebhaberin ein Kreis. Für die Zusammenstellung der ältesten Schützenvereine im DSB – basierend auf einer Liste, die 2002 ehrenamtlich erstellt wurde – trug sie Informationen zusammen, recherchierte, kontrollierte, fügte unzählige Daten hinzu, bis sie erst kürzlich dieses Projekt abschloss. In einer Datenbank sind jetzt die noch „lebendigen“ Vereine, die zwischen 799 und 1699 gegründet wurden, verzeichnet. Viel Mühe steckt in der Archivarbeit, die so hofft Herta Burghardt, auch in Zukunft fortgeführt werden wird.

Mit 65 hat man schon einen großen Teil seines Lebens hinter sich. „Deswegen drehe ich nicht durch, aber das ist Fakt“, bringt sie die Sache in ihrer ureigenen Art auf den Punkt und lässt den Deutschen Schützenbund in der Gewissheit zurück, dass Langeweile kein Thema für sie ist.