Deutsche Meisterschaften

DM Target Sprint: Landwehr und Müller jubeln

23.06.2018 20:29

Favoriten- und Außenseitersiege gab es bei der Deutschen Meisterschaft im Target Sprint: Sven Müller (Edelweiss Steinwenden, Männer) und Jana Landwehr (BSG Huckarde, Frauen) siegten in Suhl und sicherten sich den nationalen Titel. Und auch international bestimmten die deutschen Sprinter das Niveau und gewannen drei der vier Konkurrenzen.

Kurzweilig, spannend, rasant und hochklassig – so präsentierte sich der Target Sprint bei der Deutschen Meisterschaft & ISSF World Tour in Suhl und machte einmal mehr Werbung für diese junge Disziplin im Schießsport. Auch der Vladimir Lisin (RUS), Präsident des Europäischen Schießsportverbandes ESC und Vizepräsident des Internationalen Schießsportverbandes ISSF, war vor Ort und zeigte sich begeistert.

Die Organisatoren um den Bundesreferenten Frank Hübner hatten um das Suhler Waffenmuseum einen Rundkurs aufgebaut, der bei Temperaturen um die 10°C und Nieselregen anspruchsvoll war, die Teilnehmer aber nicht davon abhielt, Top-Leistungen zu zeigen.

Allen voran die deutschen Athleten, die bei den vier Finalrennen der World Tour dreimal den Gewinner stellten. Dominik Hermle (Männner), Jana Landwehr (Frauen) und Madlen Guggenmos (Juniorinnen) holten sich die Siege, lediglich bei den Junioren ging mit dem Erfolg des Italieners Giovanni Pezzi ein Athlet einer anderen Nation als Sieger hervor. „Deutlich zu sehen war, dass die Italiener aufgeholt haben und wir uns nicht zurücklehnen können. Aber natürlich haben wir sehr gute Athleten, speziell im weiblichen Bereich“, äußerte sich Hübner.

Noch wichtiger waren allerdings die nationalen Entscheidungen, denn die Deutsche Meisterschaft war zugleich das vierte und letzte Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaft in Changwon. Dabei konnten die Ranglistenersten Madlen Guggenmos (Juniorinnen), Philipp Usbeck (Junioren), Kerstin Schmidt (Frauen) und Michael Herr (Männer) allesamt nicht ihrer Favoritenrolle gerecht werden und mussten sich Annika Kroiß (Vorwaldschützen Renholding, Juniorinnen 2), Felix Elsner (SVE Frankenhain, Junioren), Landwehr (Frauen) und Müller (Männer) geschlagen geben. Die neuen Deutschen Meister dürfen sich – bis auf Kroiß – gute Chancen ausrechnen, für die WM nominiert zu werden. Juniorinnen-Weltmeisterinnen Guggenmos, die in Suhl inklusive der Qualifikation alle ihre Rennen bis dahin in überragender Manier gewann, sagte: „Bei mir hat das Schießen nicht geklappt, aber das passiert. Und die Beine habe ich natürlich gespürt.“ Für Landwehr und Müller hatten die DM-Titel eine hohe Bedeutung: „Der Titel war in der Tat ziemlich wichtig, weil das für mich nun die sichere Qualifikation für die WM bedeutet“, so Landwehr. Der letztjährige Junioren-Weltmeister Müller sagte: „Ich musste Erster werden, um es noch in der WM-Qualifikation zu schaffen, es war ganz schöner Druck. Zum Glück hat es am Schießstand geklappt, ich brauchte nur elf Schuss für die zehn Scheiben.“

Am Sonntag, 24. Juni, finden in Suhl noch die Wettkämpfe in den Mixed-Wettbewerben statt, zudem wollen die Verantwortlichen des Target Sprint an diesem Tag den Nominierungsvorschlag für die WM machen. Dieser wird dann von dem Bundesausschuss Spitzensport des DSB unter Führung von Vizepräsident Gerhard Furnier und Sportdirektor Heiner Gabelmann geprüft, ehe das Gremium auch die finale Nominierung tätigt.