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1. FITASC-Grand Prix Germany in Suhl – Erwartungen übertroffen

26.07.2016 15:09

Am vergangenen Wochenende hat erstmals unter der Leitung des DSB und der FITASC (Federation Internationale de Tir aux Armes Sportives de Chasse) im thüringischen Suhl ein Wettkampf in der Disziplin COMPAK-Sporting stattgefunden.

Nach dem im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit beider Verbände intensiviert wurde, waren längere Planungen nötig, um nun zum ersten Mal einen gemeinsamen Wettkampf durchzuführen. Eigens dafür mussten Wurfmaschinen geliefert und durch einen Parcoursbauer so aufgestellt werden, dass alle sicherheitsrelevanten Grundlagen einer normalen Wurfscheibenanlage eingehalten werden.
 
Zum Premierenwettkampf fanden sich 121 Schützen, davon elf Damen, aus 14 Nationen in Suhl ein. Ein bewährtes Kampfrichter-Team des Deutschen Schützenbundes wurde per Intensiv-Schulung am Vortag auf die neue Disziplin eingestellt. Auf 200 Scheiben, davon 120 als Doubletten, absolvierten die Schützen in fünf Klassen ihren Wettkampf.

Am späten Sonntagnachmittag standen die Sieger fest. In der offenen Klasse siegte mit 194 Scheiben der Österreicher Josef Fefi Melcher vor Tamas Jeri aus Ungarn mit 193 und dem Dänen Christian E. Andersen mit 192 Scheiben. Die Klasse der Damen sicherte ich die Dänin Sussie Jade mit 164 Scheiben. Ihr folgten Pamela Tibbatts aus Großbritannien und Monika Schmitt aus Deutschland mit 155 Scheiben.

Stark zeigten sich auch die Junioren. Die Dänen Jonas Prip und Jakob Iversen erreichten für Ihre Nation einen Doppelsieg. Der Pole Przemyslaw Dytkowski gewann die Bronzemedaille. Parcoursbauer Eric Manshoven aus Belgien gewann die Klasse der „Veteranen“ (ab 55 Jahre) mit überzeugenden 190 Scheiben deutlich vor seinen beiden Landsleuten Pieter Lismont und Frans van de Laar die auf 184 und 182 Scheiben kamen. Tie Franke aus den Niederlanden siegte mit großem Vorsprung bei den „Superveteranen“ (ab 65 Jahre) vor dem Deutschen Altmeister Hermann Meyer und Alan Pearse aus Großbritannien.
 
Frank Günther und sein Team vom Schießsportzentrum Suhl sorgten im Vorfeld und auch während des Wettkampfes dafür, dass alles reibungslos funktionierte. FITASC-Präsident Jean Francois Palinkas war eigens mit seinem Organisationsstab angereist, um sich von der Anlage und dem Wettkampf ein Bild zu machen. Er ließ es sich auch nicht nehmen, mit seinem Team am Wettkampf selbst teilzunehmen. Zufriedene Schützen verließen nach der Siegerehrung den Schießstand in Suhl, nicht ohne die Frage nach einer Neuauflage dieses Grand Prix.

Bereits am Vorabend wurden im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächs zwischen DSB - vertreten durch Vizepräsident Gerhard Furnier und Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp - und FITASC weitere Entwicklungsschritte besprochen. Dabei wurde eine Neuauflage des Grand Prix im nächsten Jahr von allen befürwortet. Angedacht sind auch weitere Wettkämpfe im Bereich Universal-Trench, diese sogar bis hin zu einer Europameisterschaft.

Das nächste FITASC-Event, die Deutsche Meisterschaft Jagdparcour, findet bereits vom 20.-21. August 2016 in Cavertitz-Sörnewitz (Sachsen) statt.

Das Foto in Originalgröße

Beitrag und Foto: Michael Eck