Weltcup

Barbara Lechner zielt knapp an Bronze vorbei

26.03.2011 08:25

Mit dem letzten Schuss im Sportgewehrfinale hat Barbara Lechner aus Triftern die Bronzemedaille beim Weltcup im Sportschießen in Sydney noch aus der Hand gegeben. Die Bayerin, einzige deutsche Teilnehmerin im Gewehrschießen, da die Frauen alle vier möglichen Quotenplätze schon bei den Weltmeisterschaften für den Deutschen Schützenbund gewonnen hatten, traf die 8,3, während der Chinesin Siling Yi eine 10,7 gelang. Damit holte Yi mit insgesamt 675,9 Ringen (Vorkampf 581 + Finale 94,9) die Medaille, während Weltmeisterin Lechner mit 673,8 Ringen (582 + 91,8) Rang vier blieb.

Mit einem Start-Ziel-Sieg, dem besten Vorkampf und dem besten Finale, in Zahlen 685,3 Ringe (589 + 96,3), sicherte sich die Amerikanerin Jamie Beyerle Gold. Silber ging an ihre Landsfrau Amy Sowash trotz eines weniger überzeugenden Finales unter allerdings extremem Windeinfluss mit 676,4 Ringen (586 + 90,4). Die besten Vier hatten bereits Quotenplätze gewonnen, so dass die Französin Laurence Brice und die Polin Sylwia Bogacka als Fünfte und Sechste auch noch Grund zum Jubeln hatten.

Verpasste Barbara Lechner die Medaille, so schossen die drei deutschen Luftgewehr-Männer ebenso knapp an der Finalteilnahme vorbei. Gleich zehn Schützen mit jeweils 595 Ringen mussten nach der Qualifikation ins Stechen um vier Plätze im Finale. Unter diesen Zehn befanden sich auch Julian Justus aus Homberg/Ohm und Henri Junghänel aus Breuberg. Doch mit 50,6 und 49,7 Ringen verfehlten sie dieses Ziel und erreichten die Ränge 12 und 13. Maik Eckhardt aus Dortmund zeigte ebenfalls eine gute Leistung, doch 593 Ringe reichten in diesem erstklassigen Feld nur für Rang 18.

Weltmeister Niccolo Campriani aus Italien sicherte sich, von Platz vier nach 596 Ringen kommend, durch 103,3 Ringe im Finale und insgesamt 699,3 Ringe Gold. Pierre Edmond Piasecki, in der Bundesliga für die SG Hamm erfolgreich aktiv, holte sich Silber mit nur einem Zehntel weniger und 699,2 Ringen (597 + 102,2). Um Bronze mussten Wang Tao und Are Hansen nach jeweils 699,0 Ringen stechen. Der Chinese gewann mit 10,1 : 9,8 vor dem Norweger, doch beide hatten wie der Franzose Piasecki für ihre Länder schon vor dem Shoot Off den Quotenplatz für London sicher.

Nach der ersten Hälfte der Entscheidung mit der Sportpistole, dem Präzisionsschießen, steuert Antje Noeske Finalkurs. Die Neubrandenburgerin liegt mit 291 Ringen auf Platz acht. Stefanie Thurmann aus Frankfurt/Oder rangiert nach 285 Ringen auf dem 30. Platz. Die Entscheidung fällt am Sonntag.

  

Bericht: Harald Strier