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Beate Gauß „Schütze des Jahres 2014“ der DSZ

12.02.2015 12:29

Im September des letzten Jahres gewann Beate Gauß (Foto mit DSZ-Chefredakteur Harald Strier) mit der Weltmeisterschafts-Goldmedaille im Sportgewehrschießen ihren ersten großen Titel, es folgten der Sieg im Liegendschießen sowie beide Mannschaftserfolge. Das honorierten die Leser der Deutschen SchützenZeitung und stimmten mit großem Abstand für die Badenerin.

Es ist noch immer so, dass sie sich kneifen muss, wenn sie erzählt von diesen „goldenen Tagen“ von Granada. „Es war ein tolles Gefühl, es ist es immer noch, aber so richtig habe ich bis heute nicht begriffen, was mir da gelungen ist.“ Es ist diese offene, ehrliche Art, die Beate Gauß so beliebt macht bei den Menschen, bei den Leserinnen und Lesern der Deutschen SchützenZeitung.

Mit großem Abstand, mit 128 Stimmen Vorsprung, ist sie, zum ersten Mal, zur „Schützin des Jahres“ gewählt worden. „Oh schön, das hätte ich nicht gedacht. Ich freue mich auf jeden Fall, aber ich hatte vermutet, dass es Sonja wird, nach dem letzten Jahr ihrer internationalen Karriere.“ Sonja Pfeilschifter, die in Granada noch einmal Bronze mit dem Luftgewehr und damit einen Olympia-Quotenstartplatz holte, war Zweite geworden.

„Diese Wahl bedeutet eine Ehre für mich, denn eine Leserwahl ist doch aussagekräftiger als eine Wahl etwa durch Journalisten.“ Was diese Aussage bedeutet, kann wertschätzen, wer weiß, dass Beate Gauß seit ihrem WM-Triumph immer wieder geehrt worden ist. „Bei diesen Gelegenheiten blühen die Tage von Granada immer wieder auf, ich sehe mich dann häufig auf Videos und erkenne, dass das alles wirklich passiert ist.“

Vielleicht war der Schlüssel zum Erfolg der Wechsel. Noch in London war Beate Gauß gesetzt – in der Disziplin Luftgewehr, die seit Jahren als ihre stärkere galt. Dabei hat die Badenerin nicht nur mit dem Kleinkaliber-, sondern auch mit dem Großkalibergewehr auf 300 Meter ihre Erfolge zu verzeichnen gehabt. „Mein Mann und Trainer hat nach London gesagt, ich solle zur Ergänzung mehr Kleinkaliber schießen.“

Frank Köstel, selbst ehemaliger Nationalschütze und jetzt Co-Bundestrainer von „Chef“ Claus-Dieter Roth, wollte die Ablenkung. „Nun bin ich nicht das Naturtalent, damit ich einigermaßen gut bin, brauche ich hohe Schusszahlen“, sagt Beate Gauß wieder mit dieser offenen direkten Art, die im Kreis der Spitzensportler so außergewöhnlich ist. Sie nahm ein knallrotes Gewehr des Schweizer Herstellers Bleiker, „und damit hat das Schießen so Spaß gemacht, es liegt mir einfach gut“.

Mit dem Spaß, mit dem neuen Gewehr, nach einer harten internen Ausscheidung flog sie nach Granada. „Ich habe nicht die großen Erwartungen gehabt, mit denen ich zwei Jahre zuvor in London gestartet bin“, sagt sie rückblickend. „Mein Ziel in Granada war, für die Mannschaft ein gutes Ergebnis zu schießen, damit wir eine Medaille holen.“ Diese Herangehensweise, ohne sich selbst den ganz großen Druck zu machen, funktionierte bestens.

Die weiteren Platzierungen unter den Top Ten der Deutschen Schützenzeitung:

1. Beate Gauß 218

2. Sonja Pfeilschifter 90

3. Manuela Schmermund 86

4. Daniel Brodmeier 55

5. Monika Karsch 36

6. Thomas Baumhakl 12

7. Christian Reitz 10

8. Henri Junghänel 9

9. Katrin Quooß 9

10. Stefanie Thurmann 6

Beitrag unf Foto: DSZ/H. Strier

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