Weltmeisterschaften

Bogenfinale der Leipziger Schulen

12.07.2007 00:00

Am 12.07.2007 führte die Deutsche Schützenjugend unter Leitung von Burkhard Schindler das Bogenfinale der Leipziger Schulen durch. Es fanden sich 16 Schüler (Klassenstufe 6 bis 7) und Jugendliche (Klassenstufe 8 bis 9) aus 8 Leipziger Schulen auf dem Finalplatz der 44. WM im Bogenschiessen in Leipzig ein, um ihre besten Recurve-Schützen zu ermitteln. Im Vorfeld dieses Events waren im Juni diesen Jahres von 350 Nachwuchsschützen die 2 besten Schützen jeder Schule ermittelt worden.

 

Pünktlich 10 Uhr und bei windigem und kaltem Wetter begann der Wettkampf. Nach der Eröffnungsrede von Jörg Brokamp (Bundesgeschäftsführer) begann die Veranstaltung mit einigen Erwärmungsübungen (Foto unten) für die Schützen. Die waren eifrig dabei, und selbst Shooty das Maskottchen der Schützenjugend des DSB turnte fleissig mit.

Die Schützen wurden in 4 Gruppen aufgeteilt, die jeweils aus 2 oder 3 Schülern und Jugendlichen bestanden. Die Schützen wurden von erfahrenen erwachsenen Schützinnen betreut. Geschossen wurde nicht wie bei den ersten Olympischen Spielen 776 v.Chr. auf angebundene Schweine sondern auf moderne Strohscheiben. Nach zweimal 3 Probepfeilen auf eine Entfernung von 10 Metern ging der Wettkampf in die heiße Phase.

Zunächst wurden viermal 3 Wertungspfeile geschossen. Spätestens jetzt verschwand die anfängliche Nervosität, und die Schützen waren konzentriert bei der Sache. Es wurden diszipliniert die FITA-Reglements und Sicherheitsbestimmungen eingehalten, und selbst als einige heftige Regenschauer auf dem kleinen Finalplatz niedergingen, schossen die Nachwuchsschützen weiter, ganz wie ihre erwachsenen Vorbilder auf dem WM-Wettkampffeld nebenan.

Die ersten 4 Schützen qualifizierten sich für das so genannte kleine Finale. Aus diesem wiederum wurden die 2 besten für das große Finale ermittelt. Am Ende wurde hart gekämpft, die Ergebnisse der Besten lagen dicht beieinander. Auch kleine Rekorde waren zu verzeichnen, so schoss beispielsweise Eric Gossler in der Schülerklasse in einer Runde 30 Ringe, das höchstmögliche Ergebnis. Bei den Jugendlichen gelang Marcel Tandogan der Treffer eines so genannten „X“ genau in die Scheibenmitte. Ein Treffer, der höchst selten gelingt, und umso beachtlicher ist, weil Marcel auf Wunsch einen Blankbogen, d.h. ohne Visireinrichtung, schoss.

Diese beiden herausragenden Schützen der 84. Mittelschule in Leipzig hatten dann auch in der Gesamtwertung die Nase vorn. Bei der Siegerehrung zeigte sich auch die Sonne wieder. Die FITA-Hymne lockte auch noch ein paar Zuschauer an, sodass diese Zeremonie ebenso wie bei der „grossen“ WM ein feierlicher und unvergesslicher Moment für die Schützen wurde.

Es wurden Medaillen und Sachpreise an die drei Erstplazierten vergeben. Jeder Teilnehmer wurde namentlich aufgerufen und erhielt neben einer Urkunde ebenfalls wertvolle Preise. Es war für alle Schützen ein anstrengender, spannender Wettkampf mit vielen Überraschungen.

Einige Nachwuchsschützen haben vielleicht schon jetzt eine neue Sportart für sich entdeckt, und wenn auch nicht alle Pfeile ins Gold gingen, Spaß gemacht hat es allen. Die Teilnehmer werden die Botschafter sein, diese schöne Sportart, auch ihren Freunden und Angehörigen näher zu bringen, damit es auch für sie bald bei einem Wettkampf heißt „Alle ins Gold!“

Bericht: Katrin Zischau