Bundesliga

Braunschweiger SG mit den letzten Schüssen ins Halbfinale

07.02.2009 00:00

Die Luftpistolenmannschaft der Braunschweiger SG hat im zweiten Viertelfinale der Bundesligaendrunde in Coburg erst mit den letzten Schüssen die Vorschlussrunde erreicht und in einer äußerst spannenden Partie die SG Ulrichshögl mit 3:2 besiegt. Mir dem Luftgewehr bezwang die HSG München KKS Nordstemmen deutlich mit 4:1.

 

Valerij Samojlenko (Braunschweig/Foto rechts) war der entscheidende Schütze für die Niedersachsen. Der mehrfache Deutsche Meister, der seinen Wettkampf immer recht langsam angeht, war der letzte, der auf der Bahn stand, während alle anderen Teilnehmer ihre 40 Schüsse abgegeben hatten. 2:2 stand es in der Partie und er benötigte im letzten Schuss nur noch eine Sechs zum Sieg. Eine Neun machte den Sieg perfekt, der während der gesamten Begegnung auf des Messers Schneide stand.

Das Duell der beiden Teams begann spannend. Nach der ersten Hochrechnung lag die SG Ulrichshögl knapp mit 3:2 in Führung und verteidigte diesen knappen Vorsprung bis in das letzte Drittel der Auseinandersetzung.

Nach dem dritten Durchgang war klar, dass die Bayern die Positionen zwei und fünf gewinnen würden. Frank und Carmen Seeger, beides ehemalige Nationalmannschaftsschützen, hatten ihren Gegnern von der SG Ulrichshögl, Manuel Heilgemeier und Sandra Schönmetzler, nichts mehr entgegenzusetzen und verloren ihre Partien mit 369:373 und 363:371.

Gekämpft und völlig offen waren dagegen die Positionen eins und vier. In der Spitzenpartie, einem inneritalienischen Duell zwischen Vigilio Fait (SG Ulrichshögl) und Guiseppe Giordano (Braunschweiger SG), benötigte der Braunschweiger in den beiden letzten Schüssen eine Zehn und eine Neun, um zu gewinnen. Er erledigte diese Aufgabe souverän, erzielte sogar zwei Mal die Höchstmarke und siegte mit 386:384.

Maren Johann (Braunschweiger SG) musste gegen Regina Altbauer (SG Ulrichshögl) ebenfalls mit den letzten drei Schüssen einen Vorsprung von zwei Ringen verteidigen, während die Bayerin schon ihr Wettkampfprogramm beendet hatte.

Zunächst fiel die Zehn, dann folgte eine Neun und im letzten Schuss musste nun eine Zehn zum Sieg geschossen werden. Es dauerte für die Fans der Braunschweiger eine endlose Zeit, doch dann tauchte auf der Anzeigetafel der rote Punkt, das Zeichen für die Zehn auf und der Jubel auf den Rängen war gewaltig. 373:372 hieß das Endresultat und mit einem 374:370-Erfolg rundete Valerij Samojlenko den Gesamterfolg gegen Tobias Steinberger (Foto obel links) ab.

Die HSG München zeigte mit dem Luftgewehr schnell, wer in diesem Duell Sieger sein würde. Auf Position eins war Sonja Pfeilschifter (HSG München/Foto loinks) Gyda Ellesplass Olssen (KKS Nordstemmen/Foto rechts) rasch enteilt und ihre Leistung war wieder einmal internationale Spitzenklasse. Mit 399:389 gewann die mehrfache Welt- und Europameisterin ganz klar, wie auch Thomas Farnik (HSG München) an Position zwei Anja Korf bezwang, die bei ihrer 385:397-Niederlage nie richtig in den Wettkampf kam.

Nach 30 Minuten war klar, dass auch Isabelle Straub einen Punkt holen würde, denn im Duell der beiden Schnellschützen ihrer Teams siegte die Bayerin mit 395:393. Damit war bereits die Entscheidung gefalle. Rebecca Frank (HSG München) steuerte bei ihrem 393:388-Sieg gegen Henrik Borchers einen weiteren Punkt für die Münchner zu, während David Kroll bei seinem 394:393 den Ehrenpunkt für die Norddeutschen holte.

Alle Ergebnisse vom Bundesligafinale Luftgewehr und Luftpistole finden Sie nach Abschluss der Wettbewerbe hier.