International

Bronze für Christian Mehringer

14.08.2004 00:00

Im Sprintwettbewerb der Herren über 4 Kilometer bei der Europameisterschaft im Sommerbiathlon holte sich Christian Mehringer aus Ruhpolding/Bayern als bester seines Nationalteams die Bronzemedaille.

Mit einer Laufleistung von 17:39,5 Minuten und insgesamt zwei Schießfehlern (1 liegend/1 stehend) lag der Biathlet hinter dem neuen Europameister, dem Russen Alexey Chtcheparev, der sich den Sieg mit einer Laufzeit von 17:24,2 Minuten und einem Schießfehler im Liegend- und einem im Stehendwettkampf sichern konnte. Die Silbermedaille holte sich sein Teamkollege Alexey Mironov, der diesen Wettkampf mit einer Laufleistung von 17:31,6 Minuten sowie zwei Fehlern im Liegend- und einem im Stehendschießen abschließen konnte.
 
Roman Böttcher (Clausthal-Zellerfeld/Niedersachsen) belegte trotz großer Schmerzen wegen einer Nervenentzündung im rechten Fuss den 6. Platz. Dazu sein Teamkollege Wilhelm Rösch: „Das Schießen lief für Roman gut, nur leider machten ihm beim Laufen die Schmerzen ein Strich durch die Rechnung.“ Böttcher beendete den Wettkampf mit einer Laufzeit von 18:17,3 Minuten und insgesamt 3 Schießfehlern. Der aus Wipperfürth im Rheinland stammende Frank Röttgen kam mit 5 Schießfehlern (3 liegend/2 stehend) und einer Laufleistung von 18:53,9 Minuten auf Rang 10, vor seinem Teamkollegen Sebastian Blecke mit einem Ergebnis von 18:57,7 Minuten und insgesamt 2 Fehlern im Schießwettbewerb.
 
Wilhelm Rösch folgte nur zwei Plätze dahinter an 13. Stelle. Er lief in einer Zeit von 19:02,8 Minuten und beendete den Schießteil mit 3 Fehlern. „Das Laufen war ok, beim Schießen konnte ich leider vorne nicht mithalten. Da war mindestens 1 Schießfehler zuviel. Ich hatte höhere Erwartungen an mich selbst gestellt, mit einem Platz unter den Top 10 hatte ich eigentlich gerechnet. Ich bin schon etwas enttäuscht, da ich mir sicher war, es ginge mehr. Die letzte Trainingswoche und die Vorbereitungen liefen schon nicht so gut, da ich mit Schmerzen im Bein zu kämpfen hatte. Das schlechte Wetter war ok für mich, besser als zu heiß. Zu alle dem waren die Russen sehr stark“, so Wilhelm Rösch nach seinem Wettkampf.
 
Auf Rang 16 fand sich Gerald Zielinsky (Zerbst/Sachsen Anhalt) mit einer Laufzeit von 19:38,7 Minuten sowie insgesamt 5 Schießfehlern wieder. Steffen Jabin belegte Platz 22 (21:11,7 Minuten/8 Schießfehler) vor Michael Seifert (21:28,6 Minuten/4 Schießfehler) auf dem 24. Rang und Arnold Müller an 25. Stelle in der Rangwertung (22:00,4 Minuten/5 Schießfehler).
Der Trainer Jörg Brandt äußerte sich zu diesem Wettkampf mit den Worten: „Christian Mehringer hat mit seinem 3. Platz die in ihn gesetzten Erwartungen voll erfüllt. Roman Böttcher war durch seine Entzündung stark gehandicapt, er zeigte aber mit seinem 6. Rang, dass ohne Verletzung für ihn wesentlich mehr drin gewesen wäre. Auf Platz 10 hat Frank Röttgen seine gute Laufleistung bewiesen, konnte aber leider durch 5 Schießfehler kein besseres Gesamtergebnis erreichen. Der Senior des Teams, Gerald Zielinsky, hat beim Stehendschießen alle Chancen vergeben, um unter die ersten 10 zu kommen.“
 
Bei den Junioren verfehlte Stefan Grimm aus Niedersondhofen/Bayern nur knapp einen Platz auf dem Siegertreppchen. Als bester deutscher Junior belegte er mit einer Laufleistung von 18:24,9 Minuten sowie null Fehlern im Liegend- und 2 Fehlern im Stehendschießen den 4. Platz.
 
Die Goldmedaille ging im Sprintwettkampf der Junioren über 4 Kilometer an den Letten Edgars Piksons, der eine Laufzeit von 17:46,7 Minuten aufweisen konnte. Dabei gelang ihm ein fehlerfreies Liegendschießen, im Stehendwettkampf unterliefen ihm 3 Schießfehler. Vizeeuropameister mit einer Laufzeit von 17:52,1 Minuten und insgesamt 3 Fehlern beim Schießen (1 liegend/2 stehend) wurde Pavel Shupreynov aus Russland.
 
Stefan Leunig (Clausthal-Zellerfeld/Niedersachsen) kam mit seiner Laufleistung von 19:17,3 Minuten und 3 Schießfehlern (1 liegend/2 stehend) an Position 16, vor seinem Teamkollegen Markus Hartmann aus Adenau/Rheinland, der mit seinem Laufzeitergebnis von 19:26,1 Minuten und 2 Fehlern im Schießwettbewerb (0 liegend/2 stehend) Platz 17 einnahm. Ihm folgten auf dem 18. und 19. Rang der Bayer Martin Zeitler (Marktoberdorf) mit einer Laufleistung von 20:04,0 Minuten und insgesamt 3 Schießfehlern (1 liegend/2 stehend) sowie sein Mannschaftskamerad Marian Quandt, der eine Zeit von 20:16,0 Minuten lief und mit 5 Fehlern im Schießbereich abschloss.
 
An 23. Stelle der Rangliste lag Nico Alt mit einer Laufzeit von 21:05,5 Minuten und insgesamt 4 Schießfehlern vor Jan Chomse an Position 24 mit 5 Fehlern im Schießbereich und einer Laufleistung von 21:12,4 Minuten. Zwei weitere deutsche Junioren waren Robert Janikulla auf dem 27. Platz (Laufzeit 22:12,8 / Schießfehler 6) und Christoph Seeke an 28. Stelle (Laufzeit 23:45,3 / Schießfehler 8).
 
„Die Junioren haben gezeigt, dass sie im Laufe des Sommers sehr viel gelernt haben, bei etwas mehr Glück, hätten sie auch weiter vorne gelegen. Florian Grimm belegte den 4. Platz und bestätigte damit das in ihn gesetzte Vertrauen voll. Markus Hartmann konnte seine Leistungen gegenüber den Eurocups steigern, Martin Zeidler blieb im Rahmen seiner Leistungen. Stefan Leunig baute krankheitsbedingt leider in der Schlussrunde ab. Die Mannschaft hat läuferisch voll überzeugt, konnte aber dem Druck am Schießstand nicht standhalten. Mein Fazit des ersten Wettkampftages: Die Mannschaften haben meine Erwartungen übertroffen,“ so Trainer Jörg Brandt über die Leistung seiner Junioren.
 
 
Alle Ergebnisse der Europameisterschaft im Sommerbiathlon finden Sie hier.