Weltcup

Bronze und Quotenplatz bei Wenzel-Comeback

21.04.2011 17:14

Erster Start nach 18 Monaten Babypause – und gleich ein doppelter Erfolg: Besser hätte es für Christine Wenzel bei ihrem Comeback kaum laufen können. Wie vor drei Jahren bei den Olympischen Spielen gewann die Ibbenbürenerin auch beim Weltcup in Peking Bronze im Skeetschießen – und sicherte dem Deutschen Schützenbund damit gleichzeitig den insgesamt achten Quotenplatz für die Olympischen Spielen 2012 im London, den zweiten im Wurfscheibenschießen nach Stefan Rüttgeroth (Gieboldehausen) im Trap.

Die Sportsoldatin schoss, als hätte sie sich nie vom Weltcupzirkus entfernt. Nach den drei Vorkampfserien und 24, 25 und 23 Treffern hatte sie sich souverän für das Finale der besten Sechs qualifiziert. Im Endkampf traf sie weitere 22 Scheiben, doch im notwendigen Stechen um den dritten Platz behielt sie ihre Nerven: Die zweifache Weltmeisterin traf beide Scheiben der ersten Doublette, während ihre thailändische Konkurrentin Sutiya Jiewchaloemmit eine Schrotkugel ins Leere setzte.

Den Weltcup gewann die Chinesin Ning Wei mit eingestelltem Weltrekord von 99 Scheiben (Vorkampf 74 + Finale 25). Silber ging an die Weltmeisterin von München 2010, Kimberly Rhode aus den USA, mit 96 Treffer (72 + 24). Da die beiden Spitzenschützinnen bereits einen Quotenplatz für ihr Land gesichert hatten, holten Wenzel und die Thailänderin die Olympia-Startplätze für ihre Nationen. Elena Neff aus Frankfurt/Oder kam als zweite deutsche Starterin nicht über 59 Scheiben und Rang 44 hinaus.

Im Herrenwettbewerb liegt nach zwei Serien Ralf Buchheim (Lebus) auf Finalkurs. Er ließ nur eine der ersten 50 Scheiben fliegen und rangiert mit 49 Treffern auf Platz 13, gleichauf mit neun anderen Schützen. Gleich sechs Sportler führen mit „vollen“ 50 Treffern. Angesichts der Klasse des Feldes erscheint die Situation für Gordon Gosch (Isernhagen) mit 45 und Tino Wenzel (Ibbenbüren) mit 40 Treffern auf den Rängen 65 und 87 allerdings bereits aussichtslos, obwohl noch drei Serien im Vorkampf zu schießen sind.

  

Bericht: Harald Strier