Bundesliga

Bundesliga Bogen: Auftakt in die neue Saison

05.11.2026 12:24

Nach Bundesliga Luftpistole und Luftgewehr greift am Samstag, 7. November, auch die dritte Elite-Liga zum Sportgerät: In Hamm (Norden) und Bayreuth (Süden) startet die Bundesliga Bogen in die Saison 2026/27. Im Vorbericht auf den Saisonstart geht es vor allem um die Saisonziele der Vereine.

Foto: Eckhard Frerichs / Das Traumziel der Bogensport-Bundesligisten: Die Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit am 27. Februar 2027.
Foto: Eckhard Frerichs / Das Traumziel der Bogensport-Bundesligisten: Die Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit am 27. Februar 2027.

Norden: Alle wollen ins Finale
Nahezu unverändert gehen die Teams im Norden an die Schießlinie. Lediglich beim SV Dauelsen stießen mit Emil Sperber (SV Mönkeberg) und Sarah Kirchner (SV Dauelsen II) zwei junge Talente zum routinierten Team, bei dem Katharina Pfüger im Gegenzug nicht mehr zum Kader gehört. Alle anderen Mannschaften setzen auf die bewährten Kräfte, die Saisonziele sind dagegen unterschiedlich: „Unser Ziel ist die erneute Teilnahme am Finale und vielleicht das Erreichen des Halbfinals“, sagt Mario Voigt, Trainer vom SV GutsMuths Jena. Ähnlich formuliert es Andreas Hehenberger, Trainer von Vizemeister SV Dauelsen: „Erstes Ziel ist es, sich für das "Final Eight" in Wiesbaden zu qualifizieren. Denn selbiges ist in der sehr ausgeglichenen und stark besetzten Nordstaffel kein einfaches Unterfangen. Bei einer möglichen Endrundenteilnahme kann dann wiederum alles passieren, wie es das Vorjahr zeigte.“ Und auch der SV Querum peilt das Finale am 27. Februar in Wiesbaden an: „Wir wollen gemeinsam Spaß haben und als Mannschaft unser Bestes geben. Unser sportliches Ziel ist es, den Einzug ins Finale zu schaffen“, so Schützin Johanna Heinzel. Zwei andere Teams formulieren deutlich vorsichtiger. Während dies von Aufsteiger BSSC Olympia Berlin, dem jüngsten Team der Liga, erwartet wird (Trainer Thomas Heinrich: „Unser klares Saisonziel ist der Klassenerhalt. Für unsere junge Mannschaft ist die 1. Bundesliga eine große sportliche Herausforderung, aber auch eine hervorragende Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen auf höchstem nationalem Niveau zu sammeln.“), erscheint die Aussage von Jan Ginzel (Sherwood BSC Herne) als Understatement: „Erstes Ziel ist bei uns, immer die Klasse zu halten und als zweites Ziel, das Finale zu erreichen.“ Um dann jedoch nachzulegen: „Sofern wir unsere beiden Ziele erreicht haben, wollen wir eine Medaille zu holen und natürlich auch Tacherting vom Thron holen.“

Süden: Tacherting strebt das Tripple an
Die angesprochenen Tachertinger wollen etwas erreichen, was in der 28-jährigen Bundesligageschichte noch keinem Verein gelungen ist: das Tripple, also den dritten Meistertitel in Serie. Nahezu alle Konkurrenten schieben die Star-Truppe von Trainer Helmut Huber, die u.a. neben Katharina Bauer und den Wieser-Brüdern Moritz und Felix auch auf den österreichischen Nationalkaderschützen Andreas Gstöttner bauen kann, auf den Favoritenschild, und auch Huber selbst ist von seinem Team überzeugt und sagt: „Das Wichtigste wird sein, dass wir uns schnell und sicher fürs Finale qualifizieren. Natürlich wird auch dieses Jahr die FSG Tacherting zu den Favoriten zählen, und der Weg zum Meister wird nur über uns gehen. Das Tripple wäre schon ein Traum, hat aber bisher im deutschen Bogensport noch niemand geschafft, also immer auf dem Teppich bleiben.“ Zumal sich die Konkurrenz nicht kampflos geschlagen geben will. Alle Teams (zumindest die, die sich zurückgemeldet haben) geben als Ziel Bundesligafinale aus, selbst Aufsteiger 1. BSC Karlsruhe träumt davon, wie Jens Meier sagt: „Wir wollen Spaß haben, so viele Punkte mitnehmen wie möglich und am Ende vielleicht sogar als Überraschung im Finale landen. Auf jeden Fall aber den Klassenerhalt schaffen.“ Diesen Anspruch haben der PSV München sowie die TS 1861 Bayreuth auf jeden Fall. Der Münchener Thomas Frank will mit seinem Team, das von den beiden Kaderschützinnen Johanna Klinger und Regina Kellerer angeführt wird, weiter nach vorne kommen: „Für die kommende Saison hat sich das Team vorgenommen, seine Position im Mittelfeld zu festigen und den Abstand zu den Top vier Mannschaften weiter zu verkürzen.“ In Bayreuth hat man dagegen Gefallen am Bundesligafinale gefunden, das in diesem Jahr auf Platz fünf beendet wurde: „Unser Ziel ist es, auch in dieser Saison wieder das Finale zu erreichen. Wir wollen an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen und uns erneut einen Platz unter den besten Mannschaften sichern“, heißt es von Mannschaftsführerin Monika Richter.

Folgende Teams treten in dieser Saison in der Bundesliga Bogen an
Norden: Sherwood BSC Herne, BSC BB Berlin, SV GutsMuths Jena, SV Dauelsen, SV Querum, Hammer SC 2008, BSSC Olympia Berlin, Itzehoer Hockey-Club (beides Aufsteiger)
Süden: SGi Welzheim, PSV München, SV Moosbach, 1. BSC Karlsruhe (beides Aufsteiger), BSG Ebersberg, BC Villingen-Schwenningen, FSG Tacherting, TS 1861 Bayreuth

Foto: BTS Bayreuth / Jakob Hetz, Mario Schirrmeister, Monika Richter, Florian Babl und Neil Bennemann wollen mit dem BTS Bayreuth erneut in das Bundesligafinale Bogen einziehen.
Foto: BTS Bayreuth / Jakob Hetz, Mario Schirrmeister, Monika Richter, Florian Babl und Neil Bennemann wollen mit dem BTS Bayreuth erneut in das Bundesligafinale Bogen einziehen.

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