Bundesliga

Bundesliga Luftpistole: Gipfelduell im Süden, Kellerduell im Norden

23.11.2018 08:32

Am siebten von elf Qualifikationswettkämpfen in der Luftpistolen-Bundesliga kommt es zu einigen hochinteressanten Duellen: Im Süden treffen mit Ludwigsburg und Hambrücken die Nummer eins und zwei im direkten Duell aufeinander. Im Norden geht es zwischen den Teams aus Berlin und Teutoburger Wald um den Verbleib in der Liga.

Süden: Gipfelduell zwischen Ludwigsburg und Hambrücken

Es ist das Aufeinandertreffen im Süden: Tabellenführer SGi Ludwigsburg trifft auf den punktgleichen Zweiten KKS Hambrücken (10:2-Punkte). Das heißt automatisch: Der Sieger des Duells kann bereits mit der Hotel- und Reiseplanung für das Bundesligafinale in Paderborn (2./3. Februar) beginnen. Ähnlich sieht es auch Silke Schacht, die in Ludwigsburg für die Organisation zuständig ist: „Wir werden hochkonzentriert sein, denn natürlich möchten wir auch nach diesem Wochenende weiterhin an der Spitze stehen und uns möglichst etwas Luft vor den direkten Verfolgern verschaffen.“ Unabhängig vom Ausgang des Duells, „ist das Finale unser erklärtes Ziel, auch wenn es im Süden keine wirklich schwache Mannschaft gibt“, so Schacht.
Von Paderborn träumen auch die Teams aus Fürth (8:4-Punkte, Platz fünf) und Weil am Rhein (6:6-Punkte, Platz sieben). Im Verfolger-Duell geht es vielleicht schon um die letzte Chance, eine weitere Niederlage kann sich eigentlich keiner der beiden Klubs erlauben. Dementsprechend hoch ist der Druck, doch Fürths Teamchef Gordon Krause ist ziemlich entspannt: „Aufgrund unserer angespannten Personalsituation war der Klassenerhalt unser klares Saisonziel. Nach vier Siegen sollten wir so gut wie durch sein. Auch wenn wir gegen Weil gewinnen und somit weiter auf Finalkurs wären, warten im Restprogramm noch einige harte Brocken auf uns. Das Finalticket wäre sensationell, ist aber nicht unser erklärtes Ziel.“

Norden: Vorentscheidung für Raesfeld?

Hinter den beiden dominanten „Platzhirschen“ Kriftel und Braunschweig liegen aktuell Raesfeld (10:2-Punkte) und Bassum (8:4-Punkte). Beide Teams treffen im direkten Duell aufeinander, der Sieger hat somit sehr gute Aussichten, sich für das Finale in Paderborn zu qualifizieren. Raesfelds Trainer Rolf Klinger schiebt die Favoritenrolle weg: „Als Favorit sehe ich Bassum. Bassum hat seit Jahren das Finale erreicht und damit gezeigt, dass es eine beständig gute Mannschaft zur Verfügung hat. Alle haben die nötige Erfahrung, ruhig und gelassen die Wettkämpfe anzugehen. Unsere junge Mannschaft ist noch in der Findungsphase. Wir haben schon recht erfreuliche Ansätze, aber schwanken noch zu sehr bei den Ergebnissen. Wenn meine Mannschaft ebenso ruhig und gelassen in den Wettkampf geht, ist alles möglich!“ Um dann forsch nachzuschieben: „Gewinnen wir gegen Bassum, erreichen wir auch das Finale!“ Bassums Trainer Jens Voß nimmt die Favoritenrolle so nicht an: „Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Dafür liegen die Sportler zu dicht zusammen. Die Entscheidung wird wohl erst mit den letzten Schüssen fallen.“ Gleichwohl ist das Ziel klar – Paderborn: „Wir wollen den vierten Platz aus der Vorsaison bestätigen, deswegen dürfen wir nicht viele Punkte liegen lassen!“

Ganz andere Sorgen treiben die Klubs aus Berlin und Teutoburger Wald um. Beide konnten aus sechs Begegnungen erst einmal als Sieger von der Schießlinie gehen, beide kämpfen gegen den Abstieg. In Westernkotten kommt es zum „Showdown“, der Verlierer dürfte einen empfindlichen weiteren Rückschlag erhalten. Vor allem für Berlin ist das eine ungewohnte Situation, zählen die Hauptstädter seit Jahren zum Etablissement der Liga, die sie schon fünfmal gewinnen konnten. Berlins Trainer Robert Loke meint: „Ich sehe ein enges Match auf uns zukommen, das derjenige gewinnen wird, dem es gelingt, die entscheidenden Situationen im Verlaufe der Einzelmatches zu gestalten.“ Aufgrund personeller Engpässe konnten die Berliner bislang nicht in bester Besetzung antreten, „zudem ist es uns in vielen einzelnen entscheidenden Situationen nicht oder nur unzureichend gelungen, so zu agieren, wie es nötig gewesen wäre, um auch enge Matches positiv zu gestalten. Dadurch sind Wettkämpfe verloren gegangen, die wir in den Vorjahren sonst noch gewonnen haben“, so Loke. Auch Teutoburger Wald beklagt, ein wenig bisher vom Glück verlassen worden zu sein: „Bisher hatten wir etwas Pech mit dem Einsatz unserer italienischen Freunde. Und auch Pech mit dem Ausgang der beiden letzten Begegnungen in denen wir mit unseren Gegnern durchaus mithalten konnten“, sagt der1. Vorsitzende Fritz Niemann. Beide sehen jedoch in dem Duell keine Vorentscheidung, „es folgen noch vier weitere Wettkämpfe, von denen wir in zwei Begegnungen durchaus noch Gewinnchancen haben“, meint beispielsweise Niemanann.