Bundesliga

Bundesliga Luftpistole: Im Norden Tendenzen, im Süden ganz eng

26.11.2018 08:47

In der Bundesliga Luftpistole scheinen die ersten drei Finalplätze im Norden vergeben zu sein. Im Süden spitzt sich die Lage vor den letzten vier Begegnungen weiter zu, insgesamt acht Teams können sich noch Hoffnung auf das Bundesligafinale in Paderborn (2./3. Februar 2019) machen.

Bundesliga Nord: Raesfeld peilt Finale an, Berlin atmet auf

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Raesfeld (Dritter) und Bassum (Vierter) hielt, was es versprach: „Es war spannend bis zum Schluss! Meistens lagen wir hinten, doch kurz vor Schluss drehte es sich und wir konnten diesen Wettkampf mit 3:1 gewinnen. Das Stechen bei der Paarung drei war nicht mehr so wichtig“, fasste Raesfelds Trainer Rolf Klinger den 3:2-Erfolg treffend zusammen, bei dem die Bassumer am Ende in der Summe (1868:1865) sogar drei Ringe mehr erzielten. Entscheidenden Anteil hatte Bart Liebens auf Position zwei, der mit seinen letzten drei Schüssen 28 Ringe holen musste, um zu gewinnen. Er behielt die Nerven und schoss 29 Ringe und somit sein Team zum Sieg und wahrscheinlich mehr: „Dieser Sieg öffnet uns nun die Tür fürs Finale. Wir stehen nun vor einer offenen Tür und können mit einem weiten Sieg hindurchgehen“, so Klinger.
Kriftel bleibt einziges ungeschlagenes Team in der Luftpistolen Bundesliga und konnte auch den Verzicht auf Olympiasieger Christian Reitz kompensieren. Dahinter folgen Braunschweig und Raesfeld mit 12:2-Punkten, ehe eine kleine Lücke aufkommt mit vier Teams, die 8:6- bzw. 6:8-Punkte aufweisen.
Den größten Sprung in der Tabelle machte der PSV Berlin. Die Hauptstädter gewannen das „Kellerduell“ gegen die SSG Teutoburger Wald souverän 4:1, freuten sich über den zweiten Saisonsieg, der sie von Platz elf auf Platz acht katapultierte. Fünf Teams dürften an den letzten zwei Doppel-Wochenenden die zwei Absteiger aus dem Norden ermitteln.

Bundesliga Süd: Ludwigsburg gewinnt den „Gipfel“

Das Gipfeltreffen zwischen dem punktgleichen Tabellenführer Ludwigsburg und dem Zweiplatzierten aus Hambrücken hatte nicht das hohe Niveau, was die Konstellation versprach. Keiner der zehn Schützen durchbrach in der Finalhalle der Olympia-Schießanlage die 380-er Schallmauer. Julia Hochmuth, DSB-Kaderschützin in Diensten der SGi Ludwigsburg, meinte: „Wir sind in Top-Besetzung angetreten! Es ging gegen den Tabellenzweiten und wir wollten unbedingt gewinnen. Wir waren sicherlich auch Favorit und haben unser Bestes gegeben, auch wenn wir unter unseren Möglichkeiten geblieben sind. Wir freuen uns riesig über das 4:1 und die weitere Tabellenführung. Wir wollen das Kalenderjahr auf Platz eins abschließen, um dann im Januar in unseren Heimwettkampf zu gehen.“ Ludwigsburg führt mit dem punktgleichen (12:2-Punkte) SV Waldkirch die Tabelle an, neuer Dritter ist der SV Kelheim-Gmünd, der sich 4:1 gegen den TSV Ötlingen durchsetzte. Dabei schoss mit Monika Karsch (386), Philipp Grimm (383) und Simon Weiß (384) ein Kelheimer-Trio ganz stark. Karsch  sagte: „Ich bin wieder voll im Training, und es macht mir gerade viel Spaß, aber es ist sehr anstrengend. Ich hab mir einiges für den Wettkampf vorgenommen und mein Wettkampf war richtig gut. Ich bin auf einem guten Weg.“
Hinter Kelheim-Gmünd und Hambrücken (10:4-Punkte) folgt ein Quartett mit 8:6-Zählern, demnach ist noch viel möglich. Und alle dürften die Worte von Karsch beherzigen: „Im Winter findet der Aufbau der Saison statt, und da läuft noch nicht alles perfekt. Wichtig ist dass man beim Zielwettkampf in einer Top-Form ist.“