Bundesliga

Bundesliga Luftpistole: Kostevych mit Sensationsergebnis

29.10.2018 09:28

Nach dem zweiten Bundesliga-Wochenende der Luftpistole ist aus dem verlustpunktfreien Sextett ein Trio geworden. Die Aufmerksamkeit und Schlagzeilen gehörten jedoch einer einzelnen Schützin: Olena Kostevych von der HSG München, die einen sensationellen Auftritt zeigte.

Bundesliga Süd: Quintett punktgleich an der Spitze

Die Weltmeisterin mit der Sportpistole schoss gegen die Sgi Waldenburg den Luftpistolen-Wettkampf ihres Lebens: 399 von 400 möglichen Ringen standen am Ende zu Buche, 35 Zehner in Serie gelangen der 33-jährigen Ukrainerin, ehe im 36. Schuss eine 9,8 den perfekten Wettkampf zunichte machte. Ungläubiges Staunen bei den Teilnehmern und Zuschauern in Peiting, der mit starken 384 Ringen unterlegene Joao Costa musste sich nicht grämen. Und auch aus der Ferne wurde das Ganze verfolgt, wie Kriftels Trainer Detlef Glenz erzählt: „Nach der zweiten 100-er Serie haben wir in Braunschweig jeden einzelnen Schuss verfolgt. Das ist ein unglaubliches Ergebnis, ein Rekord für die Ewigkeit!“ Die Qualität dieses Wettkampfes umschrieb Glenz so: „Das ist, als wenn ein Sprinter die 100 Meter in sechs Sekunden laufen würde.“ München gewann das Duell übrigens 3:2.
Die anderen Begegnungen verliefen zum Teil hochklassig und sahen in der KKS Hambrücken, dem SV Kelheim-Gmünd und der SGi Ludwigsburg die großen Gewinner. Das Trio siegte zweifach, wobei Ludwigsburg beide Male die Schallmauer von 1900 Ringen (1907 und 1911) durchbrach. Da der ESV Weil am Rhein und der SV Waldkirch jeweils einmal verloren, ist nun ein Quintett mit jeweils 6:2-Punkten an der Spitze.

Bundesliga Nord: Raesfeld bleibt „dran“

Während im Süden kein Team mehr die „weiße Weste“ besitzt, ist im Norden noch ein Trio unbezwungen. Während dies von der Braunschweiger SG und dem SV 1935 Kriftel erwartet wurde, ist das bisherige Auftreten der Sportschützen Raesfeld überraschend und positiv. Am Wochenende gelangen mit dem 5:0 gegen die SSG Teutoburger Wald und dem 3:2 gegen Freischütz Wathlingen die Erfolge drei und vier. Wobei vor allem der knappe Sieg Teamleiter Rolf Klinger in Verzückung brachte: „Die Begegnung am Sonntag war dann der Knaller! Spannung quasi bis zum letzten Schuss. Immer wieder wechselte die Führung.“ Dabei glänzte vor allem Neuzugang Christian Brabender, der 385 Ringe schoss – „das hat er in einem Wettkampf noch nie geschafft“, so Klinger. Dass sein Verein aufgrund des glänzenden Starts nun große Töne spuckt und ganz vorne angreifen will, hört man aber nicht von Klinger: „Unser Saisonziel, den Klassenerhalt haben wir bereits jetzt erreicht. Unsere weiteren Ziele lauten nun: Mit viel Freude und Spaß so weiter zu schießen. Enjoy this moment!“

Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, erfuhren die Sportschützen Fahrdorf, die mit 4:0-Punkten nach Braunschweig reisten und dort gegen den Gastgeber (0:5) und den Deutschen Meister Kriftel (1:4) nichts zu bestellen hatten. Immerhin gelang ihnen das vorher ausgesprochene Ziel, nicht mit der Höchststrafe aus der Halle zu gehen. Stefan Vollertsen gelang gegen Kriftel mit starken 382 Ringen an Position fünf der Ehrenpunkt. Braunschweig (1907) und Kriftel (1909 und 1913) unterstrichen mit drei Ergebnissen über 1900 Ringen ihre Ausnahmestellung in der Nord-Liga, wobei vor allem das Krifteler Ergebnis am zweiten Tag überzeugte: alle fünf Schützen schossen 580 Ringe und mehr!