Bundesliga

Bundesliga Relegation: Erstligisten bleiben erstklassig

26.01.2026 10:53

Acht Teams rissen am Wochenende die Arme hoch: Sie gingen siegreich aus der Relegation zur 1. Bundesliga Luftgewehr & Luftpistole in Hannover bzw. Heitersheim hervor. Allen vier Erstligisten gelang der Verbleib in der Eliteliga, vier Vereine feiern in der nächsten Saison Erstliga-Premiere.

Foto: Johann Penner / Siegerbild in Hannover: Die Gewehrteams des SV Kamen und des SV-Emsdetten (grün-weiß) setzten sich in der Relegation durch.
Foto: Johann Penner / Siegerbild in Hannover: Die Gewehrteams des SV Kamen und des SV-Emsdetten (grün-weiß) setzten sich in der Relegation durch.

Luftgewehr: Luckenpaint zittert sich zum Klassenerhalt
Völlig unterschiedlich verliefen die Relegationen im Norden und Süden. Im Norden behaupteten sich der SV Kamen und der SV-Emsdetten äußerst souverän. Erstligist Kamen wies am Ende 3958 Ringe und damit zehn Ringe mehr als die Emsdetter auf. Die wiederum hatten einen Vorsprung von 36 Ringen auf den Drittplatzierten und dürfen sich in der nächsten Saison über ihre Premiere in der 1. Bundesliga freuen. Dementsprechend glücklich war Kamens Trainer Nils Höllermann, dass es seinem Team wie im Vorjahr gelang, die Liga über die Relegation zu halten: „Wir sind natürlich sehr glücklich, erneut den Klassenerhalt in Hannover geschafft zu haben. Ich glaube, wir haben heute unter Beweis gestellt, dass wir zurecht in der 1. Bundesliga sind und dort auch hingehören. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die kommende Saison und werden wieder angreifen.“
Das werden im Süden auch die Teams von Eichenlaub Unterstall und Gemütlichkeit Luckenpaint tun. Während Unterstall sich mit 3918 Ringen den Sieg sicherte, dabei vor allem auf Johannes Kuen bauen konnte (795 Ringe) und erstmals erstklassig wird, musste Luckenpaint gewaltig zittern: Letztlich machte ein Ring (3909:3908) gegenüber Relegations-Gastgeber KKSV Heitersheim den Unterschied.

Luftpistole: Unglaubliche Aufholjagd im Norden
Diametral anderes Bild bei den Luftpistolen-Teams. Im Süden dominierte die HSG München – und das gleich doppelt. Denn die erste Mannschaft gewann die Relegation mit starken 3712 Ringen, gefolgt von der HSG II, die nur sechs Ringe weniger aufwies. Da natürlich nur ein Münchener Team den Erstligaplatz in Anspruch nehmen kann, rückt die drittplatzierte SG 1928 Glattbach nach (3681), die sich den erstmaligen Erstligaplatz in der Saison 2026/27 redlich verdient, denn der Vorsprung auf die Verfolger war mit 34 Ringen sehr deutlich.
Ein Herzschlagfinale lieferten sich die Teams im Norden. Der SV Haendorf (1857) und der SSV Bad Westernkotten (1856) lagen nach dem ersten 40-Schuss-Programm deutlich vorne, der SV Lindwedel (1840) und die SGI zu Oelsnitz/Vogtland (1824) wiesen einen beträchtlichen Rückstand auf. Doch im zweiten Wettkampfprogramm drehte sich das Ganze, wie Axel Pralle, Teammanager des SV Lindwedel, schildert: „Dass es heute zum Klassenerhalt gereicht hat, hat auch etwas mit den Leistungseinbrüchen von Bad Westernkotten und Haendorf zu tun. Die beiden Teams waren durch den Erfolg im ersten Wettkampf in Gedanken schon so sehr mit der 1. Bundesliga beschäftigt, dass deren notwendige Konzentration und Leichtigkeit abhandengekommen ist.“ Die Freude bei Lindwedel (3677) und Oelsnitz/Vogtland (3674), die zwei konstante Programme schossen, und am Ende fünf bzw. zwei Ringe Vorsprung aufwiesen, war verständlich: „Endlich konnten wir mal von unser Erstligaerfahrung profitieren und mit größerer Routine den zweiten Wettkampf erfolgreich gestalten. Für die nächsten elf Monate können wir wieder die „Unabsteigbar“-Shirts anziehen“, so Pralle. Lindwedel hielt – wie im vergangenen Jahr – die Liga über die Relegation, für Oelsnitz/Vogtland ist es Premiere.

Foto: Franz Möndel / Die SG 1928 Glattbach ist in der Saison 2026/27 erstmals in der 1. Bundesliga Luftpistole vertreten.
Foto: Franz Möndel / Die SG 1928 Glattbach ist in der Saison 2026/27 erstmals in der 1. Bundesliga Luftpistole vertreten.

Weiterführende Links