Bundesliga Schießsport

Bundesliga Schießsport: Spannender und hochklassiger Auftakt der Luftpistole-Bundesliga

12.10.2026 14:55

Die Bundesliga Luftpistole ist mit spektakulären Wettkämpfen, herausragenden Einzelleistungen und packenden Duellen an der Schießlinie in die neue Saison gestartet. Zum Auftakt boten die Schützinnen und Schützen in den beiden Staffeln Nord und Süd Schießsport der Extraklasse. Während der amtierende Meister SV Kelheim-Gmünd sowie der Vorjahres-Dritte ESV Weil am Rhein im Süden ungeschlagen blieben, wusste im Norden insbesondere der Aufsteiger Sgi Oelsnitz/Vogtland mit einer makellosen Bilanz zu überraschen.

Foto: Weil am Rhein / Stellten einmal mehr ihre Klasse unter Beweis: Der ESV Weil am Rhein
Foto: Weil am Rhein / Stellten einmal mehr ihre Klasse unter Beweis: Der ESV Weil am Rhein

Bundesliga Süd: Weil am Rhein glänzt mit Bestleistung – Kelheim-Gmünd souverän

In der Süd-Staffel unterstrich der ESV Weil am Rhein am ersten Wochenende eindrucksvoll seine Ambitionen und setzte sich an die Tabellenspitze. Bereits am ersten Wettkampftag zeigte Weil am Rhein beim 5:0 gegen die SSG RWS Fürth mit 1905:1858 Ringen eine starke Leistung. Am zweiten Wettkampftag legten die Südbadener jedoch noch eine Schippe drauf: Im Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger SG 1928 Glattbach schraubten sie das Ergebnis auf überragende 1915 Ringe hoch und feierten erneut einen makellosen 5:0-Sieg (1835 Ringe für Glattbach). Diese 1915 Ringe bedeuteten das absolut beste Mannschaftsergebnis der Südbadener in der 1. Bundesliga. Einmal mehr angeführt vom Nationalkaderschützen Michael Schwald, der mit 393 Ringen seine persönliche Bestleistung bestätigte, konnte auch Aaron Sauter, Neuzugang aus Kriftel auf Position 5 mit 389 Ringen persönliche Bestleistung schießen.

Auch der amtierende Meister SV Kelheim-Gmünd ließ zu Beginn nichts anbrennen und startete mit zwei Siegen vor heimischem Publikum in der Städtischen Dreifachturnhalle am Rennweg. Am ersten Tag dominierten die Niederbayern ihre Begegnung gegen den SV Willmandingen nach Belieben und setzten sich deutlich mit 5:0 durch (1890:1819 Ringe). Am folgenden Tag verlangte ihnen der SV Edelweiß Scheuring jedoch alles ab. In einer hart umkämpften Partie behielt Kelheim-Gmünd knapp mit 3:2 die Oberhand (1895:1871 Ringe) bei dem vorallem Philopp Grimm mit seinen starken 392 Ringen an Position 1 überzeugte und sicherte sich damit ebenfalls die volle Ausbeute von 4:0 Mannschaftspunkten.

Foto: Oelsnitz / Der Aufsteiger konnte am ersten Wettkampfwochenende beide Matches gewinnen
Foto: Oelsnitz / Der Aufsteiger konnte am ersten Wettkampfwochenende beide Matches gewinnen

Ebenfalls mit zwei Siegen starteten die FSG Kempten 1, die Sgi Waldenburg und die SGi Ludwigsburg in die Saison:

  • Die FSG Kempten 1 siegte am 1. Spieltag gegen Aufsteiger SG 1928 Glattbach souverän mit 5:0 (1875:1839 Ringe) und behielt auch tags darauf gegen den SV Hubertus Hitzhofen-Oberzell mit 3:2 (1880:1863 Ringe) knapp die Oberhand.

  • Die Sgi Waldenburg feierte zwei Auswärtserfolge beim Gastgeber SSG RWS Fürth: Zunächst rangen sie Hubertus Hitzhofen-Oberzell mit 3:2 (1880:1851 Ringe) nieder, ehe sie am Sonntag auch den Gastgeber Fürth mit 4:1 (1880:1860 Ringe) besiegten.

  • Die SGi Ludwigsburg gewann ihr Auftaktduell gegen die HSG München mit 4:1 (1884:1855 Ringe) und schlug am zweiten Tag den KKS Hambrücken in einer engen Partie knapp mit 3:2 (1849:1841 Ringe).

Ein ausgeglichenes Punktekonto wiesen nach dem ersten Wochenende die HSG München und der KKS Hambrückenvor (jeweils 2:2 Punkte). Hambrücken entschied am ersten Tag das Duell gegen Edelweiß Scheuring knapp mit 3:2 für sich (1866:1855 Ringe), musste sich dann aber Ludwigsburg beugen. München verlor zwar das Auftaktmatch gegen Ludwigsburg, feierte aber am Sonntag einen klaren 4:1-Erfolg gegen den SV Willmandingen (1844:1821 Ringe).

Lehrgeld zahlen musste hingegen der Aufsteiger SG 1928 Glattbach, der nach den beiden klaren 0:5-Niederlagen gegen Kempten und Weil am Rhein noch ohne Punktgewinn am Tabellenende rangiert. Auch für die Gastgeber der SSG RWS Fürth, den SV Willmandingen, Hubertus Hitzhofen-Oberzell sowie Edelweiß Scheuring setzte es zum Auftakt jeweils zwei Niederlagen.

Bundesliga Nord: Aufsteiger Oelsnitz/Vogtland glänzt – Pier 2000 und Kriftel vorn

In der Nord-Staffel bot sich den Zuschauern an den Schießständen in Langerwehe und Bassum ein äußerst spannendes Bild. Für das größte Ausrufezeichen aus Sicht der Neulinge sorgte die Sgi Oelsnitz/Vogtland. Der Aufsteiger zeigte keinerlei Nervosität und erkämpfte sich am Samstag einen knappen 3:2-Erfolg gegen den SV Lindwedel (1853:1838 Ringe). Am Sonntag legten die Sachsen nach und schlugen den SV Schirumer Leegmoor überzeugend mit 4:1 (1872:1852 Ringe). Mit zwei Siegen und 4:0 Mannschaftspunkten belohnte sich Oelsnitz sogleich mit dem hervorragenden vierten Tabellenplatz. "Als Neuling in der 1.Bundesliga hätte sich unser Lupi-Team keinen besseren Auftakt wünschen können. Ohne Erwartungen sind wir in die Duelle gegangen. Überraschender Weise konnten wir unsere Leistungen auf dem Punkt abrufen, die für uns aufgrund der neuen Eindrücke, aber auch der langen Anreise, nicht selbstverständlich waren. Vor allem freute uns die herzliche Aufnahme unserer Liga-Konkurrenten und die Gastfreundschaft in Pier. Unser Resümee: Wichtig war es gegen zwei Mannschaften gewonnen zu haben, die das gleiche Leistungsniveau aufzeigen. Damit können wir in zwei Wochen befreit aufschießen, da wir voll im Soll sind. Unser Saisonziel bleibt weiterhin der zehnte Platz" so Aron Fläschendräger, Mannschaftsverantwortlicher Luftpistole.

Die Führung im Norden teilen sich derweil die Sportschützen St. Seb. Pier 2000 und der SV 1935 Kriftel, die jeweils 9:1 Einzelpunkte anhäufen konnten:

  • Pier 2000 nutzte den Heimvorteil optimal aus: Nach einem 4:1-Auftaktsieg gegen Freischütz Wathlingen (1881:1856 Ringe) lieferten die Sportschützen am Sonntag beim 5:0 gegen den SV Lindwedel mit 1892 Ringen die höchste Ringzahl der Nord-Staffel ab (Lindwedel: 1857 Ringe).

  • Der SV 1935 Kriftel startete mit einem 4:1 gegen den SV Schirumer Leegmoor (1878:1853 Ringe) und ließ am zweiten Tag einen makellosen 5:0-Kantersieg gegen Freischütz Wathlingen folgen (1872:1837 Ringe).

Ebenfalls mit zwei Siegen optimal gestartet sind die Spsch Raesfeld und der SV Falke Dasbach. Raesfeld bezwang am ersten Wettkampftag den Gastgeber SV Bassum von 1848 mit 4:1 (1861:1823 Ringe) und schlug am Sonntag den SV Niedererbach in einer hauchdünnen Entscheidung ebenfalls mit 4:1 (1821:1820 Ringe). Falke Dasbach wiederum setzte sich am Samstag mit 4:1 gegen den SV Niedererbach durch (1869:1833 Ringe) und behielt am Sonntag gegen den PSV Olympia Berlin mit 3:2 (1850:1844 Ringe) knapp die Oberhand. Der Trainer Felix Honka fasst das erste Wettkampfwochenende wie folgt zusammen: "Wir sind sehr zufrieden das erste Wettkampfwocheneden mit zwei Gesamtsiegen zu beenden. Aus dem Wochenende hat sich gezeigt, dass wir gerade noch Schwierigkeiten haben in die Wettkämpfe zu starten, daran müssen wir arbeiten. Gleichzeitig konnte man erkennen, dass wir im späteren Wettkampfverlauf nicht aufgeben und unsere Stärke zeigen. Für das gesamte Team war der gemeinsame Erfolg wichtig, gerade bei dem Trainerwechsel hat es der Teamdynamik geholfen, die bei uns im Verein höchste Priorität besitzt. Ein besonderer Dank gilt unserem Sportler auf der Ausländerposition Mukesh Nelavalli, der den SV Falke Dasbach hervorragend vertreten hat und zwei souveräne Einzelpunkte erzielte."

Für den PSV Olympia Berlin und den SSV Fahrdorf gab es zum Auftakt jeweils einen Sieg und eine Niederlage (2:2 Punkte). Berlin setzte sich am Samstag mit 4:1 gegen den SSV Fahrdorf durch (1842:1824 Ringe), musste sich aber Dasbach knapp geschlagen geben. Fahrdorf hingegen rehabilitierte sich am Sonntag für die Aufeinandertreffen-Niederlage vom Vortag und erkämpfte sich gegen Gastgeber SV Bassum von 1848 einen engen 3:2-Erfolg (1849:1836 Ringe). Ohne Punkte blieben an den ersten beiden Spieltagen der SV Bassum von 1848, der SV Niedererbach, der SV Schirumer Leegmoor, der SV Lindwedel sowie Freischütz Wathlingen.

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