International

Christine Brinker im Stechen um EM-Bronze

28.06.2004 00:00

Den größten Erfolg in ihrer bisher noch jungen internationalen Karriere erzielte Christine Brinker (Ibbenbüren/Foto) mit dem vierten Rang in Skeet bei den Europameisterschaften der Wurfscheibenschützen in Nikosia (Zypern). Erst bei der vierten Stechscheibe unterlag die 23-jährige Angehörige der Bundeswehr Jerjanik Avetisian (Russland) und musste ihr die Bronzemedaille überlassen.

 

Als Vierte war Christine Brinker mit 69 getroffenen Scheiben in die Endrunde eingezogen, schoss hier mit 24 Treffern ein sehr gutes Finale und konnte mit der Russin, die mit 70 Treffern ins Finale gegangen war, sogar gleichziehen. 93 Treffer wurden für beide notiert, bevor das Shoot-off die Entscheidung brachte. Neue Europameisterin wurde Swetlana Demina (Russland/96 Treffer) vor Veronique Girardet-Allard (Frankreich/94 Treffer).
 
Ein Stechen verhinderte den Einzug von Axel Wegner (Machern) ins Finale der Herren, denn nach 121 Treffern im Vorkampf musste sich der Olympiasieger von 1988 in Seoul mit Marko Kemppainen (Finnland) und Jan Sychra (Tschechische Republik), die beide ebenfalls auf 121 Treffer kamen, um die beiden freien Finalplätze streiten. Während Axel Wegner die zweite Scheibe verfehlte, trafen seine Kontrahenten und zogen ins Finale ein, wo Sychra am Ende hinter Ennio Falco (Italien), der mit 147 Treffern Europameister wurde, nach einem weiteren erfolgreichen Stechen gegen Juan Jose Aramburu (Spanien) mit 146 Treffern die Silbermedaille gewann.
 
Axel Wegner (Foto) also auf Rang sieben, knapp dahinter Tino Wenzel (Ibbenbüren) auf dem achten Platz mit 120 getroffenen Scheiben. Ralf Buchheim (Lebus) wurde 32. mit 116 Treffern. Die deutsche Mannschaft gewann hinter Norwegen (362 Treffer) und Italien (359 Treffer) mit insgesamt 357 Treffern die Bronzemedaille.
 
Sechs Treffer entfernt von den Finalplätzen belegten bei den Junioren Tino Eckhardt (Altendammbach) und Mark Kometer (Suhl) gemeinsam mit 112 Treffern den 13. Platz, während Uwe Trobsch (Weinböhla) mit 106 Zählern auf Rang 34 kam.
 
Die deutschen Trap-Damen in der Besetzung Susanne Kiermayer (Kirchberg), Sonja Scheibl (Itzstedt) und Silke Hüsing (Ulm) mussten sich im Mannschaftswettbewerb mit 195 Ringen nur Spanien beugen, dass für 201 Treffer den Europameistertitel auf die iberische Halbinsel entführte. Silber für das deutsche Trio vor Russland, dessen Schützinnen mit 194 Treffern knapp geschlagen wurden.
 
Im Einzelwettbewerb war Sonja Scheibl diesmal mit 66 Treffern und Rang acht beste Teilnehmerin des Deutschen Schützenbundes, nur einen Treffer vor Silke Hüsing auf Platz 10 und einen weiteren Treffer weniger erzielte Susanne Kiermayer, die mit 64 getroffenen Scheiben auf dem 13. Platz notiert wurde.
 
Bei den Herren fehlten Weltmeister Karsten Bindrich zwei Treffer, um auf der gleichen Anlage, auf der er im vergangenen September die WM-Goldmedaille gewann, ins Finale einzuziehen. 119 Treffer bedeuteten diesmal Rang 10 und damit war er bester Deutscher. Olaf Kirchstein (Lebus) kam mit 117 Treffern auf Platz 19 und dem junge Rene Damme (Bad Neustadt) gelang mit 116 Treffern ein 23. Rang unter insgesamt 83 Teilnehmern.
 
Hinter Großbritannien (359 Treffer) und Frankreich (358 Treffer) standen die deutschen Herren mit 352 Treffer auf dem dritten Platz und erhielten die Bronzemedaille.
 
Einen siebten Mannschaftsrang fuhren die deutschen Junioren ein. In der Einzelwertung kam Sebastian Weiß (Kühlungsborn) auf Rang 18, für Martin Schmidt (Bad Tennstedt) bedeuteten die 103 Treffer Platz 31 und Birger Hundt (Kühlungsborn) erreichte den 41. Rang mit 95 Treffern. Bei den Juniorinnen kam Katrin Quooß (Liebenthal) mit 57 Treffern als Vierte in das Finale und diesen Rang verteidigte sie nach 18 Finalscheiben auch bis zum Ende. Ihr Gesemtergebnis: 75 Treffer. Tina Schulz (Berlin) wurde Siebente mit 55 Zählern und Janine Wolter (Nienburg) belegte mit 54 Treffern den neunten Platz.
 
Die detaillierten Ergebnisse von den Europameisterschaften der Wurfscheibenschützen in Nikosia finden Sie hier.