Olympische Spiele

Cornelia Pfohl beste Deutsche nach Bogen-Rankingrunde

12.08.2004 00:00

Cornelia Pfohl (Berlin/Foto) ist nach der olympischen Rankingrunde, die schon einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Spiele ausgetragen wurde, mit 638 Ringen auf dem 18. Platz die beste deutsche Bogenschützin unter 64 Teilnehmerinnen und wird in der ersten Runde der Direktausscheidung auf Marie-Pier Beaudet (Kanada) treffen.

 

"Ich bin ganz zufrieden mit der Platzierung, obwohl die Ringzahl etwas höher hätte sein können. Ich habe mich auf dem Platz sehr wohl gefühlt und nicht die geringsten Schwierigkeiten wegen meiner Schwangerschaft im Wettkampf gehabt," so die 33-jährige nach der Runde.
 
Anja Hitzler (Alfdorf) kam mit 632 Zählern auf Rang 23. Ihre Gegnerin wird Damla Gunay (Türkei) sein und Wiebke Nulle (Berlin) wird nach ihren 620 Ringen in der Qualifikation von Position 40 in die Direktausscheidung am kommenden Sonntag gehen, wo sie sich mit Zekiye Keskin Satir (Türkei) messen wird.
 
"Insgesamt können alle zufrieden sein. Vor allem Cornelia Pfohl hat heute natürlich positiv überrascht und nun sicherlich auch die leichteste Aufgabe. Schwerer hat es Anja getroffen, ihre Gegnerin hat zuletzt in Brüssel das erste Qualifikationsturnier für Olympia gewonnen. Und Wiebke muss sicher noch ein bisschen zulegen", sagte DSB-Sportdirektor Heiner Gabelmann, der als Teamchef der deutschen Schützen in Athen fungiert.
 
An der Spitze in der Einzelwertung nach der Qualifikation - wie könnte es anders sein - drei Südkoreanerinnen. Sung Hyun Park erzielte mit 682 Ringen einen neuen Weltrekord, übertraf die alte Bestleistung von Natalia Valejewa (Italien) gleich um drei Ringe und startet damit als Nr. 1 in der Direktausscheidung. Dahinter Sung Jin Lee mit 675 Ringen und die noch amtierende Olympiasiegerin und Weltmeisterin Mi Jin Yun mit 673 Ringen.
 
Erfreulich auch das Ergebnis der Mannschaft des Deutschen Schützenbundes, die mit insgesamt 1890 Ringen auf dem sechsten Platz den Teamwettbewerb aufnehmen wird, der am Freitag, den 20. August 2004, ausgetragen wird. Erster Gegner ist die Auswahl aus Russland.
 
Auch hier der Kommentar von Cornelia Pfohl: "Wir haben ein starkes Team und wir sind nach Athen gekommen, um eine Medaille zu holen." Bei einem Sieg gegen Russland würde das deutsche Team im Viertelfinale gegen den Sieger aus der Begegnung Taiwan-Japan antreten müssen.
 
Die Mannschaft des haushohen Favoriten aus Südkorea stellte im Teamwettbewerb mit 2030 Ringen einen neuen Weltrekord auf und liegt wie erwartet auf Platz eins nach der Qualifikation vor China und Taiwan.