International

Damen im Goldfinale bei Hallen-EM der Bogenschützen

19.03.2004 00:00

Nach Erfolgen über Italien und Polen steht die Damenmannschaft des Deutschen Schützenbundes in der Besetzung Karina Winter, Wiebke Nulle und Susanne Poßner (alle Berlin) im Finale um den Titel bei den Hallen-Europameisterschaften der Bogenschützen in Sassari (Italien). Gegner wird morgen die Auswahl Russlands sein.

 

Gegen Italien zeigten die deutschen Damen im Viertelfinale ein überzeugendes Match und besiegten die Gastgeberinnen dieser EM überraschend klar mit 260:241. Im Halbfinale wartete mit Polen, das sich seinerseits zunächst gegen die Ukraine mit 254:248 durchsetzen konnte, ein ganz starker Gegner. Gegen den Nachbarn im Osten gab es dann auch die erwartet enge Begegnung. Mit 256:255 hatten die Schützlinge von Bundestrainer Viktor Bachmann das bessere Ende für sich und haben nun die Chance auf Gold am morgigen Samstag.
 
Russland qualifizierte sich für das Finale gegen Deutschland durch zwei klare Erfolge über Belgien und Georgien. Im kleinen Finale um Platz drei stehen sich die Mannschaften aus Georgien und Polen gegenüber.
 
Einen kollektiven Ausstieg gab es für das deutsche Damen-Trio allerdings gleich in der ersten Runde aus dem Einzelwettbewerb. Karina Winter, nach der Qualifikation beste Schützin auf Rang elf, hätte am ehesten die Möglichkeit gehabt, eine Runde weiter zu kommen, doch die 18-jährige Schülerin verlor gegen Alessia Franchi (Italien) nur hauchdünn mit 170:171.
 
Kateryna Palekha (Ukraine) hieß die Gegnerin von Wiebke Nulle im Sechzehntelfinale und war gleichzeitig auch die Endstation für die deutsche WM-Teilnehmerin des letzten Jahres. Die Schützin aus der Ukraine ließ Wiebke Nulle mit 173:165 keine Chance. Für Susanne Poßner kam das Aus durch eine 164:167-Niederlage gegen Elena Dostaj (Russland).
 
Sehr erfreulich aus deutscher Sicht in den Einzelentscheidungen war das Erreichen des Viertelfinales im Juniorenwettbewerb durch Kai Müller (Fellbach). In der ersten Runde der Direktausscheidung setzte sich der 15-jährige Schüler zunächst gegen seinen Mannschaftskollegen Dennis Vennemann (Mülheim an der Ruhr) knapp mit 175:174 durch. Im Achtelfinale erwartete den jungen Mann aus Baden-Württemberg dann eine große Hürde, denn sein Gegner war niemand anderes als Dimitri Varechon (Frankreich), der die Qualifikation als Sieger beendet hatte.
 
Müller jedoch ließ sich von den Vorkampfergebnissen des Franzosen nicht beeindrucken und siegte mit 173:171. Im Viertelfinale gab es gegen Oleksandr Perkov (Ukraine) ein äußerst spannendes Match, das diesmal aber für den Schützen des DSB mit 116:117 verloren ging. Bastian Neusius (Rehlingen), der dritte Teilnehmer des Deutschen Schützenbundes bei den Junioren, unterlag in der ersten Runde der Direktausscheidung gegen Juriy Havelko (Ukraine) deutlich mit 163:175.
 
In den anderen Wettbewerben waren keine Sportler des Deutschen Schützenbundes am Start.

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