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DBU fördert Projekte im Sport- und Schützenverein

30.11.2006 00:00

Sport ist im Verein am schönsten, heißt es. Doch was tun, wenn es im Winter in der Sporthalle oder dem Schützenhaus nicht mehr warm wird, weil das Gebäude so alt und zugig ist? Damit Sportler auch ressourcenschonend aktiv sein können, bezuschusst die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ab sofort Kleinprojekte mit bis zu 5.000 Euro.

 

„Insgesamt fördern wir bis 2008 dynamische Projekte für mehr Natur- und Klimaschutz oder Umweltkommunikation in Sportvereinen mit 2,5 Millionen Euro“, betonte DBU-Sprecher Franz-Georg Elpers. Mit Hilfe eines vereinfachten Antragsverfahren sollen nun aber vor allem gezielt kleinere Sportvereine animiert werden, in den Umweltschutz zu investieren. „Wir hoffen, mit der Aktion die breite Masse der Sportvereine für Öko-Aktivitäten im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu sensibilisieren“, so Elpers.

Ansprechpartner für Projektideen ist die vom DOSB eingerichtete Clearingstelle Sport und Umwelt, die im Internet unter der Adresse

www.dosb-clearingstelle.de

zu finden ist.

„Gerade in Energie- und Trinkwasser-Fragen besteht nach wie vor ein erhebliches Einsparpotenzial“, weiß Hans-Joachim Neuerburg von der Clearingstelle. „Daher sind wir froh, dass wir jetzt im Rahmen der Partnerschaft Sport und Umwelt die Möglichkeit haben, entsprechende Einsparmaßnahmen ohne großen bürokratischen Aufwand zu fördern.“

Die Palette der förderfähigen Vorhaben reicht vom Austausch veralteter Kühlanlagen im Vereinsheim über einfache Maßnahmen zur Wärmedämmung bis hin zur Umrüstung auf sparsame Armaturen im Sanitärbereich oder zur Installation einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung. Einzige Bedingung ist: Die Gesamtkosten des geplanten Vorhabens sollten die Grenze von 10.000 Euro nicht überschreiten.

Ein einfaches Formular der Clearingstelle soll ausreichen, um das Projekt anzuschieben. „Wir haben uns vorgenommen, innerhalb eines Monats förderfähige Anträge an die DBU weiterzuleiten“, so Neuerburg. Nach Rücksprache mit der Koordinationsstelle gibt die Stiftung dann grünes Licht, und der Verein kann mit der Umsetzung beginnen.

Zwar müssten die Sportler erst einmal in Vorleistung gehen und die Verwendungsnachweise an die Clearingstelle schicken. Die Aufwendungen will die DBU dann aber innerhalb von vier Wochen erstatten. Der zu erbringende Eigenanteil beträgt mindestens 50 Prozent und kann durch geldwerte Leistungen wie zum Beispiel Eigenleistungen von Mitgliedern erbracht werden.

Für diese zunächst auf ein Jahr begrenzte Aktion stehen insgesamt 100.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Jetzt gilt es nur noch, möglichst viele kreative und nachhaltige Ideen in Sachen Umweltschutz an den Start zu bringen. Der Anfang dafür ist gemacht. Nähere Informationen gibt es unter www.dosb-clearingstelle.de oder direkt bei der Clearingstelle Sport und Umwelt.

„Von Beginn der Kooperation an wurden immer wieder Anfragen bezüglich kleinerer Projekte an uns gerichtet, die wir im Rahmen unserer bisherigen Möglichkeiten leider nicht berücksichtigen konnten. Mit der aktuellen Initiative können wir jetzt endlich auch an der Basis etwas bewegen“, so Neuerburg.

Bislang wurden im Rahmen der Kooperation hauptsächlich so genannte „Leuchtturmprojekte“ mit Fördersummen zwischen 50.000 und 124.000 Euro gefördert: Bei der Kampagne „Sonnenklar! Sport für zukunftsfähige Energie“wollen die Organisatorender Naturstiftung David und des Landessportbundes Thüringen etwa ostdeutsche Vereine und Kommunen zum Energiesparen motivieren: Bis Ende des Jahres möchten sie mindestens 70 Sportstätten in Thüringen für eine zukunftsfähige Energieversorgung fit machen.