Bundesliga

Der bittere Abstieg der Ötlinger Sportschützen

16.01.2017 13:52

Zwei Punkte Vorsprung auf gleich zwei Mannschaften hatte der TSV Ötlingen vor dem letzten Wettkampfwochenende der Bundesliga Luftpistole Gruppe Süd, eigentlich Puffer genug, um nicht abzusteigen. Doch die Mannschaft von Sportleiter Joachim Poppek verschenkte die gute Ausgangsposition durch zwei Niederlagen zum Abschluss, wurde gleich doppelt überholt und muss als Elfter gemeinsam mit der schon vor Weihnachten zum Abstieg verurteilten SG 1898 Thumsenreuth den Gang in die zweite Liga antreten.

An der Tabellenspitze behauptete der SV Kelheim-Gmünd die Tabellenspitze und zieht als Gruppensieger in das Bundesligafinale am 4. und 5. Februar in Paderborn ein. Dort treffen die Regensburger im Viertelfinale auf den fünffachen Meister PSV Olympia Berlin. Titelverteidiger SV Waldkirch gab sich als Tabellenzweiter mit zwei Siegen ebenfalls keine Blöße und trifft in Paderborn zunächst auf den SB Broistedt.

Etwas überraschend Dritter wurde die SGi Ludwigsburg, die sich mit zwei Heimsiegen noch vom fünften auf den dritten Rang schoss und sich im Viertelfinale mit der Braunschweiger SG auseinandersetzen muss. Rekordmeister SGi Waldenburg schaffte trotz einiger Abgänge vor der Saison erneut die Finalteilnahme, obwohl die Schwaben nach dem 4:1 über Willmandingen zum Abschluss gegen Waldkirch mit 2:3 verloren. Waldenburg trifft Anfang Februar auf den SV Kriftel.

Leidtragene dieses Rennes um die begehrten Finalplätze waren die HSG München und die SSG Dynamit Fürth. Nach dem 3:2-Sieg über Ötlingen am Samstag war die 2:3-Niederlage gegen Altheim Waldhausen ausschlaggebend für die HSG, am Finaleinzug zu scheitern. Ihr Leid war die Freude ihrer Gegner, denn mit dem unerwarteten Erfolg sicherte sich Altheim Waldhausen den Klassenerhalt. Die SSG Dynamit Fürth hat wie ihr Luftgewehrteam eine Woche zuvor im heimischen Greuther Sportzentrum den Finaleinzug verspielt. Dem 2:3 gegen Waldkirch durch das mit 9:10 verlorene Stechen Kathrin Pfundstein (Foto rechts gegen Sebastian Kugelmann )am Samstag folgte ein 1:4 gegen Kelheim-Gmünd am Sonntag.

Altheim Waldhausen gelang ein mitreißender Schlussspurt. Neben dem 3:2 über die HSG siegte das Team schon am Vortag mit dem ebenfalls nicht zu erwartenden 3:2 über den ESV weil am Rhein. Holger Haile machte den Erfolg durch ein 10:8 gegen Christian Schebesta erst im Stechen perfekt.
Am Samstag verlor Ötlingen mit Stefan Scharpf (Foto links), der gegen Arben Kucana im Stechen einen Punkt gewann, im Abstiegskampf mit 2:3 gegen die HSG, Konkurrent Willmandingen unterlag sogar Waldenburg mit 1:4. Damit hatte Ötlingen vor dem Schlussakkord nicht nur zwei Mannschafts-, sondern auch drei Einzelpunkte Vorsprung. Das direkte Duell hatte Ötlingen gleich am ersten Wettkampftag zudem mit 3:2 gewonnen. Willmandingen startete das finale Fernduell in Fürth mit einem 4:1 über die punktlos gebliebene SG Thumsenreuth. Die TSV-Sportschützen benötigten also zum Abschluss in Ludwigsburg gegen den Gastgeber nur einen Einzelpunkt, um die Klasse zu halten. Doch das gelang nicht, es setzte ein 0:5, nur Achim Rieger kam beim 373:375 gegen Rene Potteck wenigstens in die Nähe der Ergebnisregion seines Kontrahenten.