International

Deutsche Schützen dominieren die Mannschaftswettbewerbe

04.03.2007 00:00

Beim 7. Internationalen Wettkampf für Luftdruckwaffen in Wiesbaden standen nach den gestrigen Einzelentscheidungen heute die Mannschaftswettkämpfe auf dem Programm. Für die Auswahl des Deutschen Schützenbund war dies der letzte Test gegen internationale Konkurrenz vor den Europameisterschaften, die vom 13. bis 17. März 2007 in Deauville (Frankreich) ausgetragen werden.

 

Für die deutschen Luftgewehr-Damen gab es einen Doppelsieg, denn das Europameisterschaftsteam des DSB siegte mit insgesamt 1190 Ringen in der Besetzung Beate Gauß (Ammerbuch), Barbara Lechner (Triftern) und Sonja Pfeilschifter (Ismaning/Foto) vor Deutschland 2, das in der Besetzung Sylvia Aumann (Landhut), Manuela Felix (Flörsheim) und Claudia Huber (Prebitz-Engelmannsreuth) angetreten war und 1187 Ringe erzielte.

Sonja Pfeilschifter kam auf 399 Ringe und zeigte damit das beste Resultat der gesamten Konkurrenz. Beate Gauß, die gestern den Einzelwettbewerb gewann, erzielte 397 Ringe und Barbara Lechner war mit 394 Ringen erfolgreich.

Sylvia Aumann war mit 397 Ringen beste Schützin im Team Deutschland 2. Claudia Huber mit 396 Zählern und Manuela Felix mit 394 Ringen wussten aber ebenfalls zu überzeugen. Dritte wurden die Belgierinnen mit 1178 Ringen.

Im Luftgewehr der Herren entschieden die besseren letzten Serien für die Mannschaft Deutschland 2, die mit Thomas Hoche (Jena/Foto), Tino Mohaupt (Benshausen) und Frank Köstel (Weingarten) besetzt war. Genau wie Frankreich hatten die drei deutschen Schützen 1775 Ringe erzielt. Tino Mohaupt kam dabei auf 593 Zähler, während Frank Köstel und Thomas Hoche 591 Ringe erzielten.

In der Besetzung Frank Dobler (Offenbach/Queich), Norbert Ettner (München) und Bernhard Oswald (Wildsteig), der sich gestern gegen Thomas Hoche (Jena) im Kampf um das dritte EM-Ticket durchgesetzt hatte, belegten die deutschen Europameisterschaftsschützen als Team Deutschland 1 mit insgesamt 1773 Ringen den dritten Rang.

Claus-Dieter Roth, Bundestrainer für die Gewehrdisziplinen zu den EM-Aussichten seiner Mannschaft: „Bei den Damen werden wir um den Sieg mitschießen, bei den Herren kämpfen wir, wenn alle drei gut schießen, um eine Medaille. Dies kurz und knapp zu den Mannschaften. Im Einzelwettbewerb können alle drei Damen ins Finale kommen, das Potential ist da. Bei den Herren würde ich mich über eine Finalteilnahme einer meiner Schützen freuen, optimal wäre hier der Gewinn eines Quotenplatzes für die Olympischen Spiele 2008.“

Der Deutsche Schützenbund besitzt im Luftgewehr der Herren bisher einen von zwei Quotenplätzen für Peking, erzielt durch Frank Köstel beim Weltcup in Mailand 2006.

Die Wertung in der Luftpistole der Herren gewann Deutschland 1 mit 1734 Ringen vor Kasachstan, das mit 1709 Zählern Zweiter wurde. Die Europameisterschaftsteilnehmer Artur Gevorgjan (Bremen-Bassum/Foto) und Abdullah Ustaoglu (Riegel) mit jeweils 583 Ringen und Sebastian Rosner (Ulm) mit 568 Ringen trugen zu diesem Erfolg bei.

Im Team der Junioren des DSB, die als Deutschland 2 an den Start gingen, zeigte besonders Dominik Sänger (Schrecksbach) auch heute wieder eine hervorragende Leistung. Mit 579 Ringen war der junge Hesse, der gestern schon den Einzelwettbewerb beim Nachwuchs für sich entscheiden konnte, der beste Schütze im Team. Die 566 Ringe von Tobias Heider (Zwiesel) und die 562 Zähler von Schnellfeuer-Weltmeister Christian Reitz ergaben für das DSB-Trio insgesamt 1707 Ringe. Damit belegte das deutsche Junioren-Team den 3. Platz.

Das gleiche Ergebnis wie bei den Herren gab es auch im Damenwettbewerb, wo das EM-Team der deutschen Damen mit 1140 Ringen siegte. Claudia Verdicchio (Freiburg) mit 384 Ringen, Munkhbayar Dorjsuren (Neubiberg) mit 382 Zähler und Maren Johann (Kierspe) mit 374 Ringen waren zu keiner Zeit gefährdet.

Hinter Kasachstan, das 1127 Ringe auf seinem Konto hatte, kam die deutsche Juniorenauswahl mit 1126 Ringen auf Platz drei. Kathrin Göpfrich (Bretten/Foto) mit exzellenten 381 Ringen, Julia Hochmuth (Ludwigsburg) mit 375 Zähler und Maximiliane Geerds (München) mit 370 Ringen trugen zu diesem Erfolg bei.

Bundestrainer Peter Kraneis: „Wir haben bei den Herren für Deauville eine gute Ausgangsbasis. Es fehlen sicherlich noch zwei, drei Ringe am Gesamtergebnis, die wir in den kommenden zwei Wochen noch zulegen müssten. Wir geben uns alle Mühe, dies zu schaffen. Die Ergebnisse von Abdullah Ustaoglu und Artur Gevorgjan heute mit 583 Ringen sind in Ordnung. Das werden wir in der kommenden Woche in Training stabilisieren müssen. Sebastian Rosner hatte heute ein technisches Problem mit der Waffe, das wir aber in der kommenden Woche auch in den Griff bekommen werden.

Bei den Damen sind wir auch ganz optimistisch. Wenn Munkhbayar Dorjsuren und Claudia Verdichio ihre gewohnten Leistungen zeigen, haben wir zwei sehr gute Schützinnen in Deauville am Start. Maren Johann muss in ihren eigentlichen Leistungsbereich, der bei 377, 378 Ringen liegt, hineinkommen. Wenn uns das gelingt, werden wir mit einer guten Mannschaft nach Frankreich fahren.“

Die kompletten Ergebnisse des IWK Wiesbaden finden Sie hier.

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