International

Deutscher Rekord – aber kein Quotenplatz bei den Herren

21.05.2004 00:00

Um gleich vier Ringe verbesserte Jens Pieper (Braunschweig/Foto) den alten Deutschen Rekord von Alexander Fröse (Lützenhausen) aus dem Jahre 1998 im Achtelfinale beim Olympiaqualifikationsturnier in Brüssel gegen Martin Bulir (Tschechische Republik). 175 Ringe heißt die neue Bestleistung, ein hervorragendes Ergebnis des Recurveschützen aus Niedersachsen.

 

Leider kann man im Bogenschießen ein solches Ergebnis nicht in die nächste Runde mitnehmen und so kam schon im Viertelfinale das Aus für Jens Pieper durch eine 108:110 Niederlage gegen den jungen Hasan Orbay (Türkei). Damit stand kein deutscher Teilnehmer im Halbfinale und dies heißt, dass es bei den Herren beim einzigen Quotenplatz durch Alexander Fröse, gewonnen bei den letztjährigen Weltmeisterschaften in New York, bleibt.
 
„Nach dem Rekord im Achtelfinale musste ich den Rhythmus wechseln, denn hatten wir vorher 3 x 6 Pfeile geschossen, wurde nun im Viertelfinale auf 4 x 3 Pfeile umgestellt und dies noch alternierend. So einen Wettbewerb habe ich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr geschossen,“ so Pieper nach dem Match.
 
Endstation im Viertelfinale gegen Laurence Godfrey (Großbritannien) hieß es auch für Frank von Dicklage (Berlin), der sich bis dahin sehr gut in Szene setzte und gegen den hoch eingeschätzten Matej Zupanc (Slowenien) im Achtelfinale bei seinem 162:158 Sieg wenig Mühe hatte. Auch Bo Steimann (Dänemark) eine Runde vorher war keine große Hürde für den jungen Berliner, der sich hier mit 163:161 durchsetzen konnte.
 
Geschlossen konnten die deutschen Herren zu Beginn des Wettbewerbs heute Mittag in die zweite Runde einziehen. Frank von Dincklage (Berlin) siegte gegen Boulat Badmaslow (Russland) sicher mit 158:153, Michael Frankenberg (Hagen a.T.W.) gewann gegen Tibor Ondrik (Ungarn) sogar klar mit 167:155 und der Dritte im Trio des DSB, Jens Pieper (Braunschweig), setzte sich gegen Anton Solomon (Rumänien) mit 164:138 souverän durch.
 
Michael Frankenberg hatte in der zweiten Runde eine schwächere Mittelpasse mit 49 Ringen und dies war gegen Kresimir Strukelj (Kroatien) nicht mehr wettzumachen. Mit 160:163 unterlag der Westfale dem Kroaten und schied als erster der drei deutschen Herren frühzeitig aus.
 
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